Archiv: Radio Utopie


30.05.2026 - 20:35 [ Nachrichtenagentur Radio Utopie ]

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28.05.2026 - 15:39 [ Nachrichtenagentur Radio Utopie ]

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26.05.2026 - 16:15 [ Nachrichtenagentur Radio Utopie ]

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24.05.2026 - 14:55 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

Was ich und Radio Utopie so machen

Falls irgendwer von Euch so hanebüchend großzügig sein sollte, mir einen Kaffee pro Monat zu kaufen (oder sogar anderthalb), so tut das via Steady. Internationale Leserfinanzierungsmodelle kann ich offenbar knicken, da ich unter einer Art von Sanktionen zu stehen scheine. Was für eine Überraschung..

Schöne Pfingsten noch. In 2026.

18.05.2026 - 03:34 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

Deutschland zieht nicht, es kriecht in den nächsten Angriffskrieg

(June 25, 2019)

Zusammenfassung zur Situation um den drohenden neuen Krieg im achtzehnjährigen Terrorkrieg, diesmal gegen den Iran.

Schon bevor die heute existierende internationale Kriegskoalition von Singapur bis Saudi-Arabien („Internationale Allianz gegen den Islamischen Staat“, oder „Anti-I.S.-Allianz) im September 2014 auf dem N.A.T.O.-Gipfel in Wales gegründet wurde, warnte Radio Utopie vor einem Terrorkrieg 2.0 und vor „noch mehr Eroberungen islamischer Staaten, wegen dem „Islamischen Staat““.

Damals forderte der damalige U.S.-Außenminister von Trumps Vorgänger Barack Obama, John Kerry, am 29. August 2014 eine „globale Koalition“ gegen den „Islamischen Staat“.

Gestern nun forderte Trumps Außenminister Mike Pompeo eine „globale Koalition“ gegen den islamischen Staat Iran, passenderweise vorgetragen bei einem Blitzbesuch Pompeos in Saudi-Arabien.

Als vor dreieinhalb Jahren Pazifisten, Sozialdemokraten und politische Linke in Deutschland der Entsendung der staatlichen Luftwaffe in die Kriege im Irak und Syrien tatenlos zusahen, warnten wir bereits vor deren moralisch-politischem Zusammenbruch und Kapitulation. Die genau zu diesem Zweck exekutierte psychologische Kriegführung gegen die Bevölkerung setzt sich bis heute praktisch ohne Widerstand politisch links stehender Kräfte fort. Die Logik des Terrorkrieges (Behauptungen von Behörden / Autoritäten darf nicht widersprochen und muss alles abgekauft werden) wird von den Betreffenden weiter willig geschluckt.

18.05.2026 - 03:31 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

U.S.-Imperium will „globale Koalition“ für Terrorkrieg 2.0 und bastelt an „Nachrüstung“ der Kriegsvollmacht aus 2001

(September 2, 2014)

Auf dem Gipfel des Nordatlantikpakts in Wales wird es weniger um Russland als um die Frage gehen, mit welcher schwachsinnigen Ausrede nun die N.A.T.O. den am 4. Oktober 2001 ausgerufenen „kollektiven Verteidigungsfall“ aufrechterhalten will.

Eine Option: Noch mehr Eroberungen islamischer Staaten, wegen dem „Islamischen Staat“.

04.05.2026 - 11:09 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

Als das Bundesverfassungsgericht Deutschland zur elektronischen Kolonie erklärte

(June 15, 2017)

Mit seinen Beschlüssen 2 BvE 5/15 (verkündet am 14.10.2016, aber schon vom 20.09.2016) und 2 BvE 2/15 (verkündet am 15.11.2016, aber schon vom 13.10.2016) gab das Bundesverfassungsgericht das unauffällige Startsignal für den Beschluss des neuen B.N.D.-Gesetzes am 21.10.2016 im Bundestag.

