Archiv: Legalisierungen / legalizations


28.07.2026 - 17:07 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

Haben „Europäische Union“ oder N.A.T.O. die Notstandsgesetze in Deutschland aktiviert?

(December 8, 2016)

Am 30. Mai 1968 beschloss der Bundestag mit den Stimmen der damaligen „großen Koalition“ das „Siebzehnte Gesetz zur Ergänzung des Grundgesetzes“. Diese Verfassungsänderungen, die u.a. die Gewaltenteilung für das Grundrecht der Bürger auf Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis aufhob und damit die Grundlage für den jahrzehntelangen Totalausfall der Demokratie und Willkür im geheimdienstlichen Komplex schufen, wurden seinerzeit „Notstandsgesetze“ genannt.

Die eigentlichen Notstandsgesetze aber entstanden erst nach 1968. Über die Jahrzehnte wurden eine bis heute öffentlich nicht bekannte Zahl von ausführenden Gesetzen, Verordnungen bzw „Bestimmungen“ oder „Rechtsvorschriften“ (z.B. Dienstvorschriften in Militär und Geheimdiensten) quasi als juristische „Schläfer“ geschaffen, um „nach Maßgabe“ des neuen Verfassungsartikels 80a im Falle des Falles in Kraft zu treten.

Aber welchen Falles? Und durch wen?

(…)

Ein „internationales Organ“ kann also „im Rahmen eines Bündnisvertrages mit Zustimmung der Bundesregierung“ „Rechtsvorschriften“ unter Bezug auf Grundgesetz Artikel 80a zur Anwendung bringen. Und das selbst unter Umgehung der Feststellung von Verteidigungsfall und Spannungsfall durch den Bundestag.

Wie Absatz 3 Satz 2 von Artikel 80a besagt, müssen diese „Maßnahmen“ von derart in Kraft getretenen Notstandsgesetzen bzw „Rechtsvorschriften“ wieder aufgehoben werden, „wenn der Bundestag es mit der Mehrheit seiner Mitglieder verlangt“.

Was aber, wenn der Bundestag gar nicht weiß, dass solche „Maßnahmen“ überhaupt existieren? Oder nichts vom entsprechenden Beschluss eines „internationalen Organs“ erfahren hat? Oder zumindest die überwältigende Mehrheit der Abgeordneten im Dunkeln gehalten wurde, z.B. von den eingeweihten Fraktionsführungen?

28.07.2026 - 16:41 [ Netzpolitik.org ]

Vorbereitung fĂĽr den Ausnahmezustand

„Der Zustimmungsfall wird dann relevant, wenn der Bundestag einzelne Regelungen in Kraft setzen will, die im Spannungsfall gelten würden, aber den Spannungsfall insgesamt noch nicht ausrufen will“, sagt Hegemann. Für diese einzelnen Regeln reicht dann wie bei regulären Gesetzen grundsätzlich eine einfache Mehrheit im Parlament.

Das geplante BND-Gesetz formuliert für alle drei Fälle Regeln. Vor allem aber ändert es den Mechanismus, wie der Zustimmungsfall für das BND-Gesetz ausgelöst werden kann. Das soll sich am Zustimmungsfall aus dem Grundgesetz „orientieren“, aber umgeht dabei das Plenum des Bundestags.

An die Stelle eines regulären parlamentarischen Verfahrens soll nämlich ein Vorschlag der Bundesregierung treten, dem das Parlamentarische Kontrollgremium zustimmen müsste. Dann könnten einzelne oder alle Regelungen des Gesetzes zum Spannungs- und Verteidigungsfall „freigeschaltet“ werden. Dass der Bundestag als Ganzes dabei außen vor bliebe, hat noch einen weiteren Effekt: „Eine Veröffentlichung ist nicht vorgesehen.

22.07.2026 - 15:08 [ Thomas Massie, U.S. Representative / X ]

Unfortunately the Rule passed just now and no debate or vote was allowed on section 219, integration of US military technology and supply chains with Israel’s. The NDAA will receive a recorded vote tomorrow with section 219 in it. I’ll vote no.

7:11 PM · Jul 21, 2026

22.07.2026 - 14:50 [ Rep. Alexandria Ocasio-Cortez / X ]

Tomorrow, the House will vote on the NDAA, which includes a provision to merge parts of our military with the IDF. This amendment is an existential threat to American sovereignty and democracy. Every member of Congress must vote NO.

12:49 AM · Jul 22, 2026

22.07.2026 - 14:38 [ Antiwar.com ]

House Rule Advances 2027 NDAA With Section to Integrate US and Israeli Militaries

The House on Tuesday approved a procedural vote to advance the $1.15 trillion 2027 National Defense Authorization Act, which includes a section to further integrate the US and Israeli militaries, a plan that Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu has said was his idea.

The rule to allow floor debate and a vote on the NDAA and several pieces of legislation passed in a 214-211 vote, and a final vote on the House’s version of the NDAA is expected to take place on Wednesday. The procedural step came after the House Rules Committee denied a vote on an amendment introduced by Rep. Thomas Massie (R-KY) to strip Section 219, the Israeli integration plan, from the bill.

