Archiv: „Total Information Awareness“ doctrine / totale Spionage / total espionage


24.11.2025 - 20:22 [ Netzpolitik.org ]

Novelle des Polizeigesetzes: Sachsen will anlasslos mit Drohnen in fahrende Autos filmen

Die sächsische Polizei soll Menschen, die beim Autofahren ihr Handy bedienen, mit Drohnen jagen. Doch das ist nur ein Hammer im Polizeigesetz-Entwurf: Die Polizei soll in Zukunft auch Verhaltensscanner, Palantir-Datenanalyse, Live-Gesichtserkennung, Gesichter-Suchmaschinen und Staatstrojaner nutzen dürfen

20.11.2025 - 17:15 [ Middle East Eye ]

Dick Cheney may be gone, but the wars he waged are forever

(November 8, 2025)

As Bush‘s vice president, Cheney became a key architect of the US „war on terror“, which included the 2002 invasion of Afghanistan, the 2003 war on Iraq, and sweeping intelligence, surveillance and torture programmes.

Most notoriously, Cheney helped the Bush administration construct an elaborate double lie as a pretext for the invasion of Iraq.

(…)

Cheney‘s true legacy, then, lies not only in the „war on terror“ he helped engineer, but in the political and moral infrastructure he left behind.

More than two decades later, his post-9/11 world order – defined by endless wars, government overreach and impunity – endures, and today‘s war criminals, following in his path, roam free.

18.11.2025 - 19:48 [ General Secretariat of the Council of the European Union / Netzpolitik.org ]

Proposal for a Regulation of the European Parliament and of the Council laying down rules to prevent and combat child sexual abuse

I. BACKGROUND/INTRODUCTION

1. On 11 May 2022, the Commission submitted to the Council and the European Parliament a proposal for a Regulation laying down rules to prevent and combat child sexual abuse 1 , which aims to oblige online service providers, such as providers of hosting services and interpersonal communications services, to prevent the dissemination of, to detect, report and remove child sexual abuse material (‘CSAM’), to prevent, detect and report the solicitation of children (‘grooming’), and to set up a new decentralised EU agency (the ‘EU Centre’) to support the implementation of the proposed Regulation, together with a network of national Coordinating Authorities and other competent authorities.

(…)

II. MAIN ELEMENTS OF THE PRESIDENCY COMPROMISE TEXT
(…)
f) EU Centre to prevent and combat child sexual abuse (Articles 40-82, Recitals 58-74a):

The EU Centre keeps its core functions by assessing, processing and forwarding reports from the providers, advising and otherwise supporting national authorities, facilitating the cooperation with stakeholders and establishing the databases of indicators to support the voluntary activities of providers using the derogation under Regulation (EU) 2021/1232 and the issuance of blocking and delisting orders.

The tasks of the EU Centre are expanded to assist more strongly in the risk assessment and mitigation process, and to develop or facilitate the development of technologies;

– The strengthening of aspects of prevention is introduced, including the preparation of dedicated national strategies by the Member States and a comprehensive communication and outreach strategy by the EU Centre;

– Clarifications about the cooperation between the EU Centre and Europol are
included;

– The possibility for the cooperation of the EU Centre with other EU agencies and bodies, third countries and international organisations is introduced;

– The Executive Board should not be established. Its tasks are conferred on the Management Board of the EU Centre;

(i) ) Entry into force and application (Article 89, Recital 78a)

– The Presidency text foresees that this Regulation will apply 24 months after its entry into force, some provisions related to reporting, the EU Centre, data collection and transparency reporting after 48 months and the amendment to Regulation (EU) 2021/1232 immediately.

18.11.2025 - 19:06 [ Nachrichtenagentur Radio Utopie ]

Archiv: Enfopol (US-EU surveillance system over Europe and beyond)

(archive entries)

18.11.2025 - 18:29 [ Netzpolitik.org ]

EU-Staaten einigen sich auf freiwillige Chatkontrolle

Die Mehrheit der Staaten „unterstützten den Kompromissvorschlag“. Mindestens 15 sprachen sich dafür aus, darunter Deutschland und Frankreich.

