Archiv: elektronische Kolonien / Datenabbaugebiete / elektronischer Kolonialismus / Feudalismus / electronic colonies / data mining zones / electronic colonialism / feudalism


13:32 [ Netzpolitik.org ]

Einer Demokratie unwĂĽrdig

Die Bundesregierung will BKA und Bundespolizei zudem bald weitere, extrem invasive MaĂźnahmen der automatisierten Ăśberwachung erlauben: Eine Internetsuchmaschine fĂĽr Stimmen und Gesichter und eine Megadatenbank mit KI-gestĂĽtzter Analyse, wie sie auch Palantir im Angebot hat. Entsprechende Befugnisse fĂĽr BND und Verfassungsschutz finden sich ebenfalls im Entwurf des Geheimdienstgesetzes.

Zusammengedacht ergibt das ein System, das vollautomatisiert kontrolliert, was Menschen in der Ă–ffentlichkeit tun, sie bei unerwĂĽnschtem Verhalten identifiziert und dann gleich auch noch recherchiert, wo sie sich bewegen und mit wem sie bekannt sind.

15.07.2026 - 12:41 [ Antiwar.com ]

Senate Democrats Block Advancement of $1.1 Trillion NDAA Over Iran War

Senate Democrats on Tuesday blocked the advancement of the 2027 National Defense Authorization Act, citing President Trump’s war with Iran, which continues to rage following the collapse of the US-Iran Memorandum of Understanding.

The NDAA would provide the Pentagon with over $1.1 trillion in funding as part of the White House’s plan for a $1.5 trillion military budget for 2027, a nearly 50% increase from this year. The bill also includes an amendment, Section 1217, to further merge the US and Israeli militaries under a plan being pushed by Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu.

A procedural vote of 50-46 fell well short of the 60 votes that it needed to advance the NDAA. Every Democrat, except two who weren’t present for the vote — Senators Jon Fetterman (PA) and Alex Padilla (CA) — voted against advancing the sprawling military spending bill.

15.07.2026 - 12:29 [ Common Dreams ]

How Section 219, the US-Israel Military Merger, Would Thwart American Democracy

(July 13, 2026)

The House provision, which has a Senate version known as Section 1217, would also forbid the president of the United States from limiting intelligence collaboration with Israel over its human rights abuses. If the President ever wants to limit such collaboration, he or she must tell Congress and can only cite American national security as a basis.

In other words, these bills would connect the US and Israeli militaries in unprecedented ways and make it exceedingly difficult for any future president to unwind this partnership with a foreign government.

15.07.2026 - 12:14 [ Human RIghts Watch ]

Congressional Proposal Could Deepen US Complicity

(June 16, 2026)

Buried in the US$1.15 trillion National Defense Authorization Act is a provision that would deepen US military cooperation with Israel while walling that cooperation off from further congressional oversight.

Section 219 (formerly section 224) creates the role of an “executive agent” focused on folding Israeli technology into US weapons programs, and vice versa, including in missile and air defense technologies as well as artificial intelligence, quantum computing, cyberwarfare, and autonomous systems. Once implemented, the provision would speed efforts to embed Israeli technologies into US weapons systems in ways almost never codified into law, even for allies. As the protracted experience with unwinding Turkish participation in the F-35 program shows, practically, integration binds the United States to rely on producers in ways that become next to impossible to walk back later, even if lawmakers want to.

(…)

Section 219 also calls for “data fusion.” In defense doctrine, data fusion means combining feeds from many sensors and intelligence sources into a single targeting picture. The United States would be absorbing Israeli data, which may have been collected under problematic mass surveillance programs. Moreover, section 219 would be reinforced by section 622 of the intelligence appropriations bill, which mandates intelligence sharing and would further promote combining US intelligence streams with Israeli ones that could then be used by the Israeli military for targeting.

