Archiv: Verfassungsrichter / Oberste Richter / Richterinnen / Constitutional Judges / Supreme Judges


18.10.2026 - 14:39 [ Bundesverfassungsgericht.de ]

Urteil vom 27. Februar 2008

Die heimliche Infiltration eines informationstechnischen Systems, mittels derer die Nutzung des Systems ĂŒberwacht und seine Speichermedien ausgelesen werden können, ist verfassungsrechtlich nur zulĂ€ssig, wenn tatsĂ€chliche Anhaltspunkte einer konkreten Gefahr fĂŒr ein ĂŒberragend wichtiges Rechtsgut bestehen. Überragend wichtig sind Leib, Leben und Freiheit der Person oder solche GĂŒter der Allgemeinheit, deren Bedrohung die Grundlagen oder den Bestand des Staates oder die Grundlagen der Existenz der Menschen berĂŒhrt. Die Maßnahme kann schon dann gerechtfertigt sein, wenn sich noch nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit feststellen lĂ€sst, dass die Gefahr in nĂ€herer Zukunft eintritt, sofern bestimmte Tatsachen auf eine im Einzelfall durch bestimmte Personen drohende Gefahr fĂŒr das ĂŒberragend wichtige Rechtsgut hinweisen.

Die heimliche Infiltration eines informationstechnischen Systems ist grundsÀtzlich unter den Vorbehalt richterlicher Anordnung zu stellen.

(…)

Das Schutzgut dieses Grundrechts ist die rĂ€umliche SphĂ€re, in der sich das Privatleben entfaltet (vgl. BVerfGE 89, 1 <12>; 103, 142 <150 f.>). Neben Privatwohnungen fallen auch Betriebs- und GeschĂ€ftsrĂ€ume in den Schutzbereich des Art. 13 GG (vgl. BVerfGE 32, 54 <69 ff.>; 44, 353 <371>; 76, 83 <88>; 96, 44 <51>). Dabei erschöpft sich der Grundrechtsschutz nicht in der Abwehr eines körperlichen Eindringens in die Wohnung. Als Eingriff in Art. 13 GG sind auch Maßnahmen anzusehen, durch die staatliche Stellen sich mit besonderen Hilfsmitteln einen Einblick in VorgĂ€nge innerhalb der Wohnung verschaffen, die der natĂŒrlichen Wahrnehmung von außerhalb des geschĂŒtzten Bereichs entzogen sind. Dazu gehören nicht nur die akustische oder optische WohnraumĂŒberwachung (vgl. BVerfGE 109, 279 <309, 327>), sondern ebenfalls etwa die Messung elektromagnetischer Abstrahlungen, mit der die Nutzung eines informationstechnischen Systems in der Wohnung ĂŒberwacht werden kann. Das kann auch ein System betreffen, das offline arbeitet.

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DarĂŒber hinaus kann eine staatliche Maßnahme, die mit dem heimlichen technischen Zugriff auf ein informationstechnisches System im Zusammenhang steht, an Art. 13 Abs. 1 GG zu messen sein, so beispielsweise, wenn und soweit Mitarbeiter der Ermittlungsbehörde in eine als Wohnung geschĂŒtzte RĂ€umlichkeit eindringen, um ein dort befindliches informationstechnisches System physisch zu manipulieren. Ein weiterer Anwendungsfall des Art. 13 Abs. 1 GG ist die Infiltration eines informationstechnischen Systems, das sich in einer Wohnung befindet, um mit Hilfe dessen bestimmte VorgĂ€nge innerhalb der Wohnung zu ĂŒberwachen, etwa indem die an das System angeschlossenen PeripheriegerĂ€te wie ein Mikrofon oder eine Kamera dazu genutzt werden.