Deutschland „begrüßte sowohl die Streichung der verpflichtenden Maßnahmen als auch die dauerhafte Verankerung freiwilliger Maßnahmen“.

15.11.2025 - 06:52 [ Daniell Neun / Radio Utopie ]

Als das Bundesverfassungsgericht Deutschland zur elektronischen Kolonie erklärte

(Juni 15, 2017)

Mit seinen Beschlüssen 2 BvE 5/15 (verkündet am 14.10.2016, aber schon vom 20.09.2016) und 2 BvE 2/15 (verkündet am 15.11.2016, aber schon vom 13.10.2016) gab das Bundesverfassungsgericht das unauffällige Startsignal für den Beschluss des neuen B.N.D.-Gesetzes am 21.10.2016 im Bundestag.

Die Absegnung des B.N.D.-Gesetzes durch ihre Über-Dreiviertel-Mehrheit im Parlament, gegen die es laut Karlsruhe nun keine Opposition mehr im Sinne von Artikel 44 des Grundgesetzes gab, hatte die Regierung bis zu den Freifahrtscheinen der Verfassungsrichter taktisch verzögert.

Am 12. Dezember 1970 hatte das „Abhörteil“ (BVerfGE 30, 1) vom Verfassungsgericht Westdeutschlands die Aufhebung der Gewaltenteilung beim Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis durch die Verfassungsänderungen der „Notstandsgesetze“ als verfassungsgemäß beurteilt. Das damalige Urteil war gegen schwerste Bedenken und vorausschauende Warnungen der Verfassungsrichter Geller, Dr. v.Schlabrendorff und Dr. Rupp mit 5 zu 3 Stimmen entschieden worden.

Im Jahre 2016 nun übertrugen Andreas Voßkuhle, Peter M. Huber, Monika Hermanns, Sibylle Kessal-Wulf, Peter Müller, Doris König und Ulrich Maidowski die Machtfülle der in 1968 unter Besatzungsrecht geschaffenen „Notstandsgesetze“ der damaligen „großen Koalition“ auf deren heutige Nachfolger.

Und in Deutschland, wie es heute ist, eskalierten die Verfassungsrichter selbst die damalige antidemokratische und antiparlamentarische Auslegung des Grundgesetzes ein weiteres Mal.

Die durch die Verfassungsänderungen der „Notstandsgesetze“ und das nachfolgende erste Artikel 10-Gesetz vom 13. August 1968 geschaffene G 10-Kommission, als einziges parlamentarisches Gremium bevollmächtigt Inlandsspionage der Behörden zu verbieten, hatte dies siebenundvierzig Jahre effektiv nicht getan und lediglich als Feigenblatt der Regierungsmacht gedient.

Als die G 10-Kommission schließlich Mitte 2015 zum ersten Mal in ihrer Geschichte gegen die Regierung revoltierte und Einblick in die sogenannte „N.S.A.-Selektorenliste“ verlangte – eine Liste mit Spionagezielen, die der Bundesnachrichtendienst abgelehnt hatte, nicht etwa einer Liste mit tatsächlich anvisierten Zielen – verweigerte die Regierung selbst diesem Gremium die Einsichtnahme. Als die G 10-Kommission dann im Dezember 2015 endlich Verfassungsklage einreichte, stellte sie keinen Eilantrag.

Am 14. Oktober 2016 weigerte sich dann das Bundesverfassungsgericht im (wie erwähnt bereits am 20. September 2016 getroffenen) Beschluss 2 BvE 5/15, die Verfassungsklage der G 10-Kommission auch nur anzunehmen.

Begründung der Karlsruher Richter: Ihrer Interpretation des Grundgesetzes nach, sei die vom Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestages gewählte G 10-Kommission kein „Hilfsorgan“ (Wortlaut Artikel 10 Grundgesetz) des Bundestages, weil sie in dessen Geschäftsordnung (!) nicht „mit eigenen Rechten ausgestattet“ sei.