Die Absegnung des B.N.D.-Gesetzes durch ihre Über-Dreiviertel-Mehrheit im Parlament, gegen die es laut Karlsruhe nun keine Opposition mehr im Sinne von Artikel 44 des Grundgesetzes gab, hatte die Regierung bis zu den Freifahrtscheinen der Verfassungsrichter taktisch verzögert.

Am 12. Dezember 1970 hatte das „Abhörteil“ (BVerfGE 30, 1) vom Verfassungsgericht Westdeutschlands die Aufhebung der Gewaltenteilung beim Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis durch die Verfassungsänderungen der „Notstandsgesetze“ als verfassungsgemäß beurteilt. Das damalige Urteil war gegen schwerste Bedenken und vorausschauende Warnungen der Verfassungsrichter Geller, Dr. v.Schlabrendorff und Dr. Rupp mit 5 zu 3 Stimmen entschieden worden.

Im Jahre 2016 nun übertrugen Andreas Voßkuhle, Peter M. Huber, Monika Hermanns, Sibylle Kessal-Wulf, Peter Müller, Doris König und Ulrich Maidowski die Machtfülle der in 1968 unter Besatzungsrecht geschaffenen „Notstandsgesetze“ der damaligen „großen Koalition“ auf deren heutige Nachfolger.

Und in Deutschland, wie es heute ist, eskalierten die Verfassungsrichter selbst die damalige antidemokratische und antiparlamentarische Auslegung des Grundgesetzes ein weiteres Mal…

13.03.2026 - 19:41 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

Meine Interpretation dieser Republik: Ein Haufen Schwachsinniger, Lügner und Feiglinge

(June 20, 2014 / no specific date)

Ich lebe in einem Land ohne Verteidigung. Weder verteidigt es einen einzigen seiner Menschen, noch sich selbst. Dieses Land ist ein Land der Opfer und der Untertanen. Und als Ausgleich wird ihm regelmäßig irgendetwas gegeben, woran es sich abreagieren kann. Irgendein Nächstschwächerer. Oder so ein Nörgler, wie ich zum Beispiel.

Vertun Sie sich nicht.

29.01.2026 - 21:38 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

Warum das Atomabkommen für den Iran von Anfang an wertlos war

(May 14, 2018)

D.h., das Atomabkommen gilt faktisch nur für die Vertragsparteien ohne Vetomacht im U.N.-Sicherheitsrat: den Iran, Deutschland und die Europäische Union.

Es ist anzunehmen, dass sich jetzt wieder einmal alle beteiligen Regierungen auf die Unfähigkeit herausreden ihren eigenen Betrug zu verstehen.

Eine U.N.-Resolution ist Teil des am 14. Juli 2015 unterschriebenen internationalen Iranabkommen / Atomabkommen (Joint Comprehensive Plan of Action, J.C.P.O.A.).

Bereits Monate vorher warnte Radio Utopie ausdrücklich vor genau dieser kommenden U.N.-Resolution und der damit zusammenhängenden Frage der Sanktionen. (4. April 2015, Das Iran-Abkommen: Wende oder Hebel)

Und schon zuvor warnten wir im März 2015 davor, dass diese kommende U.N.-Resolution sich ausgerechnet auf Kapitel VII der nach dem Zweiten Weltkrieg beschlossenen Charta der Vereinten Nationen berufen solle

Genau das tut die am am 20. Juli 2015 im U.N.-Sicherheitsrat beschlossene Resolution 2231 (2015), indem sie sich in ihren entscheidenen Abschnitten („decides“) auf Artikel 41 (und damit Kapitel VII) der Charta der Vereinten Nationen beruft.

29.01.2026 - 21:27 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

Das Iran-Abkommen: Wende oder Hebel

(April 4, 2015)

Am 23. März meldete der britische „Telegraph“, dass sich in der iranischen Zeitung Kayhan Abgeordnete des iranischen Majlis über die Verhandlungsstrategie von Außenminister Zarif beschwerten und bezüglich einer von Zarif angestrebten Resolution nach Kapitel VII der U.N.-Charta als einer „Falle“ sprachen. Auch der eine oder andere Generalissimus, wie überall Repräsentant der örtlichen Hochkultur, befand – gerade noch rechtzeitig – es sei vielleicht doch keine so gute Idee sich mit der Zustimmung zu einer Kapitel VII-Resolution auch noch selbst als Gefährdung des Weltfriedens zu bezeichnen, nur weil man Atomkraftwerke und medizinische Anlagen samt Forschung dazu betreibt.