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Art. 13 Abs. 1 GG vermittelt dem Einzelnen allerdings keinen generellen, von den ZugriffsmodalitĂ€ten unabhĂ€ngigen Schutz gegen die Infiltration seines informationstechnischen Systems, auch wenn sich dieses System in einer Wohnung befindet (vgl. etwa Beulke/Meininghaus, StV 2007, S. 63 <64>; Gercke, CR 2007, S. 245 <250>; Schlegel, GA 2007, S. 648 <654 ff.>; a.A. etwa Buermeyer, HRRS 2007, S. 392 <395 ff.>; Rux, JZ 2007, S. 285 <292 ff.>; Schaar/Landwehr, K&R 2007, S. 202 <204>). Denn der Eingriff kann unabhĂ€ngig vom Standort erfolgen, so dass ein raumbezogener Schutz nicht in der Lage ist, die spezifische GefĂ€hrdung des informationstechnischen Systems abzuwehren. Soweit die Infiltration die Verbindung des betroffenen Rechners zu einem Rechnernetzwerk ausnutzt, lĂ€sst sie die durch die Abgrenzung der Wohnung vermittelte rĂ€umliche PrivatsphĂ€re unberĂŒhrt. Der Standort des Systems wird in vielen FĂ€llen fĂŒr die Ermittlungsmaßnahme ohne Belang und oftmals fĂŒr die Behörde nicht einmal erkennbar sein. Dies gilt insbesondere fĂŒr mobile informationstechnische Systeme wie etwa Laptops, Personal Digital Assistants (PDAs) oder Mobiltelefone.

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Art. 13 Abs. 1 GG schĂŒtzt zudem nicht gegen die durch die Infiltration des Systems ermöglichte Erhebung von Daten, die sich im Arbeitsspeicher oder auf den Speichermedien eines informationstechnischen Systems befinden, das in einer Wohnung steht
(vgl. zum gleichlÀufigen VerhÀltnis von Wohnungsdurchsuchung und Beschlagnahme BVerfGE 113, 29 <45>).

18.10.2026 - 14:29 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

Karlsruhe erlaubt PrĂ€ventiv-Spionage und TotalĂŒberwachung Einzelner

(Februar 27, 2008)

Karlsruhe: Die Salamitaktik der Polizeistaatler ist heute im Grundsatz aufgegangen. Das Bundesverfassungsgericht hat heute zwar das NRW-Verfassungsschutzgesetz gekippt und ein neues Grundrecht auf „GewĂ€hrleistung der Vertraulichkeit und IntegritĂ€t informationstechnischer Systeme“ geschaffen. Das zĂ€hlt aber nicht, wenn Exekutivbehörden „tatsĂ€chliche Anhaltspunkte einer konkreten Gefahr“ haben.

Und:„Die Maßnahme kann schon dann gerechtfertigt sein, wenn sich noch nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit feststellen lĂ€sst, dass die Gefahr in nĂ€herer Zukunft eintritt“.

28.09.2026 - 19:09 [ Legal Tribune Online ]

Warum der Ver­fas­sungs­schutz schon jetzt heim­lich in Woh­nungen ein­b­re­chen darf

(August 24, 2026)

Die aktuelle Aufregung ĂŒbersieht, dass die heimlichen Betretungsbefugnisse nicht neu sind – sondern lĂ€ngst RealitĂ€t. Mitarbeiter des Landesverfassungsschutzes dĂŒrfen in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern und Rheinland-Pfalz heimlich in Wohnungen einbrechen. So sehen es die dortigen Landesgesetze vor. In Bayern gilt das schon seit 2016.

(…)

Das Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz darf seit einer Reform der Sicherheitsgesetze nach 9/11 im Jahr 2002 heimlich WohnrĂ€ume ĂŒberwachen. Zwar steht nicht im Gesetz, dass der Verfassungsschutz dafĂŒr auch einbrechen darf, um heimlich Technik anzubringen. Allerdings wird das in der rechtlichen Kommentierung zu § 9 Abs. 2 des Bundesverfassungsschutzgesetzes vorausgesetzt. Der notwendige Einbruch soll also schlicht mitgemeint sein.

26.09.2026 - 16:28 [ Netzpolitik.org ]

Neues Bundespolizeigesetz: Der Bundestag hat das Zeitalter der automatisierten Überwachung eingelĂ€utet

(July 10, 2026)

2016 hatte das Bundesverfassungsgericht wesentliche Teile des BKA-Gesetzes fĂŒr verfassungswidrig erklĂ€rt. Heimliche Überwachung darf nur in engen Grenzen stattfinden, so der Tenor. Da sich viele Regelungen aus dem BKA-Gesetz auch im Bundespolizeigesetz fanden, wurde auch dessen EntschĂ€rfung notwendig. Und aus dieser EntschĂ€rfung ist nun eine VerschĂ€rfung und damit der Beginn einer neuen Ära der Kontrolle geworden.