Abseits dieser bizarr anmutenden Begründung hatte das Urteil einen verheerenden, tatsächlichen Kern: eben den Bezug auf die Legitimierung der „Notstandsgesetze“ Westdeutschlands durch das „Abhörurteil“ BVerfGE 30, 1, von 1970. In einem in der Tat historischen Schritt bestätigten die Verfassungsrichter nicht nur die seitdem als verfassungsgemäß geltende selektive Außerkraftsetzung der Gewaltenteilung, sondern vollzogen in deren letzter Konsequenz selbst die Erniedrigung der parlamentarischen G 10-Kommission und entblößten diese als Placebo, als jahrzehntelanges, lediglich im Falle von Folgsamkeit geduldetes Feigenblatt exekutiver Willkürmacht.

15.11.2025 - 05:55 [ Florian Fade / Tagesschau.de ]

Bundesnachrichtendienst: Bald ein echter Geheimdienst?

(November 13, 2025)

Nun scheint klar: Das neue BND-Gesetz wird einen gewaltigen Umfang haben. Seit dieser Woche gibt es nach WDR-Informationen einen Referentenentwurf, der 139 Paragraphen enthalten soll.
(…)
Die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts der vergangenen Jahre, die bei der Überarbeitung des neuen Gesetzes berücksichtigt werden, haben die Arbeit des BND nicht einfacher gemacht. Die Vorschriften zur Datenübermittlung etwa sind bereits jetzt sehr streng.
(…)
Der BND hackte sich vor einigen Jahren in die Chatkommunikation der russischen Wagner-Söldner und las dort mit. Aber das Programm aktiv stören oder abschalten, das ist bislang ebenso wenig erlaubt wie IT-Strukturen anzugreifen und unschädlich zu machen, von denen gegnerische Hackerangriffe ausgehen.

26.10.2025 - 14:53 [ Frankfurter Allgemeine Zeitung ]

Sanft entsorgt

(30.03.2014)

Eine verschlüsselte Festplatte war im November 2011 dem BKA ausgehändigt worden.

Die Excel-Dateien und Filmkopien enthielten unter anderem Edathys Schicksalsdaten: Ab der Spalte 5.311 unter dem Buchstaben „S“ wie Sebastian befanden sich seine Bestellungen für Bilder nackter Jungen. Aber bis zu diesem Eintrag kam die Beamtin nicht. Sie blieb bei der groben Durchsicht bei Spalte 1123 hängen: Und war wie elektrisiert: Denn dort stand, unter dem Buchstaben „D“, der Name ihres BKA-Gruppenleiters.

17.10.2025 - 18:30 [ Patrick Breyer ]

Chatkontrolle

Inhalt der Seite:

– Die Abschaffung des Digitalen Briefgeheimnisses
– Hilf jetzt mit die Chatkontrolle zu stoppen!
– Der Gesetzentwurf der EU-Kommission
– Verhandlungsmandat des EU-Parlaments
– Positionen der EU-Regierungen
– Position der Bundesregierung
– Die Verhandlungen
– Zeitschiene und Termine
– Die Akteure
– Was hat das Ganze mit dir zu tun?
– Mythen entlarvt
– Weiterführende Informationen & Argumente gegen die Chatkontrolle
– Alternativen zur Chatkontrolle
– Dokumente zur Chatkontrolle
– Kritische Stellungnahmen und Hintergrundartikel

(…)

Am 8. Oktober 2025 ist es uns gelungen, die beispiellosen Pläne zur Chatkontrolle mit einer knappen „Sperrminorität“ der EU-Regierungen aufzuhalten. Die ursprünglich für den 14. Oktober geplante Abstimmung wird nicht stattfinden, da es keine Mehrheit für den aktuellen Vorschlag gibt. Dennoch gibt es Gerüchte, dass Deutschland und die dänische Ratspräsidentschaft an einem alternativen Vorschlag arbeiten, dessen Einzelheiten nicht bekannt sind. Ein (möglicherweise nur geringfügig) geänderter Vorschlag könnte bei der nächsten Tagung der EU-Innenminister am 6./7. Dezember 2025 zur Abstimmung gestellt werden.

