Archiv: Afrika


19.11.2019 - 16:48 [ German Foreign Policy ]

Einflusskampf um Afrika (II)

Einer der jüngsten Versuche besteht darin, im Rahmen der G20-Initiative „Compact with Africa“ die Länder des Kontinents auf die Anpassung ihrer ökonomischen Rahmenbedingungen an Wünsche deutscher Unternehmen einzuschwören. Dazu sollen die heutige Berliner Afrika-Tagung wie auch die ihr vorgeschaltete Investorenkonferenz in der deutschen Hauptstadt beitragen, die im Kontext mit dem Compact with Africa abgehalten werden. Bis heute haben sich lediglich zwölf afrikanische Staaten der Initiative angeschlossen.

18.11.2019 - 02:45 [ junge Welt ]

Tropenhelm auf: Mehr deutsches Militär nach Afrika

Emmanuel Ma cron ruft nach mehr EU-Militär in Afrika, und Berlin setzt den Tropenhelm auf. Paris sieht im Zerfall der meisten Staaten Westafrikas, den es 2011 durch den Krieg gegen Libyen gemeinsam mit Großbritannien und den USA herbeigeführt hatte, ein Sicherheitsproblem erster Ordnung. Das frankophone Kolonialreich droht anderen in die Hände zu fallen.

07.09.2019 - 08:16 [ Konflikte&Sicherheit ‏/ Twitter ]

„Ein Laborversuch mit Spezialkräften“. Ohne Mandat sind #KSK-Soldaten im #Niger, deren Mission unterscheidet sich sehr von dem in #Mali. Visite des Wehrbeauftragten scheiterte aber an „fehlender Genehmigung“ der dortigen Regierung. #Bundeswehr via @welt

21.08.2019 - 02:13 [ German Foreign Policy ]

Die „Option Ruanda“

Auf die Frage, was Präsident Kagame motiviere, Flüchtlinge aus Libyen nach Ruanda zu holen, ist regelmäßig zu hören, er erwarte von der EU finanzielle wie auch politische Gegenleistungen.[14] Tatsächlich wird Ruanda, eine frühere deutsche Kolonie, seit je von Berlin unterstützt – vor allem über das Entwicklungsministerium. Erst in der vergangenen Woche ist Entwicklungsminister Gerd Müller in Kigali gewesen und hat dort bekanntgegeben, Berlin werde Kigali noch mehr als bisher fördern – unter anderem mit einer Ausbildungsinitiative sowie mit Investitionen in Energie und die digitale Infrastruktur.

15.05.2019 - 14:24 [ German Foreign Policy ]

Vor neuen Konfrontationen (II)

Macrons Gegenwehr gegen die deutsche Dominanz betrifft nicht nur die Europa-, sondern auch die klassische Außenpolitik. So hat die französische Regierung am 30. April eine neue Südosteuropastrategie angekündigt, die neue Aktivitäten vor allem in den sechs Ländern der Region, die nicht der EU angehören [4], mit sich bringen soll. Vorgesehen ist nicht nur der Ausbau der politischen, sondern auch der ökonomischen Beziehungen; Paris stellt unter anderem Entwicklungsmittel in Höhe von zunächst 100 bis 150 Millionen Euro bereit. Vor allem die Militärkooperation soll intensiviert werden: Geplant ist neben einer verstärkten Ausbildung südosteuropäischer Offiziere in Frankreich auch eine zunehmende Einbindung von Soldaten der Region in französische Militäreinsätze. Bereits im Februar unterschrieb die damalige französische Europaministerin Nathalie Loiseaux bei einem Besuch in Serbien detaillierte Vereinbarungen zur engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

02.05.2019 - 18:36 [ Tagesschau.de ]

Besuch in Westafrika: Geld gegen den Terror

Terrorgruppen treiben ihr Unwesen, genau wie in den anderen Sahel-Staaten, die Merkel heute bereist: Mali und in Niger.

Auch von dort sind die Staatschefs nach Burkina Faso gekommen, dazu noch aus Mauretanien und dem Tschad. Die sogenannte G5-Sahel Allianz – ein Zusammenschluss von Ländern, die mit zahlreichen Problemen zu kämpfen haben.