Im nun vorgestern am 2. April in Lausanne von den Regierungen der Vereinigten Staaten von Amerika, des Vereinigten Königreichs, der Russischen Föderation, von China, Frankreich und Deutschland gemeinsam mit Iran beschlossenen und veröffentlichten Abkommen ist von einer „neuen Resolution des Sicherheitsrates“ die Rede, die das Abkommen bzw dessen „Joint Comprehensive Plan of Action“ (JCPOA) „unterstützen“ und auf dessen vollständige Umsetzung „drängen“ soll.

Frage: Nach Kapitel VII U.N.-Charta? Bei „ernsthaften Konsequenzen“ für den Iran, wegen erklärter Gefährdung von „internationalen Frieden und Sicherheit,“ wegen behaupteter oder tatsächlicher Vertragsverletzungen?

31.12.2025 - 12:34 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

Alle wissen, wie der Krieg gegen die Ukraine beendet werden kann

(March 5, 2022)

Dazu ein paar Klarstellungen, weder kurz, noch schmerzlos.

Ich spare mir zu Anfang die Erklärungen und setze diese unter die konkreten kurzfristigen und langfristigen Maßnahmen und Bedingungen, mit denen zunächst der Angriffskrieg der russischen Regierung unter Kommando Präsident Putins gegen die Ukraine und dann langfristig der Krieg in der Ukraine insgesamt beendet werden kann.

Die Maßnahmen bzw Bedingungen für und in der Ukraine.

– Neutralität, also weder Mitgliedschaft im Nordatlantikpakt N.A.T.O., noch in der Europäischen Union. Modell ähnlich wie Yugoslawien und Finnland nach dem Zweiten Weltkrieg.

– bestimmt nicht demilitarisiert, sondern bis an die Zähne bewaffnet, allerdings ohne Atomzähne jedweder Art, weder Entwicklung noch Stationierung

– nach Wahl der ukrainischen Regierungen bzw Parlamentsmehrheiten jeweils Handelspakte und Waffenlieferungen mit bzw durch E.U. und N.A.T.O., ähnlich wie mit der Schweiz oder Schweden.

(…)

Was eine (weitere) verantwortliche, eine rationale, eine solidarische Maßnahme aus dem Weißen Haus wäre, ähnlich wie die Zurückhaltung was die Provokationen aus dem Kreml angeht: von sich aus auf eine N.A.T.O.-Mitgliedschaft der Ukraine zu verzichten. Neben der Lieferung von Defensivwaffen gäbe es nichts Besseres, was „der Westen“ derzeit für die Ukraine tun kann. Man könnte vielleicht auch verkünden, man habe sich in den letzten 30 Jahren mit der N.A.T.O. genug gedehnt. Und zwanzig Jahre lang genug ruhmreichen Terrorkrieg geführt. Ein paar Millionen Tote würden nun reichen.

28.12.2025 - 09:04 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

Nach Irakkrieg II jetzt Somaliakrieg II: kleine Chronologie für den Bimbesbürger

(Dezember 11, 2008)

Wissen Sie, wenn Sie hier schon immer vorher alles lesen können was unsere Berliner Chunta und ihre Chefs in Washington ausbaldowern, dann jammern Sie jetzt wenigstens nicht rum wenn wir Ihnen das ausführlich erläutern.