10.07.2026 - 12:19 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

DER MOLOCH (II): Direktive, Direktive ĂĽber alles? Das Urteil aus Karlsruhe

(March 3, 2010)

Aus Brüssel heraus vollzieht sich die epochale Transformation von Staatsgebilden eines Kontinents zu einer sich selbst begründenden Plutokratie, in einer wunderbaren Welt der Supranationalisten. Über einen Baustein in diesem epischen, imperialen Konstrukt, entschied gestern nun das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Es entschied, dass die „Vorratsdatenspeicherung“, die flächendeckende, anlasslose Telekommunikationsüberwachung der Bevölkerung, vereinbar sei mit dem Grundgesetz. So umging das oberste Gremium der Republik einen offiziellen Staatsstreich: die Aufhebung des Grundgesetzes als Verfassung und dessen Unterordnung unter „europäisches Recht“, mithin die Erklärung der Bundesrepublik als Bundesstaat der „Europäischen Union“.

10.07.2026 - 11:33 [ Netzpolitik.org ]

Mehr als 167.000 Unterschriften gegen das Ăśberwachungspaket

Vor fast leeren Reihen hielten die Abgeordneten am Mittwoch ihre Reden zu den EntwĂĽrfen.

28.06.2026 - 13:56 [ TheHill.com ]

Democratic socialists eye 2028 White House race

(June 25, 2026)

The Democratic Socialists of America (DSA) are eyeing a 2028 presidential bid in the wake of recent electoral successes across the country.

DSA Co-chair Ashik Siddique told The Hill in a Thursday interview that the organization has more than 100,000 members and 200 chapters across the country. “We want people to be talking proactively about what they would want to see in a presidential campaign,” he said. The organization is looking to see how voters would engage and what would motivate them, he added.

18.06.2026 - 20:45 [ ZDF ]

Operation Rubikon

(August 27, 2020)

Jahrzehntelang belauschten BND und CIA die verschlĂĽsselte Kommunikation von ĂĽber 100 Staaten. Die Operation „Rubikon“ wurde bis heute geheim gehalten. Sie gilt als größter Erfolg des BND.

Opfer des Lauschangriffs waren arabische und südamerikanische Länder, aber auch NATO-Partner. Sie vertrauten der Krypto-Technik eines schweizerischen Herstellers – und wurden betrogen. Welche politischen Folgen hatte das jahrelange Mitlesen geheimer Nachrichten?

Politische Handlungen durch Rubikon

Die „Rubikon“-Papiere belegen erstmals, dass BND und CIA zum Beispiel frĂĽhzeitig ĂĽber den Sturz des chilenischen Präsidenten Allende 1973 und die schweren Menschenrechtsverletzungen durch die argentinische Militärjunta informiert waren. Politische Folgen, etwa in Form von Protesten der Bundesregierung, hatte das nicht.

Auch im Falklandkrieg kamen die fĂĽr den Sieg der Briten notwendigen Informationen aus der Operation „Rubikon“: Der BND konnte den militärischen Funkverkehr der Argentinier entschlĂĽsseln. Das britische Militär war so ĂĽber die Bewegungen der argentinischen Streitkräfte informiert. Einer der klar belegbaren Fälle, in denen „Rubikon“ konkrete – und blutige – Konsequenzen hatte.

Kühn und skandalträchtig

Einer der größten Abnehmer für die manipulierten schweizerischen Verschlüsselungsgeräte war der Iran. Jahrzehntelang waren Deutsche und Amerikaner deshalb bestens über die geheimen Regierungskommunikationen des Ajatollah-Regimes informiert und nutzten diese Kenntnisse zum Beispiel in der Geiselaffäre, um die US-Botschaftsangehörigen freizubekommen.

Geheimdienstexperte Prof. Richard Aldrich wertete die dem ZDF exklusiv vorliegenden geheimen Akten aus. Sein Fazit: „Die Operation Rubikon war eine der kĂĽhnsten und auch skandalträchtigsten Operationen, denn ĂĽber hundert Staaten zahlten Milliarden Dollar dafĂĽr, dass ihnen ihre Staatsgeheimnisse gestohlen wurden.“

Der Dokumentation liegen langjährige Recherchen von ZDFinfo, „Frontal 21“, der „Washington Post“ und der „Rundschau“ des Schweizer Fernsehens SRG zugrunde.

