Archiv: Ausbeutung / exploitation


25.05.2026 - 14:59 [ Vatican ]

MAGNIFICA HUMANITAS DES HEILIGEN VATERS LEO XIV. ÜBER DIE BEWAHRUNG DES MENSCHEN IM ZEITALTER DER KÜNSTLICHEN INTELLIGENZ

79. Der Begriff der „sozialen Gerechtigkeit“ hilft zu erkennen, dass Ungerechtigkeit nicht nur aus falschen Entscheidungen einzelner Menschen entsteht, sondern auch aus Strukturen, Mechanismen sowie wirtschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten, die fast automatisch Ungleichheit hervorbringen. In diesem Sinne hat der heilige Johannes Paul II. von Strukturen der Sünde gesprochen, [108] die dem Willen Gottes entgegenstehen und einen persönlichen und gesellschaftlichen Umkehrprozess erfordern. In dieser Hinsicht betrifft Gerechtigkeit nicht nur die gerechtere Verteilung von Gütern oder die Korrektur bestehender Ungerechtigkeiten, sondern nimmt auch eine wiedergutmachende Dimension an. Sie zielt darauf ab, zerbrochene Bindungen wiederherzustellen und diejenigen wieder einzubeziehen, die ausgeschlossen wurden, unter Berücksichtigung der Wunden, welche Ungerechtigkeiten hinterlassen haben: Kriege, Kolonialismus, rassistische oder geschlechtsspezifische Diskriminierung, Gewalt gegen ganze Völker, Ausbeutung. Dies kann bedeuten, denjenigen, die ignoriert wurden, Würde und Stimme zurückzugeben, Wege zur Heilung des kollektiven Gedächtnisses zu fördern, diskriminierenden Gesetzen und Praktiken entgegenzuwirken und konkret diejenigen zu unterstützen, die noch heute die Folgen von in der Vergangenheit erlittenem Unrecht tragen.

(…)

178. In unseren Tagen zeigt der Kolonialismus ein neues Gesicht. Er beherrscht nicht mehr nur Körper, sondern eignet sich Daten an und verwandelt das persönliche Leben in verwertbare Informationen. Ganze Gebiete, insbesondere jene mit geringerer geopolitischer Bedeutung und größerer struktureller Anfälligkeit, werden derzeit von einer neuen Logik der Ausbeutung durchzogen: Gesundheitsdaten, epidemiologische Profile, genetische Karten und demografische Daten. Dies sind die neuen „Seltenen Erden“ der Macht: lebenswichtige Informationen, die, sobald sie miteinander verknüpft sind, dazu genutzt werden können, Vorhersagemodelle zu trainieren, Investitionsstrategien zu lenken, Krisen vorauszusehen und vor allem auszuwählen, wer und was zählt. Wer über die Gesundheitsdaten ganzer Bevölkerungen verfügt – heute oft unter dem Deckmantel von Forschungsinnovation oder Entwicklungshilfe erhoben –, besitzt in Wirklichkeit einen strukturellen Hebel für die Zukunft: Er kann die Bedürfnisse und die Märkte gestalten. Und er kann vor anderen entscheiden, wem Medikamente, Investitionen und Schutzmaßnahmen zugeteilt werden. Hierin liegt eine der dringlichsten moralischen Herausforderungen unserer Zeit: gemeinsames Wissen in ein Gemeingut zu verwandeln, statt es als Beherrschungsinstrument zu nutzen. Das bedeutet, den Menschen nicht nur die Daten zurückzugeben, die sie beschreiben, sondern auch die Möglichkeit, zu entscheiden, wie diese genutzt werden, von wem und für wen. Andernfalls wird das digitale Zeitalter nicht postkolonial sein, sondern in einer anderen Form kolonial.

179. Die neuen Formen der Sklaverei leben von Wirtschaftsketten und digitalen Infrastrukturen. Daher ist es notwendig, in mehrere Richtungen zu arbeiten. Erstens müssen Lieferketten, die die Technologiebranche und die digitale Wirtschaft stützen, transparenter werden, damit kein Wettbewerbsvorteil auf unsichtbarer Ausbeutung aufbaut. Zweitens müssen Unternehmen und Investoren klare Kriterien für eine präventive ethische Überprüfung (due diligence) festlegen und dabei den Schutz der Arbeitnehmer, die Bekämpfung von Zwangsarbeit sowie die sozialen Auswirkungen datengesteuerter Geschäftsmodelle zu ihren Prioritäten zählen. Darüber hinaus müssen digitale Plattformen verantwortungsbewusst mit Behörden und der Zivilgesellschaft zusammenarbeiten, um zu verhindern, dass Programme für Kommunikation, Zahlung und Profiling zu Kanälen für die Anwerbung und Kontrolle von Opfern werden. Wenn diese Maßnahmen zusammenwirken, dann kann das digitale Umfeld von einem Raum der Ausbeutung in einen Raum des Schutzes, der Prävention und der Förderung der Würde verwandelt werden.