17.10.2025 - 18:10 [ BrusselsSignal.eu ]

EU’s ‘chat control’ vote scrapped amid continuing opposition

(October 10, 2025)

Diplomats failed to secure the qualified majority required for approval during preparatory talks after Germany came out against the legislation, leaving the divisive measure in limbo.

Germany, a pivotal swing vote with its 83 million citizens, cited constitutional concerns over disproportionate privacy intrusions, drawing on prior court rulings against data retention.

01.10.2025 - 23:32 [ Nachdenkseiten ]

Chatkontrolle: Der größte Angriff auf unsere Privatsphäre seit der Vorratsdatenspeicherung

(September 25, 2025)

Künftig sollen sämtliche privaten Nachrichten – ob bei WhatsApp, Signal, Threema oder in der E-Mail – vor der Verschlüsselung auf den Geräten selbst durchsucht werden. Algorithmen würden Fotos, Texte und Videos scannen, angeblich nur nach verdächtigen Inhalten. Doch einmal etabliert, könnte dieses System beliebig erweitert werden. Im Klartext: Die EU arbeitet an einem Mechanismus, der jede Nachricht eines jeden Bürgers präventiv kontrolliert. Das ist nichts anderes als eine digitale Hausdurchsuchung, flächendeckend, anlasslos und dauerhaft.
(…)
Parallel zur Chatkontrolle treibt Brüssel die Einführung einer digitalen Identität voran. Offiziell soll sie „Bequemlichkeit und Sicherheit“ bieten. In Wahrheit bedeutet sie, dass künftig jede digitale Handlung eindeutig einer Person zugeordnet werden kann. In Kombination mit der Chatkontrolle entstünde eine Infrastruktur, die es erlaubt, jede Nachricht einer identifizierten Person zuzuordnen, sie auszuwerten und zu speichern. Ein System, das jeder Diktatur die Arbeit erleichtern würde und das jetzt ausgerechnet in der Europäischen Union gebaut werden soll.

01.10.2025 - 22:54 [ Norbert Häring ]

Kameras zur Echtzeit-Gesichtserkennung und -Verhaltenskontrolle werden zur Norm

(August 24, 2025)

Die Kontinentaleuropäer sollten sehr genau in die USA und nach Großbritannien schauen, wenn nicht gleich nach China, um zu sehen, wohin dieser Weg unweigerlich führt: In ein System, in dem der gesamte öffentliche Raum und alles was wir darin tun, fast ebenso umfassend digital überwacht und kontrolliert wird wie der digitale. Das macht die Regierungen und Konzerne übermäßig mächtig und ermöglicht totalitäres Regieren. Es macht uns noch abhängiger und erpressbarer von den USA, bei deren Geheimdiensten und IT-Konzernen die Daten aus aller Welt zusammenlaufen. Wenn wir das nicht wollen, müssen wir uns gegen jeden der – für sich genommen einigermaßen harmlos erscheinenden – Trippelschritte auf diesem Weg wehren.

01.10.2025 - 22:27 [ Reclaim the Net ]

EU Revives Plan to Ban Private Messaging

(August 4, 2025)

Italy, Spain, and Hungary have been in favor of mandatory chat scanning from the start. France could tip the balance since blocking the plan requires four countries representing at least 35 percent of the EU’s population. Paris has moved from tentative support to saying it could “basically support the proposal.”

01.10.2025 - 22:06 [ TKP.at ]

Neuer EU-Vorstoß für das Ende privater Unterhaltungen

(August 5, 2025)

„Der eigene Rechtsdienst des Rates hat schon vor langer Zeit gefolgert, dass der Plan mit Grundrechten kollidiert. Ihre Sicht bleibt: „Die Kernprobleme des Zugriffs auf Kommunikationen potenziell aller Nutzer bleiben unverändert.“ Sie betonen, dass „client-seitige Überprüfung eine Verletzung der Menschenrechte ist und nicht von der Art der Technologie abhängt.“

Trotz jahrelanger Warnungen von Technologen, Juristen und Datenschutzaktivisten scheint die Entscheidung nun mehr von Politik als von Beweisen abhängig zu sein. Dänemark hat bereits einen leicht überarbeiteten zweiten Entwurf verteilt. Die nächste Runde der Ratsverhandlungen ist für den 12. September angesetzt, wobei Befürworter auf eine endgültige Annahme bis zum 14. Oktober hoffen.“