09.09.2026 - 02:25 [ CNN ]

Supreme Court rejects Missouri’s request to use congressional map with extra GOP seat

The decision was issued by conservative Justice Brett Kavanaugh, who handles emergency cases rising from parts of the Midwest. Kavanaugh did not refer the case to the full court, a signal that he didn’t think the emergency appeal was significant enough to do so. He also did not explain his reasoning, and there were no dissents.

29.08.2026 - 18:59 [ Legal Tribune Online ]

Warum der Ver­fas­sungs­schutz schon jetzt heim­lich in Woh­nungen ein­b­re­chen darf

(August 24, 2026)

Die aktuelle Aufregung ĂŒbersieht, dass die heimlichen Betretungsbefugnisse nicht neu sind – sondern lĂ€ngst RealitĂ€t. Mitarbeiter des Landesverfassungsschutzes dĂŒrfen in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern und Rheinland-Pfalz heimlich in Wohnungen einbrechen. So sehen es die dortigen Landesgesetze vor. In Bayern gilt das schon seit 2016.

(…)

Das Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz darf seit einer Reform der Sicherheitsgesetze nach 9/11 im Jahr 2002 heimlich WohnrĂ€ume ĂŒberwachen. Zwar steht nicht im Gesetz, dass der Verfassungsschutz dafĂŒr auch einbrechen darf, um heimlich Technik anzubringen. Allerdings wird das in der rechtlichen Kommentierung zu § 9 Abs. 2 des Bundesverfassungsschutzgesetzes vorausgesetzt. Der notwendige Einbruch soll also schlicht mitgemeint sein.

29.06.2026 - 17:33 [ CBS News ]

Supreme Court rejects Trump‘s attempt to fire Fed‘s Lisa Cook as legal battle continues

Chief Justice John Roberts wrote the opinion for the majority, joined by Justices Sonia Sotomayor, Elena Kagan, Brett Kavanaugh and Ketanji Brown Jackson.

To accept the government‘s arguments that Mr. Trump can fire Cook „would in effect transform the Federal Reserve‘s for-cause protection into at-will employment — an interpretive leap out of step with the statute Congress enacted and our Nation‘s tradition of central banking protected from political interference,“ the chief justice wrote.

The court‘s decision is narrow and declines to define what constitutes „cause“ under the federal law that created the Fed. It said such a definition must reflect the central bank‘s „unique historical status and role.“

29.06.2026 - 17:16 [ TheHill.com ]

Supreme Court rules states can accept mail ballots after Election Day

Justice Amy Coney Barrett said it doesn’t conflict with federal law, which sets “the Tuesday next after the 1st Monday in November” as the “day for the election.”

“The election-day statutes say nothing about ballot receipt, and we cannot add to the words Congress chose,” Barrett wrote.

She and Chief Justice John Roberts joined the court’s three liberal justices in the majority. The court’s four other conservative justices dissented.

18.06.2026 - 19:54 [ Tagesschau.de ]

US Supreme Court: Wo Trumps Macht endet

lIn den USA ist das Gericht nicht nur eine Instanz der Kontrolle von Weißem Haus und Kongress, sondern wird selbst als „dritte SĂ€ule der Regierung“ bezeichnet. Seine Entscheidungen haben das Land oft nachhaltiger geprĂ€gt als PrĂ€sidenten und Abgeordnete.

Das liegt zum einen daran, dass Richter auf Lebenszeit berufen sind und deshalb keine Wahlen fĂŒrchten mĂŒssen. Zum anderen haben Entscheidungen des Supreme Courts unmittelbar Gesetzeskraft.

08.05.2026 - 07:26 [ Just Security ]

The Court Gutted Congress’s War Power. It’s Time to Give It Back.

The War Powers Resolution of 1973 was designed to restore the constitutional balance in decisions to commit the United States to armed conflict. Its central provision — a legislative veto enabling Congress to direct the withdrawal of American forces by concurrent resolution — was cast into legal doubt by the Supreme Court’s 1983 decision in INS v. Chadha. But Chadha was wrongly decided, its reasoning is exceptionally weak, and the Court’s subsequent embrace of functionalism in separation-of-powers cases has left it incoherent as precedent. As the United States drifts deeply into a congressionally unauthorized war with Iran, the case for overruling Chadha, or at minimum limiting it to its facts, has never been stronger.