16.07.2026 - 13:32 [ Netzpolitik.org ]

Einer Demokratie unwĂĽrdig

Die Bundesregierung will BKA und Bundespolizei zudem bald weitere, extrem invasive MaĂźnahmen der automatisierten Ăśberwachung erlauben: Eine Internetsuchmaschine fĂĽr Stimmen und Gesichter und eine Megadatenbank mit KI-gestĂĽtzter Analyse, wie sie auch Palantir im Angebot hat. Entsprechende Befugnisse fĂĽr BND und Verfassungsschutz finden sich ebenfalls im Entwurf des Geheimdienstgesetzes.

Zusammengedacht ergibt das ein System, das vollautomatisiert kontrolliert, was Menschen in der Ă–ffentlichkeit tun, sie bei unerwĂĽnschtem Verhalten identifiziert und dann gleich auch noch recherchiert, wo sie sich bewegen und mit wem sie bekannt sind.

15.07.2026 - 12:41 [ Antiwar.com ]

Senate Democrats Block Advancement of $1.1 Trillion NDAA Over Iran War

Senate Democrats on Tuesday blocked the advancement of the 2027 National Defense Authorization Act, citing President Trump’s war with Iran, which continues to rage following the collapse of the US-Iran Memorandum of Understanding.

The NDAA would provide the Pentagon with over $1.1 trillion in funding as part of the White House’s plan for a $1.5 trillion military budget for 2027, a nearly 50% increase from this year. The bill also includes an amendment, Section 1217, to further merge the US and Israeli militaries under a plan being pushed by Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu.

A procedural vote of 50-46 fell well short of the 60 votes that it needed to advance the NDAA. Every Democrat, except two who weren’t present for the vote — Senators Jon Fetterman (PA) and Alex Padilla (CA) — voted against advancing the sprawling military spending bill.

15.07.2026 - 12:29 [ Common Dreams ]

How Section 219, the US-Israel Military Merger, Would Thwart American Democracy

(July 13, 2026)

The House provision, which has a Senate version known as Section 1217, would also forbid the president of the United States from limiting intelligence collaboration with Israel over its human rights abuses. If the President ever wants to limit such collaboration, he or she must tell Congress and can only cite American national security as a basis.

In other words, these bills would connect the US and Israeli militaries in unprecedented ways and make it exceedingly difficult for any future president to unwind this partnership with a foreign government.

15.07.2026 - 12:14 [ Human RIghts Watch ]

Congressional Proposal Could Deepen US Complicity

(June 16, 2026)

Buried in the US$1.15 trillion National Defense Authorization Act is a provision that would deepen US military cooperation with Israel while walling that cooperation off from further congressional oversight.

Section 219 (formerly section 224) creates the role of an “executive agent” focused on folding Israeli technology into US weapons programs, and vice versa, including in missile and air defense technologies as well as artificial intelligence, quantum computing, cyberwarfare, and autonomous systems. Once implemented, the provision would speed efforts to embed Israeli technologies into US weapons systems in ways almost never codified into law, even for allies. As the protracted experience with unwinding Turkish participation in the F-35 program shows, practically, integration binds the United States to rely on producers in ways that become next to impossible to walk back later, even if lawmakers want to.

(…)

Section 219 also calls for “data fusion.” In defense doctrine, data fusion means combining feeds from many sensors and intelligence sources into a single targeting picture. The United States would be absorbing Israeli data, which may have been collected under problematic mass surveillance programs. Moreover, section 219 would be reinforced by section 622 of the intelligence appropriations bill, which mandates intelligence sharing and would further promote combining US intelligence streams with Israeli ones that could then be used by the Israeli military for targeting.

10.07.2026 - 11:33 [ Netzpolitik.org ]

Mehr als 167.000 Unterschriften gegen das Ăśberwachungspaket

Vor fast leeren Reihen hielten die Abgeordneten am Mittwoch ihre Reden zu den EntwĂĽrfen.

18.06.2026 - 20:25 [ Tagesschau.de ]

BND-Gesetz – Dobrindt bremst offenbar Reform

Mandy Sarti, NDR, tagesschau, 11.06.2026 • 16:08 Uhr

18.06.2026 - 20:21 [ Netzpolitik.org ]

Massenüberwachung und Hacking: Der BND soll neue mächtige Instrumente bekommen

(January 12, 2026)

Sowohl Verkehrsdaten als auch Inhalte von massenhaft abgegriffener Kommunikation soll der Geheimdienst bis zu einem halben Jahr speichern und durchforsten dĂĽrfen. Am deutschen Internetknoten DE-CIX in Frankfurt/Main dĂĽrfte der BND neben dem eingehenden nun auch den ausgehenden Datenverkehr ĂĽberwachen.