(…)

Kapitel III: Der erste Irakkrieg und der Zerfall Somalias

Bereits während des Zusammenbruchs der Sowjetunion wurde der somalische Diktator Siad Barre und Statthalter der USA am Horn von Afrika aus Washington plötzlich fallen gelassen.
Über die Gründe heisst es da im dt-sprachigen Wikipedia-Eintrag

„als Menschenrechtsverletzungen seines Regimes umfangreicher und offensichtlicher wurden und er nach dem Ende des Kalten Krieges seine Bedeutung als Bündnispartner verloren hatte„

„Seine Bedeutung als Bündnispartner verloren“. Am Horn von Afrika. In dem Augenblick, als der Truppenaufmarsch des US-Militärs in der Region für den ersten Irakkrieg losging?
Denn nachdem der irakische Diktator Saddam Hussein am 2.August 1990 urplötzlich in Kuwait einmarschiert war, begann unmittelbar darauf bereits ein bis dato unvorstellbarer Militäraufmarsch der USA in der arabischen Welt, angeblich für eine „insgesamt defensive“ Militäraktion um den Irak am Eindringen nach Saudi-Arabien zu hindern.

Am frühen Morgen des 17. Januar 1991 beginnen die Alliierten den ersten Irakkrieg mit einem massiven Luftschlag.
Am 26.Januar 1991 muss der durch die USA fallengelassene Diktator Somalias Siad Barre aus der Hauptstadt Mogadishu fliehen.

Am 12. April 1991 tritt der „Waffenstillstand“ zwischen den US-geführten Koalitionsstreitkräften und dem irakischen Diktator Saddam Hussein in Kraft, welcher bekanntermassen jahrzehntelang zuvor als treuer CIA-Agent gedient hatte. Roger Morris umschrieb es später während des zweiten Irakkrieges am 14.März 2003 in der New York Times folgendermassen:„Erinnert Euch: Saddam war unser Mann“.

Hussein war bereits 1968 unter US-President Lyndon B.Johnson mit Hilfe der CIA im Irak an die Macht geputscht worden.

Am 28. Mai 1991 verkündete dann das Pentagon, dass 464.000 US-Soldaten (welche die plötzlich abgebrochene Invasion des Irak durchgeführt hatten) inzwischen die „Region am Persischen Golf“ verlassen hätten. 76.000 Soldaten blieben dort allerdings stationiert.

US-Truppen waren also zu Zehntausenden in einer Region, die noch zwei Jahre zuvor für sie absolut tabu gewesen war. Was passierte nun?
Püntklich zum Ende des Irakkrieges Nr.1 zerfiel der Staat Somalia.

Kapital IV: Vom Golf nach Somalia

Am 18.Mai 1991, also zehn Tage vor Verkündung des offiziellen Waffenstillstands im Irak, verkündet Somaliland seine Unabhängigkeit.
Es grenzt im Norden direkt an die französische Küstenkolonie Djibouti („Dschibuti“), dem traditionell wichtigsten Militärstützpunkt für „westliche“ Flotten und Militärs in der Region, in welchem US-Spezialeinheiten und Geheimdienste der NATO-Staaten ein und aus gehen.

Während in Somaliland seitdem relative Ruhe herrscht, bricht im restlichen Somalia 1991 das Chaos aus. Rivalisierende Warlords stecken ihre Claims ab und kämpfen um die Macht.

Gleichzeitig spielt sich im bis zum Ende der Sowjetunion aus Moskau unterstützten Äthiopien eine interessante Paralellentwicklung ab….

15.11.2025 - 06:52 [ Daniell Neun / Radio Utopie ]

Als das Bundesverfassungsgericht Deutschland zur elektronischen Kolonie erklärte

(Juni 15, 2017)

Mit seinen Beschlüssen 2 BvE 5/15 (verkündet am 14.10.2016, aber schon vom 20.09.2016) und 2 BvE 2/15 (verkündet am 15.11.2016, aber schon vom 13.10.2016) gab das Bundesverfassungsgericht das unauffällige Startsignal für den Beschluss des neuen B.N.D.-Gesetzes am 21.10.2016 im Bundestag.

Die Absegnung des B.N.D.-Gesetzes durch ihre Über-Dreiviertel-Mehrheit im Parlament, gegen die es laut Karlsruhe nun keine Opposition mehr im Sinne von Artikel 44 des Grundgesetzes gab, hatte die Regierung bis zu den Freifahrtscheinen der Verfassungsrichter taktisch verzögert.