04.05.2026 - 11:09 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

Als das Bundesverfassungsgericht Deutschland zur elektronischen Kolonie erklÀrte

(June 15, 2017)

Mit seinen BeschlĂŒssen 2 BvE 5/15 (verkĂŒndet am 14.10.2016, aber schon vom 20.09.2016) und 2 BvE 2/15 (verkĂŒndet am 15.11.2016, aber schon vom 13.10.2016) gab das Bundesverfassungsgericht das unauffĂ€llige Startsignal fĂŒr den Beschluss des neuen B.N.D.-Gesetzes am 21.10.2016 im Bundestag.

Die Absegnung des B.N.D.-Gesetzes durch ihre Über-Dreiviertel-Mehrheit im Parlament, gegen die es laut Karlsruhe nun keine Opposition mehr im Sinne von Artikel 44 des Grundgesetzes gab, hatte die Regierung bis zu den Freifahrtscheinen der Verfassungsrichter taktisch verzögert.

Am 12. Dezember 1970 hatte das „Abhörteil“ (BVerfGE 30, 1) vom Verfassungsgericht Westdeutschlands die Aufhebung der Gewaltenteilung beim Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis durch die VerfassungsĂ€nderungen der „Notstandsgesetze“ als verfassungsgemĂ€ĂŸ beurteilt. Das damalige Urteil war gegen schwerste Bedenken und vorausschauende Warnungen der Verfassungsrichter Geller, Dr. v.Schlabrendorff und Dr. Rupp mit 5 zu 3 Stimmen entschieden worden.

Im Jahre 2016 nun ĂŒbertrugen Andreas Voßkuhle, Peter M. Huber, Monika Hermanns, Sibylle Kessal-Wulf, Peter MĂŒller, Doris König und Ulrich Maidowski die MachtfĂŒlle der in 1968 unter Besatzungsrecht geschaffenen „Notstandsgesetze“ der damaligen „großen Koalition“ auf deren heutige Nachfolger.

Und in Deutschland, wie es heute ist, eskalierten die Verfassungsrichter selbst die damalige antidemokratische und antiparlamentarische Auslegung des Grundgesetzes ein weiteres Mal…

01.05.2026 - 22:41 [ Factually.co ]

How Has the Supreme Court Ruled on the Constitutionality of the War Powers Act?

(April 23, 2026)

The Supreme Court has never issued a definitive ruling declaring the 1973 War Powers Resolution (often called the War Powers Act) constitutional or unconstitutional; instead, the Court and lower federal courts have repeatedly avoided resolving the central constitutional clash between Congress and the President over war-making authority by invoking justiciability doctrines such as standing and the political‑question doctrine [1] [2].

26.04.2026 - 18:10 [ Supreme Court of the United States ]

Justices: Current Members

John G. Roberts, Jr., Chief Justice of the United States, (…)

Clarence Thomas, Associate Justice, (…)

Samuel A. Alito, Jr., Associate Justice, (…)

Sonia Sotomayor, Associate Justice, (…)

Elena Kagan, Associate Justice, (…)

Neil M. Gorsuch, Associate Justice, (…)

Brett M. Kavanaugh, Associate Justice, (…)

Amy Coney Barrett, Associate Justice, (…)

Ketanji Brown Jackson, Associate Justice, (…)

26.04.2026 - 17:10 [ Factually.co ]

How Has the Supreme Court Ruled on the Constitutionality of the War Powers Act?

The Supreme Court has never issued a definitive ruling declaring the 1973 War Powers Resolution (often called the War Powers Act) constitutional or unconstitutional; instead, the Court and lower federal courts have repeatedly avoided resolving the central constitutional clash between Congress and the President over war-making authority by invoking justiciability doctrines such as standing and the political‑question doctrine [1] [2].