Das geplante neue Gesetz soll aber auch ganz andere Türen öffnen, die den Geheimen aktives Hacken und Sabotage erlauben würden. Der Geheimdienst dürfte dann in Netzwerke eindringen und sich an aktiven Hacking-Angriffen beteiligen, wenn nach BND-Anfrage nicht freiwillig kooperiert wird. Um Staatstrojaner auf informationstechnischen Systemen aufzubringen, sollen BND-Leute laut FAZ auch heimlich in Wohnungen einbrechen dürfen.

29.04.2026 - 19:07 [ Netzpolitik.org ]

Überwachungspaket: Diese Sicherheitspolitik gefährdet uns alle

Der „Gesetzentwurf zur Stärkung digitaler Ermittlungsbefugnisse in der Polizeiarbeit“, der „Gesetzentwurf zur Stärkung digitaler Ermittlungsbefugnisse zur Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus“ und der „Gesetzentwurf zur Änderung der Strafprozessordnung“ legen die Grundlage dafür, dass Ermittlungsbehörden Gesichtsbilder mit Aufnahmen aus dem Internet abgleichen können und automatisierte Datenanalysen durchführen dürfen. Warum sie das brauchen? Unter anderem wegen der „hohen abstrakten Bedrohungslage“, erklärt der Vorspann der Entwürfe.

13.01.2019 - 23:38 [ antikrieg.com ]

Das Ende des Kriegs gegen die Nicht-Droge Hanf

Mit der jüngsten Legalisierung von Hanf in den Vereinigten Staaten von Amerika kann man sich die Frage stellen, warum er überhaupt illegal war. Da es sich um eine nicht psychoaktive Form von Cannabis handelte, war seine Verwendung ausschließlich industriell. Man muss kein Libertärer sein, um zu erkennen, dass das Verbot von Hanf zu den absurdesten und sinnlosesten Gesetzen gehört, die unsere Regierung im zwanzigsten Jahrhundert verabschiedet hat.

21.07.2018 - 09:47 [ Bundestag ]

Drucksache 17/ 6780: Regulierung privater Militär- und Sicherheitsfirmen – Antwort der Bundesregierung

(5.9.2011) GroĂźe Anfrage der Abgeordneten Katja Keul, Tom Koenigs, Omid Nouripour, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BĂśNDNIS 90/DIE GRĂśNEN II.

Umsetzung des Antrags auf Bundestagsdrucksache 16/10846

8. Inwiefern hat die Bundesregierung den Antrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD „Nichtstaatliche militärische Sicherheitsunternehmen kontrollieren“ umgesetzt?
Inwiefern wurde bzw. werden insbesondere
a) die Registrierung von privaten militärischen Sicherheitsunternehmen eingeführt und diese zur Mitteilung ihrer Vertragsabschlüsse verpflichtet,
b) ein Lizenzierungssystem für militärische Dienstleistungen von Unternehmen eingeführt,
c) eine Selbstregulierung der PMSF durch einen Verhaltenskodex gefördert,

Antwort der Bundesregierung:
Der Antrag wurde im Laufe der Beratungen im Deutschen Bundestag modifiziert. Eine Registrierung und Lizenzierung von Militär- und Sicherheitsfirmen wurde nicht eingeführt.

21.07.2018 - 09:17 [ Bundestag ]

Drucksache 16/10846: Nichtstaatliche militärische Sicherheitsunternehmen kontrollieren

(12.11.2008) II. Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf,
national
1. die Registrierung von privaten militärischen Sicherheitsunternehmen einzuführen und diese zur Mitteilung ihrer Vertragsabschlüsse zu verpflichten;
2. ein Lizenzierungssystem für militärische Dienstleistungen von Unternehmen einzuführen;
3. eine Selbstregulierung der privaten militärischen Sicherheitsunternehmen
durch einen Verhaltenskodex zu fordern;
(…)

International:
(…)
4. die Legalisierung des Geschäftsbereichs durch gesetzliche Regelungen in Form der Registrierung, Lizenzierung und Bindung an die in Verträgen fest-
zulegenden Rahmenbedingungen fĂĽr den jeweiligen Einsatz voranzutreiben.

Berlin, den 12. November 2008
Volker Kauder, Dr. Peter Ramsauer und Fraktion
Dr. Peter Struck und Fraktion

21.07.2018 - 08:58 [ Radio Utopie ]

Fälschten Regierungsfraktionen die Unterschriften von Abgeordneten unter zurückgezogenes Söldner-Gesetz?

(5.Dezember 2008) Die Angelegenheit ist so ungeheuer, dass selbst die ARD ausser dem gestrigen Artikel auf „tagesschau.de“ bisher nicht in den Fernsehnachrichten darĂĽber zu berichten wagte. Auch in den Konzernmedien wurde der Vorgang komplett totgeschwiegen.

Was war gestern Abend geschehen?

In letzter Sekunde hatten die FĂĽhrungen der Regierungsfraktionen SPD, CDU und CSU den Antrag mit der Kennzeichnung „Drucksache 10846“ klammheimlich verschwinden lassen, nur Stunden vor der nach Mitternacht angesetzten Abstimmung.