18.06.2026 - 20:37 [ SRF Dokus & Reportage / Youtube ]

Cryptoleaks – Wie CIA und BND mit Schweizer Hilfe weltweit spionierten | Doku | SRF Dok

(Februar 13, 2020)

Die CIA und der BND spionierten mit manipulierten Chiffriergeräten der Schweizer Firma Crypto AG jahrzehntelang mehr als 100 Staaten aus, darunter auch befreundete Länder. Dies belegen Recherchen von SRF Rundschau, ZDF und Washington Post.

m Zentrum steht ein Aktenordner mit explosivem Inhalt: 280 Seiten, bisher unbekannte Papiere der Geheimdienste CIA und BND. Sie belegen eine weltweite Geheimdienstoperation. Die geleakten Papiere werfen ein höchst fragwürdiges Licht auf die Schweiz und auf das Zuger Unternehmen Crypto AG, eine Firma für Verschlüsselungstechnik.

Über manipulierte Chiffriermaschinen der ehemaligen Verschlüsselungsfirma horchten die Geheimdienste CIA und BND jahrzehntelang über hundert Staaten ab. Im Nahen Osten, in Asien, in Südamerika und auch in Europa wurde die geheime Kommunikation befreundeter und feindlicher Staaten abgefangen und ausgewertet. Alle abgehörten Länder hatten ihre Crypto-Chiffriermaschinen im guten Glauben in der neutralen Schweiz gekauft.

Welche Folgen hatte die Überwachungsoperation auf die internationale Politik der Nachkriegszeit? Wie gingen die Geheimdienstleute der CIA und des BND vor? Wie wurden die Schweizer Chiffriergeräte manipuliert? Was wussten die Schweizer Behörden? Und was bedeutet dieser Skandal für die Schweizer Neutralität?

18.06.2026 - 20:25 [ Tagesschau.de ]

BND-Gesetz – Dobrindt bremst offenbar Reform

Mandy Sarti, NDR, tagesschau, 11.06.2026 • 16:08 Uhr

18.06.2026 - 20:21 [ Netzpolitik.org ]

Massenüberwachung und Hacking: Der BND soll neue mächtige Instrumente bekommen

(January 12, 2026)

Sowohl Verkehrsdaten als auch Inhalte von massenhaft abgegriffener Kommunikation soll der Geheimdienst bis zu einem halben Jahr speichern und durchforsten dĂĽrfen. Am deutschen Internetknoten DE-CIX in Frankfurt/Main dĂĽrfte der BND neben dem eingehenden nun auch den ausgehenden Datenverkehr ĂĽberwachen.

Das geplante neue Gesetz soll aber auch ganz andere Türen öffnen, die den Geheimen aktives Hacken und Sabotage erlauben würden. Der Geheimdienst dürfte dann in Netzwerke eindringen und sich an aktiven Hacking-Angriffen beteiligen, wenn nach BND-Anfrage nicht freiwillig kooperiert wird. Um Staatstrojaner auf informationstechnischen Systemen aufzubringen, sollen BND-Leute laut FAZ auch heimlich in Wohnungen einbrechen dürfen.

09.06.2026 - 21:14 [ AboutIntel.eu ]

The Club de Berne: a black box of growing intelligence cooperation

(April 1, 2020)

“To date, neither the public, nor Parliament, nor other departments have been informed of the existence, let alone the extent, of the practices of this secret service exchange”, Guttmann notes. Her research work in the Swiss Federal Archives however, does not go beyond the 1980s, as more recent files are subject to the usual 30- to 50-year retention period for documents held by federal authorities. Since then, the CdB has largely been a black box.