01.10.2025 - 21:58 [ ORF.at ]

„Five Eyes“ hinter den Entschlüsselungsplänen des EU-Ministerrats

(29.11.2020)

Gemeint ist ein erster Schritt zu einer EU-weiten Regulation, die Plattformbetreiber de facto verpflichten wird, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit einem Generalschlüssel auszuhebeln. Dass diese vom britischen Geheimdienst GCHQ vorgeschlagene Methode favorisiert wird, bestätigte de Kerchove ganz nebenbei in einem am Freitag von der Nachrichtenagentur AFP verbreiteten Interview. Ein frisch geleaktes Dokument des Rats dokumentiert die tiefe Involvierung der Spionageallianz „Five Eyes“ in die Entschlüsselungspläne.

(…)

Was de Kerchove, der auch die Gaming-Websites als überwachungspflichtig ins Spiel gebracht hatte, geflissentlich verschwieg, ist, wozu dies in jedem EU-Staat unweigerlich führen wird, dessen Gesetze den Geheimdiensten ein Mandat zum Anzapfen der Glasfaserleitungen zum Zwecke der „Gefahrenverhütung“ bzw. der „Nachrichtenaufklärung“ verleihen.

25.09.2025 - 21:45 [ +972 Magazine ]

Microsoft revokes cloud services from Israel’s Unit 8200, following +972 exposé

Microsoft has terminated the Israeli army’s access to technology it was using to store vast troves of intelligence on Palestinian civilians in the West Bank and Gaza, the tech giant informed Israel’s Defense Ministry in a letter late last week, according to the Guardian.

The decision followed an exposé last month by +972 Magazine, Local Call, and the Guardian revealing how Unit 8200, the Israeli army’s elite cyber warfare agency, was housing intercepted recordings of millions of mobile phone calls by Palestinians on Microsoft’s cloud platform, Azure, creating one of the world’s most intrusive collections of surveillance data over a single population group. According to the joint investigation, this data has been used over the past two years to plan lethal airstrikes in Gaza, as well as to arrest Palestinians in the West Bank.

25.09.2025 - 21:21 [ theGuardian.com ]

Microsoft blocks Israel’s use of its technology in mass surveillance of Palestinians

The decision to cut off Unit 8200’s ability to use some of its technology results directly from an investigation published by the Guardian last month. It revealed how Azure was being used to store and process the trove of Palestinian communications in a mass surveillance programme.

In a joint investigation with the Israeli-Palestinian publication +972 Magazine and the Hebrew-language outlet Local Call, the Guardian revealed how Microsoft and Unit 8200 had worked together on a plan to move large volumes of sensitive intelligence material into Azure.

21.08.2025 - 20:38 [ Frankfurter Allgemeine Zeitung ]

Sanft entsorgt

(30.03.2014)

Eine verschlüsselte Festplatte war im November 2011 dem BKA ausgehändigt worden.

Die Excel-Dateien und Filmkopien enthielten unter anderem Edathys Schicksalsdaten: Ab der Spalte 5.311 unter dem Buchstaben „S“ wie Sebastian befanden sich seine Bestellungen für Bilder nackter Jungen. Aber bis zu diesem Eintrag kam die Beamtin nicht. Sie blieb bei der groben Durchsicht bei Spalte 1123 hängen: Und war wie elektrisiert: Denn dort stand, unter dem Buchstaben „D“, der Name ihres BKA-Gruppenleiters.

09.08.2025 - 17:45 [ +972 Magazine ]

Microsoft storing Israeli intelligence trove used to attack Palestinians

Unit 8200, roughly equivalent in function to the U.S. National Security Agency (NSA), has transferred audio files of millions of calls by Palestinians in the occupied territories onto Microsoft’s cloud computing platform, Azure, operationalizing what is likely one of the world’s largest and most intrusive collections of surveillance data over a single population group. This is according to interviews with 11 Microsoft and Israeli intelligence sources in addition to a cache of leaked internal Microsoft documents obtained by the Guardian.