06.04.2026 - 16:31 [ Daily Beast ]

Panicked Trump, 79, Rages at Supreme Court in 1AM Meltdown

Trump took the unusual step of sitting in on the April 1 hearing to watch the justices debate his push to end automatic birthright citizenship. The president stormed out of the hearing after the SCOTUS justices shot down several arguments from the administration’s attorney, Solicitor General D. John Sauer.

22.02.2026 - 10:00 [ Wall Street Journal ]

Trump Demeans Himself as He Attacks the Supreme Court

President Trump owes the Supreme Court an apology—to the individual Justices he smeared on Friday and the institution itself. Mr. Trump doubtless won’t offer one, but his rant in response to his tariff defeat at the Court was arguably the worst moment of his Presidency.

22.02.2026 - 09:41 [ Daily Beast ]

Trump Stuns Governors With Foul-Mouthed Rant at SCOTUS

“President Trump became enraged after learning of the Supreme Court’s ruling during the Governors’ breakfast,” Senior White House Correspondent Kristen Holmes wrote on X. “He at one point ranted against the decision and the court, saying ‘these f–king courts, ’ a source familiar with the matter told me.”

The Supreme Court’s 6-3 decision came down about 30 minutes into the annual governors’ breakfast on Friday morning.

22.02.2026 - 09:34 [ theNation.com ]

Trump’s Attack on the Supreme Court Was Unhinged Even for Him

Perhaps, at next week’s State of the Union address, he’ll blame the actual Phantom of the Opera.

22.02.2026 - 08:44 [ New York Times ]

6 Takeaways From the Supreme Court’s Tariff Decision

(February 20, 2026)

The tariff decision was the first time the court had issued a merits decision, a final decision squarely on the legality of one of Mr. Trump’s second-term executive actions. It marked a muscular show of independence by Chief Justice John G. Roberts Jr., who wrote the majority opinion striking down the president’s expansive tariffs. Two of the three conservative justices appointed by Mr. Trump during his first term, Justices Amy Coney Barrett and Neil M. Gorsuch, joined the chief justice in rejecting the president’s signature economic policy.

20.02.2026 - 20:51 [ New York Times ]

The Supreme Court’s Declaration of Independence

The court’s rejection of President Trump’s tariffs program is the latest in a series of clashes between him and Chief Justice John G. Roberts Jr.

08.02.2026 - 17:36 [ +972 Magazine ]

The legal fight to open Gaza to foreign press has failed. It’s time to change course

The FPA — which represents roughly 400 foreign journalists based in Israel and the occupied Palestinian territories — first appealed to the Supreme Court in Dec. 2023, and again in early 2024 after its first appeal was rejected. The court has since granted the state no fewer than 10 extensions to submit its response, effectively allowing the government to sidestep the issue altogether.

This time, the court’s patience with the state appeared to have run out. Justice Ruth Ronnen pressed state representatives to clarify what concrete changes on the ground would be required for the ban on foreign media access to be rescinded. “You can no longer say it’s the same risk,” she said, referring to the ceasefire that had been in place for over three months. “You must explain what else must take place for journalists’ entry to be permitted. It’s not enough to claim security concerns without explaining them.”

Nadav replied that he could provide further details only in a closed-door session — a request the court accepted, while denying Gilad Shaer, the attorney representing the FPA, access to the information presented to them in secret. After the closed session, the court once again declined to issue a ruling, instead instructing the state to submit another update within two months.

15.11.2025 - 06:52 [ Daniell Neun / Radio Utopie ]

Als das Bundesverfassungsgericht Deutschland zur elektronischen Kolonie erklÀrte

(Juni 15, 2017)

Mit seinen BeschlĂŒssen 2 BvE 5/15 (verkĂŒndet am 14.10.2016, aber schon vom 20.09.2016) und 2 BvE 2/15 (verkĂŒndet am 15.11.2016, aber schon vom 13.10.2016) gab das Bundesverfassungsgericht das unauffĂ€llige Startsignal fĂŒr den Beschluss des neuen B.N.D.-Gesetzes am 21.10.2016 im Bundestag.

Die Absegnung des B.N.D.-Gesetzes durch ihre Über-Dreiviertel-Mehrheit im Parlament, gegen die es laut Karlsruhe nun keine Opposition mehr im Sinne von Artikel 44 des Grundgesetzes gab, hatte die Regierung bis zu den Freifahrtscheinen der Verfassungsrichter taktisch verzögert.