09.06.2026 - 20:13 [ Aviva Guttmann / Asia Times ]

Israel’s crack spy agencies rely on help from their friends

(October 16, 2025)

When Israel launched its attacks on Iran in the early morning of June 13, many news reports marvelled at the quality and ingenuity of its intelligence agencies in enabling the Israel Defense Forces to strike with such precision. But one element was not talked about in any detail: Israel’s network of relationships with other countries’ intelligence agencies and their contribution to these covert operations.

(…)

While searching the Swiss national archives, I found a large cache of encrypted telegrams that had been shared in a network called Kilowatt. This network involved 18 countries and shared information such as the movements of specific Palestinian people identified as terrorists, including the safe houses and vehicles they used. Mossad was part of Kilowatt and could use the intelligence it received from European partners to plan and carry out its targeted assassinations in Europe. There is also ample evidence in the cables that western governments knew what Mossad was using the intelligence for.

09.06.2026 - 19:49 [ Admin.ch ]

“Club de Berne” meeting in Switzerland

(April 28, 2004)

The CTG was formed in September 2001. Since then it has provided threat assessments to key EU policymakers. Those assessments are based on information provided by member services having access to all relevant intelligence. CTG also provides a forum for experts to develop practical collaboration and an understanding of the terrorist threat.

09.06.2026 - 19:43 [ Heise.de ]

Europäisches Geheimdienstzentrum soll nicht im EU-Kontext operieren

(March 21, 2016)

Die EU-Kommission ist ebenfalls in der CTG vertreten.

(…)

Die CTG wiederum hat der informelle „Berner Club“ ins Leben gerufen, den 1971 Deutschland, Frankreich, Italien, GroĂźbritannien, Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Dänemark und die Schweiz gegrĂĽndet haben sollen. Obwohl dieses Geheimdienstforum einen Wikipedia-Eintrag hat, will sich die Bundesregierung dazu ĂĽberhaupt nicht äuĂźern.

Der entsprechende Frageteil könne „aus GrĂĽnden des Staatswohls nicht ­ auch nicht in eingestufter Form -“ beantwortet werden, schreibt das Innenressort.

09.06.2026 - 18:20 [ Netzpolitik.org ]

Europäische Inlandsgeheimdienste sind weltweit vernetzt

(05.03.2020)

Das Bundesamt für Verfassungsschutz arbeitet im „Berner Club“ mit den Auslandsgeheimdiensten Mossad und CIA zusammen. Mit weiteren Behörden tauscht der deutsche Inlandsgeheimdienst Informationen zu „nicht-islamistischem Terrorismus“ sowie „Rechts- und Linksextremismus“. Wegen des „Staatswohls“ hielt die Bundesregierung diese Details bislang geheim.

05.06.2026 - 21:31 [ Reuters ]

Exclusive: UK adopts SpaceX‘s Starshield for military operations, sources say

(June 2, 2026)

Britain has begun using SpaceX‘s militarised satellite network Starshield, according to two people familiar ​with the matter, making it among the first countries outside the United States to adopt Elon Musk‘s government-focused variant ‌of Starlink.
Starshield, developed for the U.S. government, is designed for military and intelligence missions with enhanced security features, while SpaceX‘s standard Starlink broadband service is aimed at consumer and commercial use.

05.06.2026 - 21:27 [ Reuters ]

Exclusive: Pentagon spars with SpaceX over Starlink price hike during Iran war

(May 26, 2026)

The ongoing disputes, which have not previously been reported, underscore how the Pentagon’s growing reliance on SpaceX is handing Musk greater leverage over a critical layer of U.S. national security – at a time when SpaceX ​is seeking to boost revenue ahead of an IPO next month that could be among the biggest in history.
Unlike consumer Starlink terminals available at stores including Walmart, SpaceX sells a military-specific version called Starshield to the Pentagon under a 2023 agreement. Starshield terminals can connect to both commercial Starlink ​satellites and a separate, more secure constellation, also called Starshield, according to a person familiar with the matter.