In a meeting at Microsoft’s headquarters in Seattle in late 2021, the then-head of Unit 8200, Yossi Sariel, won the support of the tech giant’s CEO, Satya Nadella, to develop a customized and segregated area within Azure that has facilitated the army’s mass surveillance project. According to the sources, Sariel approached Microsoft because the scope of Israel’s intelligence on millions of Palestinians in the West Bank and Gaza is so vast that it cannot be stored on military servers alone.

31.07.2025 - 11:30 [ petition.Parliament.uk ]

Repeal the Online Safety Act

We believe that the scope of the Online Safety act is far broader and restrictive than is necessary in a free society.
For instance, the definitions in Part 2 covers online hobby forums, which we think do not have the resource to comply with the act and so are shutting down instead.
We think that Parliament should repeal the act and work towards producing proportionate legislation rather than risking clamping down on civil society talking about trains, football, video games or even hamsters because it can‘t deal with individual bad faith actors.

448,744 signatures

31.07.2025 - 11:19 [ Nationalworld.com ]

Spotify age limit UK: Warning accounts ‚will get deleted‘ unless users ‚do age verification‘ – is it true as over 400k sign petition to repeal Online Safety Act

Spotify says: “You may be presented with an age check when you try to access certain age restricted content, like music videos tagged 18+. Some users will be asked to perform an age check when accessing certain age restricted content.

“You can do this by going through our facial age check. If this shows inaccurate results, you can always correct that with an ID verification.”

31.07.2025 - 11:09 [ BrusselsSignal.eu ]

New UK Online Safety Act triggers digital content restrictions

(July 29, 2025)

The UK Labour Party has previously hinted at potential bans on VPN usage, signalling further crackdowns may be on the horizon.

31.07.2025 - 10:39 [ ORF.at ]

„Five Eyes“ hinter den Entschlüsselungsplänen des EU-Ministerrats

(29.11.2020)

Gemeint ist ein erster Schritt zu einer EU-weiten Regulation, die Plattformbetreiber de facto verpflichten wird, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit einem Generalschlüssel auszuhebeln. Dass diese vom britischen Geheimdienst GCHQ vorgeschlagene Methode favorisiert wird, bestätigte de Kerchove ganz nebenbei in einem am Freitag von der Nachrichtenagentur AFP verbreiteten Interview. Ein frisch geleaktes Dokument des Rats dokumentiert die tiefe Involvierung der Spionageallianz „Five Eyes“ in die Entschlüsselungspläne.

(…)

Was de Kerchove, der auch die Gaming-Websites als überwachungspflichtig ins Spiel gebracht hatte, geflissentlich verschwieg, ist, wozu dies in jedem EU-Staat unweigerlich führen wird, dessen Gesetze den Geheimdiensten ein Mandat zum Anzapfen der Glasfaserleitungen zum Zwecke der „Gefahrenverhütung“ bzw. der „Nachrichtenaufklärung“ verleihen.

31.07.2025 - 10:30 [ Techradar.com ]

The EU could be scanning your chats by October 2025 – here‘s everything we know

(July 7, 2025)

So-called Chat Control aims to halt the spread of CSAM content online by scanning all communications, especially encrypted ones.

31.07.2025 - 10:22 [ Netzpolitik.org ]

Internes Protokoll: EU-Juristen kritisieren dänischen Vorschlag zur Chatkontrolle

Deutschland lehnt die schlimmsten Inhalte des Gesetzes seit zwei Jahren ab, darunter Scannen verschlüsselter Kommunikation, Umgehung von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Client-Side-Scanning. Bisher ist noch nicht klar, ob die neue Bundesregierung dabei bleibt. Die deutsche Delegation verweist „auf die noch ausstehende Positionierung“.