Am 12. Dezember 1970 hatte das „Abhörteil“ (BVerfGE 30, 1) vom Verfassungsgericht Westdeutschlands die Aufhebung der Gewaltenteilung beim Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis durch die Verfassungsänderungen der „Notstandsgesetze“ als verfassungsgemäß beurteilt. Das damalige Urteil war gegen schwerste Bedenken und vorausschauende Warnungen der Verfassungsrichter Geller, Dr. v.Schlabrendorff und Dr. Rupp mit 5 zu 3 Stimmen entschieden worden.

Im Jahre 2016 nun übertrugen Andreas Voßkuhle, Peter M. Huber, Monika Hermanns, Sibylle Kessal-Wulf, Peter Müller, Doris König und Ulrich Maidowski die Machtfülle der in 1968 unter Besatzungsrecht geschaffenen „Notstandsgesetze“ der damaligen „großen Koalition“ auf deren heutige Nachfolger.

Und in Deutschland, wie es heute ist, eskalierten die Verfassungsrichter selbst die damalige antidemokratische und antiparlamentarische Auslegung des Grundgesetzes ein weiteres Mal.

Die durch die Verfassungsänderungen der „Notstandsgesetze“ und das nachfolgende erste Artikel 10-Gesetz vom 13. August 1968 geschaffene G 10-Kommission, als einziges parlamentarisches Gremium bevollmächtigt Inlandsspionage der Behörden zu verbieten, hatte dies siebenundvierzig Jahre effektiv nicht getan und lediglich als Feigenblatt der Regierungsmacht gedient.

Als die G 10-Kommission schließlich Mitte 2015 zum ersten Mal in ihrer Geschichte gegen die Regierung revoltierte und Einblick in die sogenannte „N.S.A.-Selektorenliste“ verlangte – eine Liste mit Spionagezielen, die der Bundesnachrichtendienst abgelehnt hatte, nicht etwa einer Liste mit tatsächlich anvisierten Zielen – verweigerte die Regierung selbst diesem Gremium die Einsichtnahme. Als die G 10-Kommission dann im Dezember 2015 endlich Verfassungsklage einreichte, stellte sie keinen Eilantrag.

Am 14. Oktober 2016 weigerte sich dann das Bundesverfassungsgericht im (wie erwähnt bereits am 20. September 2016 getroffenen) Beschluss 2 BvE 5/15, die Verfassungsklage der G 10-Kommission auch nur anzunehmen.

Begründung der Karlsruher Richter: Ihrer Interpretation des Grundgesetzes nach, sei die vom Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestages gewählte G 10-Kommission kein „Hilfsorgan“ (Wortlaut Artikel 10 Grundgesetz) des Bundestages, weil sie in dessen Geschäftsordnung (!) nicht „mit eigenen Rechten ausgestattet“ sei.

Abseits dieser bizarr anmutenden Begründung hatte das Urteil einen verheerenden, tatsächlichen Kern: eben den Bezug auf die Legitimierung der „Notstandsgesetze“ Westdeutschlands durch das „Abhörurteil“ BVerfGE 30, 1, von 1970. In einem in der Tat historischen Schritt bestätigten die Verfassungsrichter nicht nur die seitdem als verfassungsgemäß geltende selektive Außerkraftsetzung der Gewaltenteilung, sondern vollzogen in deren letzter Konsequenz selbst die Erniedrigung der parlamentarischen G 10-Kommission und entblößten diese als Placebo, als jahrzehntelanges, lediglich im Falle von Folgsamkeit geduldetes Feigenblatt exekutiver Willkürmacht.