02.05.2019 - 18:30 [ Florian Flade ‏/ Twitter ]

#Frankreich/s Militär hat seit 2015 rund 600 Dschihadisten in der #Sahel-Zone „neutralisiert“: .. Die #Bundeswehr hat dabei unterstützt, wie @AutorToto u ich 2018 @welt recherchiert haben: .. #Mali #Barkhane

(28.04.2019)

02.05.2019 - 18:26 [ ffm-online.org ]

UN kritisiert Militarisierung des Sahel durch Frankreich und die USA

(14.01.2019)

Im Halbjahresbericht der UN zum Sahel und zu Westafrika wird einer wachsenden Sorge wegen der Militarisierung der Region durch Frankreich und die USA Ausdruck gegeben. Während die Militäreinsätze erhöht werden, steigt die Feindseligkeit der dortigen Bevölkerung gegenüber den Militärs, so der Bericht. Es fehle an Entwicklungsperspektiven für die Region.

17.02.2019 - 21:27 [ Junge Welt ]

Abschottung als Entwicklungshilfe

An den undemokratischen Zuständen in Ägypten stören sich weder EU noch Bundesregierung. Diktator Abdel Fattah Al-Sisi lässt das Parlament derzeit an einem Gesetz arbeiten, das ihm die Präsidentschaft bis 2034 garantieren soll. Regelmäßig gibt es Berichte von schwersten Menschenrechtsverbrechen. Auch im Hinblick auf alle anderen Staaten, deren Polizeiorganisationen zwecks Flüchtlingsabwehr von Deutschland oder EU gesponsert werden, berichten etwa Amnesty International und Human Rights Watch von immer wiederkehrenden willkürlichen Festnahmen, Folter und Zensur.

10.02.2019 - 15:25 [ Nachdenkseiten ]

Der Fall Hammarskjöld (1/3)

(8.2.2019) Am letzten Januarwochenende hatte beim Sundance Film Festival der Dokumentarfilm “Cold Case Hammarskjöld” von Mads Brügger und Andreas Rocksen Premiere. Die beiden Filmemacher recherchierten über den mysteriösen Flugzeugabsturz, bei dem der UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld 1961 in Afrika ums Leben kam. Dabei stießen sie auf sensationelle Informationen, bei denen die geheime Miliz SAIMR eine wichtige Rolle spielt. Ihre Blutspur zieht sich durch den ganzen afrikanischen Kontinent. Der britische Guardian berichtet in mehreren Artikeln darüber, die wir hier in deutscher Übersetzung von Josefa Zimmermann wiedergeben.

17.12.2018 - 16:53 [ German Foreign Policy ]

„Mit Deutschland und deutschen Tugenden“

Der US-Konzern ExxonMobil sicherte sich Ölfelder vor der madagassischen Küste; das kanadische Minenunternehmen Alcan übernahm die Rechte an einer der größten Bauxitminen des Landes; ein zweites kanadisches Unternehmen, Sherritt, erhielt einen Großteil der Ambatovy-Mine, einer der größten Nickelminen der Welt. Madagaskar wird auch „rote Insel“ genannt, da die laterithaltigen Böden eine prägnante rote Färbung aufweisen. Laterit weist hohe Anteile von Eisen und Aluminium auf. Ende 2008 übertrug die Regierung Ravalomanana dem südkoreanischen Autokonzern Daewoo 1,3 Millionen Hektar Land – rund die Hälfte der fruchtbaren Fläche der Insel.

13.11.2018 - 10:18 [ DW Politik / Twitter ]

Bereits zum vierten Mal ist Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zu Besuch in Niger. Das zeigt, wie sehr die Sahelzone in den Fokus deutscher Politik geraten ist.

13.11.2018 - 08:43 [ Sueddeutsche.de ]

Von der Leyen plädiert für eine „Armee der Europäer“

Am Wochenende hatte auch SPD-Chefin Andrea Nahles eine europäische Armee gefordert. In der EU gebe es 28 Armeen, 27 Luftwaffen und 23 Marinen. „Kein Wunder, dass wir wahnsinnig viel für Militär ausgeben“, sagte sie. Zudem müssten die Europäer neue Allianzen schmieden, sagte Nahles bei einem SPD-Debattencamp in Berlin.

31.10.2018 - 05:56 [ Tagesschau.de ]

Merkel fordert mehr Investitionen in Afrika

Die Bundesregierung wird nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel zur Förderung des Afrika-Geschäfts einen Investitionsfonds für kleine und mittlere Unternehmen auflegen. Der Fonds solle mit Darlehen europäische und afrikanischen Firmen helfen, sagte Merkel auf einer Afrika-Konferenz in Berlin.