26.07.2025 - 10:15 [ Cio.de ]

Telekom, Netcologne, Stellar, Cetel und IABG betroffen: NSA und GCHQ haben internen Zugang zu deutschen Netzen

(September 14, 2014)

Konkret gehe es um undatierte grafische Ansichten, die mit dem NSA-Programm “Treasure Map” (Schatzkarte) erstellt worden seien. Darin seien die Telekom und Netcologne namentlich aufgeführt und alle fünf genannten Firmen mit einem roten Punkt markiert, was nach der Bildlegende bedeute, dass es “innerhalb” dieser Netze “Zugangspunkte” für die technische Überwachung gebe. Zu dem Programm schreibt das Magazin, jenseits der großen Glasfaserkabel-Verbindungen könnten die Geheimdienstanalysten in “nahezu Echtzeit” auch wichtige Netzverbindungsstellen wie einzelne Router visualisieren – und sogar mit dem Internet verbundene Endgeräte wie Rechner, Smartphones und Tablets. Ziel sei es, “jedes Gerät, überall, jederzeit” sichtbar zu machen, zitiert der “Spiegel” aus einer Präsentation.

26.07.2025 - 06:41 [ theHackerNews.com ]

Hackers can spy on your calls and track location, using just your phone number

(April 19, 2016)

The famous ‘60 Minutes‘ television show shocked some viewers Sunday evening when a team of German hackers demonstrated how they spied on an iPhone used by U.S. Congressman, then recorded his phone calls and tracked his movement through Los Angeles. (…)

The global telecom network SS7 is still vulnerable to several security flaws that could let hackers and spy agencies listen to personal phone calls and intercept SMSes on a potentially massive scale, despite the most advanced encryption used by cellular networks.

All one need is the target‘s phone number to track him/her anywhere on the planet and even eavesdrop on the conversations.

26.07.2025 - 06:28 [ DarkReading.com ]

All GSM Calls Under Threat From Hackers

(August 26, 2009)

Once complete it means anyone with a $500 radio card and a laptop will be able to listen in to GSM calls

It marks a lowering of the bar for criminals to be able to hack calls

It makes having someone listen to our calls a real-life threat for all of us

28.06.2025 - 04:38 [ Netzpolitik.org ]

Schwarz-Rot peitscht Änderung des BKA-Gesetzes durch den Bundestag

Die bisherigen Vorgaben waren verfassungswidrig. Das hatte das Bundesverfassungsgericht letztes Jahr festgestellt und eine Änderungsfrist bis Juli gegeben. Es fehlten etwa klare Vorgaben, ab wann und wie lange Daten gespeichert werden dürfen. Anfang Juni verlängerte das Gericht die Frist bis zum 31. März 2026. (…)

Die Gesellschaft für Freiheitsrechte, die gegen das alte BKA-Gesetz geklagt hatte, kündigte bereits Anfang Juni an, die neuen Gesetze zu prüfen und „gegebenenfalls erneut Verfassungsbeschwerde erheben“ zu wollen.

06.06.2025 - 20:43 [ Netzpolitik.org ]

Änderung des BKA-Gesetzes: Wenig Zeit, wenig Verbesserung

Ende Juli läuft die Frist ab, die das Bundesverfassungsgericht im vergangenen Oktober für eine Neuregelung von Teilen des BKA-Gesetzes gesetzt hat. Dabei geht es um die Frage, wie Daten in der polizeilichen Datenbank INPOL gespeichert werden dürfen, und Befugnisse zur Überwachung von Kontaktpersonen potenzieller Terrorist:innen.
(…)
Es darf demnach nur überwacht werden, wenn eine Person „in nicht nur flüchtigem oder zufälligem Kontakt“ zu jemandem steht, der ebenfalls heimlich überwacht werden dürfte. Das ist laut dem Vorschlag der Fall, wenn die vermeintliche Kontaktperson beispielsweise von der Vorbereitung weiß oder Vorteile aus der Tat ziehen könnte.

Was komplett in dem neuen Entwurf für Kontaktpersonen fehlt, sind Begrenzungen der heimlichen Überwachung für den Kernbereich der Privatsphäre, also diejenigen privaten Bereiche des Lebens, die nicht überwacht werden dürfen. Ebenso gibt es im schwarz-roten Änderungsvorschlag keine Ausführungen, wie etwa die Überwachung von Kontaktpersonen dokumentiert werden muss.