09.10.2025 - 19:47 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

Wie prognostiziert: Israel will deutsche „Inspektoren“ in Gaza und droht anderenfalls mit neuem Massaker

(August 7, 2014)

Heute Nacht nun – Todesstatistik: über 1800 ermordete Palästinenser – veröffentlichte die Springer AG über eine kostenpflichtige Online-Ausgabe von „Bild“ ein Interview mit dem faschistischen Außenminister Israels Avigdor Lieberman. Aus der Mannschaft der üblichen Verdächtigen nahm dann der „Focus“ den Ball auf und zitierte Lieberman, in seinem von uns exakt voraus gesagten maximalen Zynismus:

„Die Deutschen als politische Führungsnation in Europa müssen eine ganz entscheidende Rolle im Gaza-Konflikt einnehmen. Deutschland muss die Regierung der EU an einen Tisch bringen und eine Lösung entwickeln, um die wirtschaftliche und humanitäre Katastrophe in Gaza abzuwenden.“

Die Botschaft des sicherlich proasiatischen ex-Türstehers aus Moldawien Lieberman ist klar: „Gebt uns Soldaten, ihr Deutschen, ihr Führer des Imperiums über den Kontinent, sonst bringen wir weiter Palästinenser um und ihr seid Schuld! Ihr seid schuld! Wie immer!“

Wie berichtet, war die Fußmatte Israels, Frank-Walter Steinmeier, schon in den letzten Tagen voran gekrochen und hatte sich seinen Lieblingsfaschisten lang hin auf den Weg gelegt. Am 3. August versprach der Außenminister von Deutschland in der Springer AG seinen Herrn und Meistern die „Herrschaft der Hamas“ in ihrer Kolonie Gaza zu brechen und redete diesbezüglich von einer „Reaktivierung“ des seit 2005 aktiven und erst kürzlich von der „Europäischen Kommission“ bis 2015 verlängerten Mandats der Polizeimission E.U.B.A.M.

In seiner ganzen bräsigen Robotortour von uns mal wieder kalt erwischt, faselte Steinmeiers Auswärtiges Amt dann gestern etwas von einer Entsendung „unbewaffneter“ (!) deutscher Polizisten nach Gaza, offensichtlich um ein Bundestagsmandat zu umgehen.

11.07.2025 - 23:58 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

Staat und Volk haben das Grundgesetz nicht verdient. Sie haben es nötig.

(June 22, 2021 / kein spezifisches Datum)

All den Verwirrten, Verblödeten und Passiven in der berühmten „breiten Mehrheit“ der Deutschen – dazu zählen leider trotz über dreizehn Jahren unserer Arbeit offensichtlich auch Leser und Leserinnen von Radio Utopie – möchte ich hier in gestützter Kommunikation versuchen begreiflich zu machen:

Wie der Staat und seine Funktionäre habt Ihr das Grundgesetz nicht verdient, genauso wie die Demokratie. Ihr habt es nie erkämpft, ihr habt es nie verteidigt und ihr tut nichts dafür.

Nochmals – aus meiner Sicht ist folgende grundlegende Erkenntnis nötig:

„Weder wollen die Deutschen denken, noch können sie es. Auch wollen sie weder eine Demokratie, noch können oder begreifen sie diese.

Genau das ist der allerbeste Grund sie ihnen unbedingt zu erhalten.“

15.06.2025 - 19:47 [ Daniel Neun and Radio Utopie / Patreon ]

Daniel Neun and Radio Utopie

Technically speaking, I‘m an alien. I don‘t live on this planet, let alone Germany. I live in Berlin. Now you say „Take care of your own planet!“. Love to, but as long as the ion drive isn‘t common available that‘s not an option.

20.04.2025 - 22:29 [ Daniel Neun and Radio Utopie / Patreon ]

Daniel Neun and Radio Utopie: About

Technically speaking, I‘m an alien. I don‘t live on this planet, let alone Germany. I live in Berlin. Now you say „Take care of your own planet!“. Love to, but as long as the ion drive isn‘t common available that‘s not an option.

So,I am an artist. Music. Wonderful. Very good.

Then, I am an online journalist. That‘s not so good.

Actually there are a lot of bad news every day. The good news is: you find those on my news agency which is kinda unique.

16.04.2025 - 06:14 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

Meine Interpretation dieser Republik: Ein Haufen Schwachsinniger, Lügner und Feiglinge

(June 20, 2014)

Ich lebe in einer Republik, in denen den Menschen ihr eigener Verstand fast nichts mehr zählt.