28.04.2026 - 03:45 [ Splash247.com ]

Panama Canal prices take flight on Iran butterfly effect

(April 24, 2026)

Vice president of finance Víctor Vial confirmed that while certain vessels have recently paid more than $1m to secure a crossing, such sums reflect temporary spikes in demand rather than structural pricing shifts. Before the outbreak of conflict in the Middle East, average auction prices ran between $135,000 and $140,000. That figure rose some 180% to around $385,000 between March and April as demand surged.

The canal makes three to five slots available each day through its auction mechanism, aimed at vessels that have not booked in advance.

24.04.2026 - 21:03 [ USA Today ]

Pentagon wants record $1.5 trillion, cost of Iran war not included

„This budget was formulated, honestly, before we went into conflict with Iran,“ Jules Hurst III, the Pentagon‘s acting chief financial officer, told reporters at a briefing April 21.

In addition, the Trump administration separately plans to ask Congress for more than $200 billion in supplemental funding for the Iran war, according to reports.

03.04.2026 - 10:28 [ Antiwar.com ]

Trump Set To Unveil His $1.5 Trillion Military Budget Request Amid Raging Iran War

President Trump is expected to unveil his request for a $1.5 trillion military budget for the 2027 fiscal year on Friday, Reuters has reported, marking a 50% increase from this year’s already massive budget.

The 2026 military budget marked the first to officially exceed $1 trillion, which was achieved by Congress passing a 2026 National Defense Authorization Act (NDAA) worth about $900 billion and combining it with $150 billion in supplemental military spending that was included in the so-called Big Beautiful Bill, a reconciliation bill that became law last year.

The White House is expected to go with a similar strategy to reach $1.5 trillion. It may request an NDAA worth about $1 trillion or less and seek a supplemental spending bill for $400 to $600 billion.

21.03.2026 - 20:24 [ Antiwar.com ]

Department of War Seeks $200 Billion More to Fund Iran War

Congress will have to pass a supplemental military spending bill to authorize the funding.

13.03.2026 - 17:07 [ NDTV.com ]

How Delcy Rodriguez Is Running Venezuela Under Trump‘s Watch

(January 13, 2026)

Who she is: Venezuela‘s interim president

Portfolio: Maduro‘s former vice president, she‘s running the country under the oversight of the United States.

Why she matters: A seasoned lawyer and longtime party official, she‘s known as the „tsarina“ for the economic power she accrued as vice president, oil minister and finance minister. She‘s technically under sanction for serving in the Maduro government, but she has won the trust of the US government (for now) and is seen by US oil company executives as most able to work with them to rebuild the country‘s degraded energy infrastructure.

19.01.2026 - 18:30 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

China: Das Kapitalisten-Bordell von „Volksrepublik“ soll absaufen

(July 8, 2015)

In der Hierarchie unter den „Systemrelevanten“ herrscht Unruhe. Statt den Demokratien Europas fällt nun ein Sack Aktienkurse in China die Treppe runter. Eine kurze Erläuterung.

Zur Zeit fallen an den Geldmärkten in China die Aktienkurse. Vom schlimmsten Crash der Geldhändler seit 2007 ist die Rede. Offensichtlich ist dabei den Wenigsten unter 7 Milliarden KundInnen bewusst, dass dies im Zusammenhang mit dem nun auch für chinesische „Investoren“ flöten gehenden Abbaugebiet namens „Eurozone“ zu sehen ist.

Die Geldhändler-Seite „Bloomberg“ erläuterte diesbezüglich immerhin, dass der chinesische Premier Li Keqiang bei seinem Besuch in Brüssel Ende Juni 2015 auf „einen starken Euro und ein vereinigtes Europa“ drängte. Warum er das tat, will den Menschen so recht keiner erklären, jedenfalls keiner der Populären.