15.09.2018 - 16:32 [ Wikipedia ]

Italienische Kolonien: in Afrika

Italienisch-Libyen (1934 bis 1943/47):
– Italienisch-Tripolitanien (1911 bis 1934)
– Italienisch-Cyrenaika (1911 bis 1934)
– Aouzou-Streifen (1935 bis 1943)
Italienisch-Ostafrika (1935 bis 1941):
– Italienisch-Eritrea (1889/90 bis 1941)
– Italienisch-Assab (1882 bis 1889)
– Italienisch-Massaua (1885–1889)
– Kassala (1894–1897 und 1940–1941)
Italienisch-Somaliland (1888 bis 1941/1947, als UNO-Treuhandgebiet erneut 1950–1960)
Oltre Giuba (1924 bis 1926, danach Teil Italienisch-Somalilands)
Äthiopien (1935 bis 1941)
Britisch-Somaliland (1940–1941 besetzt)

Von 1928 bis 1940 und nochmals von 1948 bis 1956 zählte Italien außerdem zu jenen acht bzw. neun Vertragsstaaten, die eine gemeinsame Verwaltung über die Internationale Zone von Tanger (Nordmarokko) ausübten

15.09.2018 - 16:29 [ Sueddeutsche.de ]

Salvini provoziert bei EU-Ministertreffen

Bei einem Ministertreffen in Wien sagte Salvini, dass Asselborn der Ansicht sei, Migration sei für das überalterte Europa aus demografischen Gründen nötig. Das Ziel der italienischen Regierung dagegen sei, dass junge Italiener wieder mehr Kinder bekommen. Dies sei besser, als fehlenden italienischen Nachwuchs zu „ersetzen“ und dafür aus Afrika „neue Sklaven“ nach Europa zu holen.

14.09.2018 - 18:10 [ Kurier.at ]

Kurz drängt auf EU-Grenzschützer auch an Spaniens Südküste

Kurzfristig ist das Ziel des Bundeskanzlers, der ja auch derzeit EU-Ratsvorsitzender ist, die EU-Grenzschützertruppe Frontex massiv zu verstärken. Gerade an Spaniens Mittelmeerküste soll ein Gutteil der auf 10.000 Mann aufgestockten Truppe eingesetzt werden. Für den Sozialisten Sanchez auch eine politische Herausforderung.

14.09.2018 - 18:05 [ Nachrichten.at ]

Asylcamps: Kickl will Schutzwürdigkeit bereits auf Schiffen prüfen

Die Innenminister Italiens und Luxemburgs, Matteo Salvini und Jean Asselborn, hatten sich zuvor bei einem EU-Afrika-Treffen in Wien ein heftiges Verbalgefecht wegen der Migrationspolitik geliefert. Asselborn hatte Salvini unterbrochen, nachdem sich dieser über Asselborns Aussage mokiert habe, wonach die alternde Bevölkerung Europas Zuwanderung brauche. „Merde alors“, rief Asselborn am Ende aus.

14.09.2018 - 18:03 [ Spiegel.de ]

EU-Kommission plant Freihandelsabkommen mit Afrika

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hatte die Pläne bereits in seiner Rede zur Lage der Union am Mittwoch angekündigt. Die EU-Staaten müssten ihnen zustimmen, damit sie in die Tat umgesetzt werden können.

12.09.2018 - 05:35 [ ORF.at ]

Kurz in Madrid: EU-Gipfel und Afrikapolitik als Themen

Kurz trifft in Madrid König Felipe VI. und seinen sozialistischen Amtskollegen Pedro Sanchez. In der Folge gibt es auch Konsultationen mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Paris.

13.08.2018 - 07:04 [ Mumia Abu-Jamal / Junge Welt ]

Kapitalismus und Sklaverei

1944 stellte Eric Williams in seinem Werk »Kapitalismus und Sklaverei« die als gesichert geltenden Lehren europäischer und amerikanischer Geschichte als Mythen in Frage. Williams, der später Premierminister von Trinidad und Tobago wurde, betonte eindringlich, der afrikanische Sklavenhandel habe Europas Aufstieg zur vorherrschenden globalen Wirtschaftsmacht vorangetrieben, und die massiven Profite aus dem atlantischen Dreieckshandel mit den Sklaven hätten geholfen, die industrielle Revolution zu finanzieren und zu untermauern. Williams argumentierte, die Versklavung und Ausbeutung der in Amerika gefangengehaltenen Menschen aus Afrika sei die Voraussetzung für die vollständige Eroberung der sogenannten Neuen Welt gewesen.

12.08.2018 - 10:50 [ tt.com ]

Juncker im TT-Interview: Europa braucht jetzt einen Ruck

Die EU-Kommission hat 2016 einen Treuhandfonds mit 44 Milliarden Euro aufgelegt, um kleine und mittlere Betriebe dazu zu bringen, in Afrika zu investieren, damit die Menschen vor Ort Arbeit finden. Die Mitgliedstaaten haben versprochen, auch 44 Milliarden aufzubringen. Was ist inzwischen passiert?