Ich bin es leid, meinen lieben MitbürgerInnen versuchen das Lesen beizubringen. Ich bin es leid dreißig, vierzig Mal das Gleiche zu schreiben, bis diese es schaffen zu begreifen und weiterzuerzählen. Ich bin es aber vor allem leid darauf zu warten, bis diese unaussprechlich verkommenen Staatsschauspieler des Bundestages mal wieder aus ihrem Urlaub zurück kommen, den sie sich rund sieben Monate im Jahr gönnen, um mir dann deren Ausreden und Erklärungen anzuhören, warum sie ja nichts machen können, weil sie nur im Parlament sitzen.

05.03.2025 - 12:52 [ Daniel Neun and Radio Utopie / Patreon ]

In case you haven´t seen it: ELEMENT

This song I did with Czech singer Monica Pokorna, who also directed the video, received over 250.000 views on Rumble (by the way: dont‘publish there…) The German lyrics are to be found on bandcamp. Produced by british artist James Cook.

26.08.2024 - 18:35 [ Nachrichtenagentur Radio Utopie ]

3 1/2 months of work gone West

To cut a long story short:
– our hoster lost a server somewhere on a farm, shortly before an update.
– hoster‘s daily backups of a week didn‘t work.
– it was all coincidence.
– this news agency been has been restored with a backup of May 2024. And we are supposed to be lucky.

If you have the opportunity: do not use German tech or infrastructure. Just don´t do that.

26.08.2024 - 18:20 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

Hetzners fette Beute

Stellt Euch vor, Radio Utopie hätte nie existiert. Die letzten siebzehneinhalb Jahre hätte es nie gegeben – bzw, ohne uns. Einfach alles weg.

Es hätte fast hingehauen. Aber nur fast.

02.11.2023 - 21:43 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

Wie prognostiziert: Israel will deutsche “Inspektoren” in Gaza und droht anderenfalls mit neuem Massaker

(7. August, 2014)

Die Botschaft des sicherlich proasiatischen ex-Türstehers aus Moldawien Lieberman ist klar: “Gebt uns Soldaten, ihr Deutschen, ihr Führer des Imperiums über den Kontinent, sonst bringen wir weiter Palästinenser um und ihr seid Schuld! Ihr seid schuld! Wie immer!”

Wie berichtet, war die Fußmatte Israels, Frank-Walter Steinmeier, schon in den letzten Tagen voran gekrochen und hatte sich seinen Lieblingsfaschisten lang hin auf den Weg gelegt. Am 3. August versprach der Außenminister von Deutschland in der Springer AG seinen Herrn und Meistern die “Herrschaft der Hamas” in ihrer Kolonie Gaza zu brechen und redete diesbezüglich von einer “Reaktivierung” des seit 2005 aktiven und erst kürzlich von der “Europäischen Kommission” bis 2015 verlängerten Mandats der Polizeimission E.U.B.A.M.

In seiner ganzen bräsigen Robotortour von uns mal wieder kalt erwischt, faselte Steinmeiers Auswärtiges Amt dann gestern etwas von einer Entsendung “unbewaffneter” (!) deutscher Polizisten nach Gaza, offensichtlich um ein Bundestagsmandat zu umgehen.

Heute nun statt der Fälschung Steinmeier und seiner von ihm übernommenen Fantompartei S.P.D. das Original: der Faschist Avigdor Lieberman.

Der Außenminister des Jerusalemer Regimes, dem bereits ein Verfahren vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag droht und gegen das der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen eine Untersuchungskommission wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen verhängt hat, machte denn auch völlig klar, was er von den angeforderten deutschen “Inspektoren” erwartet und was der Kolonie Gaza droht wenn dort nicht gespurt und sich gefälligst wieder unterworfen wird, wie anno dünnemal unter der Fatah und ihrer “Autonomiebehörde”: ein neues Massaker.

16.04.2023 - 13:04 [ Bild.de ]

Der Edathy-Krimi: Hat das BKA zwei Jahre weggesehen?