Über die Rolle dieser „Volksrepublik“ bei der systemischen Zersetzung und Entstaatlichung der Demokratien im Einflussbereich der „Europäischen Union“ und des Finanzsystems „Euro“ schrieb ich im Juli 2011:

„Dieser nach Strategie zwei und drei der von Noam Chomsky „Zehn Stragien der Manipulation“ geführte Staatsstreich von Banken, „Europäischer Union“ und „Internationalem Währungfonds“ gegen die als beliebige Konkursmasse der Alten Weltordnung betrachteten Staaten des Alten Europas, findet übrigens in der neuen Tributzone Amerikas, in China, eine sowohl verschwiegene, wie äußerst effektive Unterstützung. China strebt, entsprechend der hier bereits umschriebenen Vier Zonen der Ökonomie, von der Rolle der Handelszone (niedrige Währung, niedrige Löhne, niedriger Lebensstandard) auf zur Tributzone Amerikas.“

19.01.2026 - 18:13 [ GlobalTimes.cn ]

WEF 2026 opens as Trump returns to Davos amid US Greenland policy, tariff threats

However, this year‘s Davos forum may be shaping up to be one of the most confrontational and divisive in its history. Inviting Trump reflects the expectation that he will be confronted with a broad international consensus – that economic globalization is an irreversible force. The US delegation, however, may come with a different agenda: to promote economic nationalism and argue that the existing globalization model no longer aligns with core US interests, Li Haidong, a professor at China Foreign Affairs University, told the Global Times.

19.01.2026 - 16:58 [ Reuters ]

World leaders show caution on Trump‘s broader ‚Board of Peace‘ amid fears for UN

The board would be chaired for life by Trump and would start by addressing the Gaza conflict and then be expanded to deal with other conflicts, according to a copy of the letter and draft charter seen by Reuters.

19.01.2026 - 16:26 [ CNN ]

Putin invited to join Trump’s ‘Board of Peace’ for Gaza, Kremlin says

Russian President Vladimir Putin has been invited to join US President Donald Trump’s “Board of Peace,” the committee that will oversee the reconstruction of Gaza, his spokesman said on Monday.

Speaking to reporters during a regular media briefing, Dmitry Peskov said: “President Putin also received through diplomatic channels an invitation to join this Board of Peace.”

He said the Kremlin is now reviewing the invitation and “hoping to get more details from the US side.”

CNN has asked the White House for a comment.

19.01.2026 - 16:24 [ Kyiv Independent ]

US considering creating ‚Board of Peace‘ for Ukraine, modeled after plan for Gaza, FT reports

(January 17, 2026)

The potential plan is reportedly modeled off U.S. President Donald Trump‘s plan for the post-war reconstruction of Gaza. The details on a potential Board of Peace for Ukraine were not immediately clear.

Trump initially announced his Gaza Board of Peace on Jan. 15 in a post on Truth Social, signalling the start of the second phase of the U.S.-led plan to establish long-term peace between Israel and Palestine. The board, chaired by Trump, is likely to take temporary charge of Gaza’s administration and reconstruction efforts.

18.01.2026 - 17:54 [ Ynetnews.com ]

‚Trump United Nations‘: Netanyahu invited to join Board of Peace

Washington reportedly mulls expanding Trump’s Board of Peace beyond Gaza to Ukraine and Venezuela;

18.01.2026 - 17:42 [ Middle East Eye ]

Trump wants nations to pay $1bn to join Gaza ‚Board of Peace‘: report

A draft charter for the group, seen by Bloomberg, establishes Trump as its inaugural chairman, who would have a veto over membership.

The document stipulates that states‘ membership will be limited to three years, unless they “contribute more than USD $1,000,000,000 in cash funds to the Board of Peace within the first year of the Charter’s entry into force“, guaranteeing them permanent membership.

The charter opens by stressing the need for „a more nimble and effective international peace-building body“, adding that lasting peace requires „the courage to depart from … institutions that have too often failed“.

The language has prompted concerns that Trump is seeking to build a rival to the United Nations.

17.01.2026 - 07:05 [ Reuters ]

France says US action against Greenland could endanger EU trade, FT reports

(January 16, 2026)

France‘s Finance Minister Roland Lescure has warned U.S. Treasury Secretary Scott Bessent that any move to seize Greenland would amount to a „crossed line“ endangering Europe‘s economic relationship with Washington, the Financial Times reported on Friday.

„Greenland is a sovereign part of a sovereign country that is part of the EU. That shouldn’t be messed around [with],“, Lescure told FT.