Juncker: Da ist nicht viel passiert. Alle reden davon, an der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Afrikas aktiv teilzunehmen, aber nichts geschieht.

Die Kommission hält die Afrika-Hilfe aber nach wie vor für notwendig?

Juncker: Ja, natürlich. Wir sind dabei, konkrete Projekte auszuarbeiten und werden binnen weniger Monate eine erste Bilanz dessen vorlegen, was wir in Afrika getan und bewirkt haben.

27.07.2018 - 13:26 [ Tagesschau.de ]

Länder lehnen Kooperation ab: Scheitern EU-Pläne für Asylzentren?

„Die Afrikaner sagen uns, dass Europa eine Teilschuld trägt an der derzeitigen Situation“, erzählt der SPD-Politiker Jo Leinen. Die zerrüttete Lage in Libyen und Syrien sei auch auf verunglückte Interventionen des Westens zurückzuführen: „Die Kriegsflüchtlinge sind auch Produkte europäischer Politik. Und sie sehen auch die Armutsflüchtlinge als eine Folge verfehlter Entwicklungspolitik und verfehlter Agrar- und Fischereipolitik.“

27.07.2018 - 13:03 [ ORF.at ]

Forderungen nach EU-„Marshallplan“ für Afrika

Tajani begrüßte, dass mehrere EU-Länder – darunter Frankreich, Deutschland, Spanien und Portugal – zuletzt Gruppen von Flüchtlingen bzw. Migranten aufgenommen haben, die im Mittelmeer gerettet wurden. „Dies bezeugt, dass eine europäische Lösung für die Flüchtlingsproblematik möglich ist.“

17.07.2018 - 05:34 [ Junge Welt ]

Kolonialkommissar des Tages: Gerd Müller

»Wir brauchen einen EU-Afrikakommissar, bei dem alle Fäden einer in sich stimmigen Afrikapolitik zusammenlaufen.« Denn Afrika ist ein »Chancenkontinent«, ja einfach die »Jahrhundertaufgabe für die Europäische Union«. Das sollte, meint der Minister, der EU ein paar Haushaltsmilliarden zusätzlich wert sein.
Wieso eigentlich? Antwort: Der Russe und der Chinese sind schon da, um sich »knappe Rohstoffe« zu sichern.

24.06.2018 - 22:01 [ derStandard.at ]

Kunasek will Soldaten vom Balkan bis nach Afrika postieren

Auf STANDARD-Anfrage erklärt Kunasek, dass es noch keine Festlegung gäbe, wie viele Soldaten die Republik selbst für einen derart verstärkten EU-Außengrenzschutz bereitstellen könnte: „Es ist noch zu früh, hier eine konkrete Zahl zu nennen, wir sind erst im Stadium der Willensbekundung. Deutlich festhalten möchte ich aber auch, dass keine Grundwehrdiener zu diesen Einsätzen im Ausland verpflichtet werden.“

21.06.2018 - 10:18 [ tagesschau.de ]

Streit zwischen CSU und CDU: Misstrauen überall

Die CSU befürchtet offenbar, dass Merkel versuchen könnte, mit finanziellen Zusagen andere EU-Staaten zu einer Zusammenarbeit in Asylfragen zu bewegen. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder traf sich im österreichischen Linz mit Bundeskanzler Sebastian Kurz, der ebenfalls ein Kritiker der Merkel’schen Flüchtlingspolitik ist. Dabei warnte er, man könne jetzt nicht „mit deutschen Zahlungen versuchen, irgendwelche Lösungen zu erreichen“. Besser solle Geld für „Schutzzonen in Afrika“ ausgegeben werden.

29.04.2018 - 17:50 [ Radio Utopie ]

„… um jeden Widerstand im Volk gegen die Vorbereitung eines Dritten Weltkrieges zu unterdrücken“

Angesichts einer möglichen friedlichen Wiedervereinigung des geteilten Korea und einer Zukunft in Souveränität, aber ebenso einem weiteren drohenden Angriffskrieg in Asien, Afrika, oder Europa, der durch die Kanzlerin, ihre Büttel und Parlamentsparteien in Deutschland vorbereitet, gefordert, abgesegnet, toleriert bzw aktiv oder passiv unterstützt wird, ist die 1967 nach Westdeutschland geschmuggelte Tonaufnahme von Max Reimann ein wichtiges zeithistorisches Dokument.