Am 12. Dezember 1970 hatte das „Abhörteil“ (BVerfGE 30, 1) vom Verfassungsgericht Westdeutschlands die Aufhebung der Gewaltenteilung beim Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis durch die VerfassungsĂ€nderungen der „Notstandsgesetze“ als verfassungsgemĂ€ĂŸ beurteilt. Das damalige Urteil war gegen schwerste Bedenken und vorausschauende Warnungen der Verfassungsrichter Geller, Dr. v.Schlabrendorff und Dr. Rupp mit 5 zu 3 Stimmen entschieden worden.

Im Jahre 2016 nun ĂŒbertrugen Andreas Voßkuhle, Peter M. Huber, Monika Hermanns, Sibylle Kessal-Wulf, Peter MĂŒller, Doris König und Ulrich Maidowski die MachtfĂŒlle der in 1968 unter Besatzungsrecht geschaffenen „Notstandsgesetze“ der damaligen „großen Koalition“ auf deren heutige Nachfolger.

Und in Deutschland, wie es heute ist, eskalierten die Verfassungsrichter selbst die damalige antidemokratische und antiparlamentarische Auslegung des Grundgesetzes ein weiteres Mal.

Die durch die VerfassungsĂ€nderungen der „Notstandsgesetze“ und das nachfolgende erste Artikel 10-Gesetz vom 13. August 1968 geschaffene G 10-Kommission, als einziges parlamentarisches Gremium bevollmĂ€chtigt Inlandsspionage der Behörden zu verbieten, hatte dies siebenundvierzig Jahre effektiv nicht getan und lediglich als Feigenblatt der Regierungsmacht gedient.

Als die G 10-Kommission schließlich Mitte 2015 zum ersten Mal in ihrer Geschichte gegen die Regierung revoltierte und Einblick in die sogenannte „N.S.A.-Selektorenliste“ verlangte – eine Liste mit Spionagezielen, die der Bundesnachrichtendienst abgelehnt hatte, nicht etwa einer Liste mit tatsĂ€chlich anvisierten Zielen – verweigerte die Regierung selbst diesem Gremium die Einsichtnahme. Als die G 10-Kommission dann im Dezember 2015 endlich Verfassungsklage einreichte, stellte sie keinen Eilantrag.

Am 14. Oktober 2016 weigerte sich dann das Bundesverfassungsgericht im (wie erwÀhnt bereits am 20. September 2016 getroffenen) Beschluss 2 BvE 5/15, die Verfassungsklage der G 10-Kommission auch nur anzunehmen.

BegrĂŒndung der Karlsruher Richter: Ihrer Interpretation des Grundgesetzes nach, sei die vom Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestages gewĂ€hlte G 10-Kommission kein „Hilfsorgan“ (Wortlaut Artikel 10 Grundgesetz) des Bundestages, weil sie in dessen GeschĂ€ftsordnung (!) nicht „mit eigenen Rechten ausgestattet“ sei.

Abseits dieser bizarr anmutenden BegrĂŒndung hatte das Urteil einen verheerenden, tatsĂ€chlichen Kern: eben den Bezug auf die Legitimierung der „Notstandsgesetze“ Westdeutschlands durch das „Abhörurteil“ BVerfGE 30, 1, von 1970. In einem in der Tat historischen Schritt bestĂ€tigten die Verfassungsrichter nicht nur die seitdem als verfassungsgemĂ€ĂŸ geltende selektive Außerkraftsetzung der Gewaltenteilung, sondern vollzogen in deren letzter Konsequenz selbst die Erniedrigung der parlamentarischen G 10-Kommission und entblĂ¶ĂŸten diese als Placebo, als jahrzehntelanges, lediglich im Falle von Folgsamkeit geduldetes Feigenblatt exekutiver WillkĂŒrmacht.

25.09.2025 - 20:36 [ Tagesschau.de ]

Bundesverfassungsgericht: Das sind die neuen Richter in Karlsruhe

Der Bundestag hat heute drei Kandidatinnen und Kandidaten – zwei von der SPD, einen von der Union – fĂŒr Richterstellen beim Bundesverfassungsgericht gewĂ€hlt. Die Neuen in Karlsruhe in KurzportrĂ€ts.