17.01.2026 - 06:57 [ Politico.eu ]

EU Parliament eyes freezing US trade deal over Trump’s Greenland threats

(January 9, 2026)

“I cannot imagine that in the current situation MEPs would vote for any trade measures benefiting the U.S.,” the Greens’ top trade lawmaker and chair of the Internal Market Committee Anna Cavazzini told POLITICO.

“We should have such a discussion, it’s inevitable,” added Brando Benifei, the Socialist lawmaker who chairs Parliament’s delegation for relations with the U.S.

Under the deal, most EU exports are subject to a 15 percent U.S. tariff. To complete its side of the bargain, the EU also needs to pass legislation to abolish all tariffs on U.S. industrial goods, including the 10 percent it currently slaps on U.S. cars, and ease market access for some farm produce and seafood.

13.01.2026 - 18:22 [ Bundeszentrale für Politische Bildung ]

16. Januar 1979: Sturz und Flucht des iranischen Schahs

Noch Anfang der 1950er-Jahre wurde Iran wirtschaftlich von Großbritannien ausgebeutet. Nur ein kleiner Teil der enormen Öleinnahmen verblieb im Land. Teherans Opposition, die in weiten Teilen eine Verstaatlichung der Erdölindustrie forderte, gewann an Zulauf. Die Nationale Front aus verschiedenen linken, islamistischen, aber auch liberalen Gruppen einte damals die Ablehnung des Schahs und ausländischer Einflussnahme. Nach der Ermordung des vom Schah installierten Premierministers Ali Razmara durch Islamisten leitete eine Parlamentskommission im März 1951 die Verstaatlichung der iranischen Ölindustrie ein. Ende April 1951 ernannte der Schah den Führer der Nationalen Front, Mohammed Mossadegh (1882-1967), zum Premierminister.

Unter Mossadegh schritt die Verstaatlichung der Ölindustrie schnell voran. Nachdem die Briten fast 50 Jahre lang quasi ein Monopol auf iranisches Erdöl innehatten, mussten sie es nun aus der Hand geben. London setzte daraufhin einen Boykott Irans durch fast alle internationalen Ölgesellschaften durch. Die Folge war eine schwere Wirtschafts- und Finanzkrise. Dies änderte zunächst nichts an der Unterstützung Mossadeghs innerhalb der Bevölkerung. Mossadegh erhielt Sondervollmachten durch das Parlament. Nach einem gescheiterten Versuch Rezas, Mossadegh seines Amtes zu entheben, und den darauf folgenden Kämpfen zwischen den beiden Lagern floh der Schah ins Ausland.

Im August 1953 wurde Mossadegh von Teilen der iranischen Armee mit Hilfe des US-amerikanischen Geheimdienstes CIA gestürzt. Der Schah kehrte aus dem Exil zurück. Fortan war Iran ein treuer Verbündeter der Vereinigten Staaten. Der Monarch unterdrückte jede Opposition mit Härte. Ab 1954 teilte sich ein Konsortium westlicher Ölkonzerne die Gewinne aus dem Erdölgeschäft mit der National Iranian Oil Company. Von den Öleinnahmen profitierte jedoch nur ein kleiner Teil der Bevölkerung.

Washington unterstützte den Schah in den 1950er-Jahren bei der Modernisierung seiner Streitkräfte und ab 1957 beim Aufbau des gefürchteten Geheimdiensts SAVAK.

08.01.2026 - 17:36 [ ABC News ]

Trump spoke to oil companies before Venezuela attack but didn‘t brief lawmakers, he says

Oil executives are set to meet with President Donald Trump at the White House on Friday to discuss investments in Venezuela, a White House official confirmed to ABC News.

Trump previously said he spoke to U.S. oil companies prior to the raid on Venezuela, even as he said he opted to forego disclosure to members of Congress ahead of time due to concerns about possible leaks. The attack resulted in the removal of Venezuela President Nicolas Maduro.

08.01.2026 - 17:31 [ Wall Street Journal ]

Trump Team Works Up Sweeping Plan to Control Venezuelan Oil for Years to Come

President Trump and his advisers are planning a sweeping initiative to dominate the Venezuelan oil industry for years to come, and the president has told aides he believes his efforts could help lower oil prices to his favored level of $50 a barrel, according to people familiar with the matter.

04.01.2026 - 22:18 [ Antiwar.com ]

Trump: We Are in Venezuela Now, and We Are Going to Stay

Trump claimed Washington would pay for the occupation of Venezuela with profits from the country’s oil.