(Dezember 17, 2016)
Zwei Essays von Hermann Ploppa aus 2005 mit dem Titel âEin neuer Mantel fĂŒr die PDSâ beleuchten, wie die ehemalige DDR-Staatspartei (ab 1990 âPDSâ) im Jahre 2004 mithalf die âWahlalternative fĂŒr Arbeit und Soziale Gerechtigkeitâ (WASG) zu grĂŒnden, auf deren RĂŒcken anschlieĂend wieder in den Bundestag einzog, sie anschlieĂend schluckte und sich selbst in âdie Linkeâ umbenannte.
Zu Hermann Ploppa: Autor (âDie Macher hinter den Kulissen: Wie transatlantische Netzwerke heimlich die Demokratie unterwandernâ, Ăbersetzer von Tim Andersons âDer Schmutzige Krieg gegen Syrien: Washington, Regime Change, Widerstandâ.
Die Essays sind hier zu finden (Teil 1, Teil 2) und hier gespiegelt (Teil 1, Teil 2). Teil 1 wurde veröffentlicht im Juni 2005, Teil 2 im August 2005, also noch vor der vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder so plötzlich vorgezogenen Bundestagswahl im September 2005.
Dass Schröder damals die Wahl ĂŒber eine selbst organisierte âgescheiterteâ Vertrauensfrage im Bundestag so plötzlich vorzog â eine vom Grundgesetz nicht vorgesehene faktische Auflösung des Parlaments nach dem Gusto eines Kanzlers! â erschlieĂt sich nur vor dem Hintergrund eben dieser Entwicklungen.
Kanzler Schröder lieĂ das Vorziehen der Bundestagswahl noch am Abend der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 22. Mai 2005 von seinem damaligen GeneralsekretĂ€r Franz MĂŒntefering verkĂŒnden. An der NRW-Wahl hatte der Landesverband der WASG, gegen den massiven Widerstand des WASG-Bundesvorstands, eigenstĂ€ndig teilgenommen und 2,2 Prozent erreicht.