24.02.2014 – 00:01 Uhr

Ein böser Verdacht wabert durchs Berliner Regierungsviertel: Hat das Bundeskriminalamt (BKA) im Fall Edathy wichtige Hinweise über zwei Jahre hinweg bewusst ignoriert?

16.04.2023 - 12:58 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

Die Vor-Bild-flutliche Demokratie

(24.02.2014)

19. Februar, Sitzung des Innenausschusses. Anhörung von Jörg Ziercke. Die Herren Abgeordneten – ich will diese honorigen Herrschaften jetzt lieber nicht namentlich erwähnen, sie müssten mittlerweile irgendwo in Grund und Boden versunken sein – kommen also aus dem Walhalla des Parlamentarismus heraus, pflanzen sich vor die Kameras und machen in Opposition. Reden tun sie dabei wie immer. Sagen tun sie nichts. Keine Information. Man habe auf Granit gebissen. Da könne man eben nichts machen. Aber man werde dranbleiben. Ganz bestimmt.

Enter Jörg Ziercke. Elvis has left the building, Ladies and Gentlemen. Und jetzt noch, vor lauter Güte, eine kleine Nachaufführung vor den KollegInnen der Presseschauspieler.

Nach dem Statement des seit 2004 amtierenden B.K.A.-Präsidenten warte ich ab. Vielleicht macht ja irgendjemand irgendwas. Vielleicht hat ja jemand zugehört. Jemand muss es doch gemerkt haben. Es kann hier doch nicht jeder entweder zu dumm oder gekauft sein.

Aber nein. Wieder nichts. Diesmal warte ich nicht bis zum nächsten Tag. (19.02.2014, Ziercke: Bundeskriminalamt saß zwei Jahre auf Edathys Namen)

Fünf Tage später. Ja, fünf. Die Mutigsten und Schlauesten sind ja bekanntlich Partei-Funktionäre in diesem Land, weil sie in der Lage sind sich ein “Bild” zu machen.

Wer auch immer irgendwann einmal über diese Zeit und diese Tage in dieser Republik erzählen wird – oder muss – er hat mein Mitgefühl.

Das war´s dann aber auch schon.

28.12.2022 - 08:24 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

Die Vor-Bild-flutliche Demokratie

(24.02.2014)

19. Februar, Sitzung des Innenausschusses. Anhörung von Jörg Ziercke. Die Herren Abgeordneten – ich will diese honorigen Herrschaften jetzt lieber nicht namentlich erwähnen, sie müssten mittlerweile irgendwo in Grund und Boden versunken sein – kommen also aus dem Walhalla des Parlamentarismus heraus, pflanzen sich vor die Kameras und machen in Opposition. Reden tun sie dabei wie immer. Sagen tun sie nichts. Keine Information. Man habe auf Granit gebissen. Da könne man eben nichts machen. Aber man werde dranbleiben. Ganz bestimmt.

Enter Jörg Ziercke. Elvis has left the building, Ladies and Gentlemen. Und jetzt noch, vor lauter Güte, eine kleine Nachaufführung vor den KollegInnen der Presseschauspieler.

Nach dem Statement des seit 2004 amtierenden B.K.A.-Präsidenten warte ich ab. Vielleicht macht ja irgendjemand irgendwas. Vielleicht hat ja jemand zugehört. Jemand muss es doch gemerkt haben. Es kann hier doch nicht jeder entweder zu dumm oder gekauft sein.

Aber nein. Wieder nichts. Diesmal warte ich nicht bis zum nächsten Tag. (19.02.2014, Ziercke: Bundeskriminalamt saß zwei Jahre auf Edathys Namen)

Fünf Tage später. Ja, fünf. Die Mutigsten und Schlauesten sind ja bekanntlich Partei-Funktionäre in diesem Land, weil sie in der Lage sind sich ein “Bild” zu machen.

Wer auch immer irgendwann einmal über diese Zeit und diese Tage in dieser Republik erzählen wird – oder muss – er hat mein Mitgefühl.

Das war´s dann aber auch schon.