Archiv: Verfassungsrichter / Oberste Richter / Richterinnen / Constitutional Judges / Supreme Judges


15.11.2025 - 06:52 [ Daniell Neun / Radio Utopie ]

Als das Bundesverfassungsgericht Deutschland zur elektronischen Kolonie erklärte

(Juni 15, 2017)

Mit seinen Beschlüssen 2 BvE 5/15 (verkündet am 14.10.2016, aber schon vom 20.09.2016) und 2 BvE 2/15 (verkündet am 15.11.2016, aber schon vom 13.10.2016) gab das Bundesverfassungsgericht das unauffällige Startsignal für den Beschluss des neuen B.N.D.-Gesetzes am 21.10.2016 im Bundestag.

Die Absegnung des B.N.D.-Gesetzes durch ihre Über-Dreiviertel-Mehrheit im Parlament, gegen die es laut Karlsruhe nun keine Opposition mehr im Sinne von Artikel 44 des Grundgesetzes gab, hatte die Regierung bis zu den Freifahrtscheinen der Verfassungsrichter taktisch verzögert.

Am 12. Dezember 1970 hatte das „Abhörteil“ (BVerfGE 30, 1) vom Verfassungsgericht Westdeutschlands die Aufhebung der Gewaltenteilung beim Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis durch die Verfassungsänderungen der „Notstandsgesetze“ als verfassungsgemäß beurteilt. Das damalige Urteil war gegen schwerste Bedenken und vorausschauende Warnungen der Verfassungsrichter Geller, Dr. v.Schlabrendorff und Dr. Rupp mit 5 zu 3 Stimmen entschieden worden.

Im Jahre 2016 nun übertrugen Andreas Voßkuhle, Peter M. Huber, Monika Hermanns, Sibylle Kessal-Wulf, Peter Müller, Doris König und Ulrich Maidowski die Machtfülle der in 1968 unter Besatzungsrecht geschaffenen „Notstandsgesetze“ der damaligen „großen Koalition“ auf deren heutige Nachfolger.

Und in Deutschland, wie es heute ist, eskalierten die Verfassungsrichter selbst die damalige antidemokratische und antiparlamentarische Auslegung des Grundgesetzes ein weiteres Mal.

Die durch die Verfassungsänderungen der „Notstandsgesetze“ und das nachfolgende erste Artikel 10-Gesetz vom 13. August 1968 geschaffene G 10-Kommission, als einziges parlamentarisches Gremium bevollmächtigt Inlandsspionage der Behörden zu verbieten, hatte dies siebenundvierzig Jahre effektiv nicht getan und lediglich als Feigenblatt der Regierungsmacht gedient.

Als die G 10-Kommission schließlich Mitte 2015 zum ersten Mal in ihrer Geschichte gegen die Regierung revoltierte und Einblick in die sogenannte „N.S.A.-Selektorenliste“ verlangte – eine Liste mit Spionagezielen, die der Bundesnachrichtendienst abgelehnt hatte, nicht etwa einer Liste mit tatsächlich anvisierten Zielen – verweigerte die Regierung selbst diesem Gremium die Einsichtnahme. Als die G 10-Kommission dann im Dezember 2015 endlich Verfassungsklage einreichte, stellte sie keinen Eilantrag.

Am 14. Oktober 2016 weigerte sich dann das Bundesverfassungsgericht im (wie erwähnt bereits am 20. September 2016 getroffenen) Beschluss 2 BvE 5/15, die Verfassungsklage der G 10-Kommission auch nur anzunehmen.

Begründung der Karlsruher Richter: Ihrer Interpretation des Grundgesetzes nach, sei die vom Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestages gewählte G 10-Kommission kein „Hilfsorgan“ (Wortlaut Artikel 10 Grundgesetz) des Bundestages, weil sie in dessen Geschäftsordnung (!) nicht „mit eigenen Rechten ausgestattet“ sei.

Abseits dieser bizarr anmutenden Begründung hatte das Urteil einen verheerenden, tatsächlichen Kern: eben den Bezug auf die Legitimierung der „Notstandsgesetze“ Westdeutschlands durch das „Abhörurteil“ BVerfGE 30, 1, von 1970. In einem in der Tat historischen Schritt bestätigten die Verfassungsrichter nicht nur die seitdem als verfassungsgemäß geltende selektive Außerkraftsetzung der Gewaltenteilung, sondern vollzogen in deren letzter Konsequenz selbst die Erniedrigung der parlamentarischen G 10-Kommission und entblößten diese als Placebo, als jahrzehntelanges, lediglich im Falle von Folgsamkeit geduldetes Feigenblatt exekutiver Willkürmacht.

25.09.2025 - 20:36 [ Tagesschau.de ]

Bundesverfassungsgericht: Das sind die neuen Richter in Karlsruhe

Der Bundestag hat heute drei Kandidatinnen und Kandidaten – zwei von der SPD, einen von der Union – für Richterstellen beim Bundesverfassungsgericht gewählt. Die Neuen in Karlsruhe in Kurzporträts.

14.07.2025 - 23:23 [ Times of Israel ]

High Court gives government green light to convene new panel on firing attorney general

(July 13, 2025)

The decision by Judge Noam Sohlberg came hours after Justice Minister Yariv Levin and Diaspora Affairs Minister Amichai Chikli filed a notice to the court asking it to reject petitions against the new procedure and implied that the coalition could ignore the court if it ruled against it on the matter.

28.06.2025 - 04:38 [ Netzpolitik.org ]

Schwarz-Rot peitscht Änderung des BKA-Gesetzes durch den Bundestag

Die bisherigen Vorgaben waren verfassungswidrig. Das hatte das Bundesverfassungsgericht letztes Jahr festgestellt und eine Änderungsfrist bis Juli gegeben. Es fehlten etwa klare Vorgaben, ab wann und wie lange Daten gespeichert werden dürfen. Anfang Juni verlängerte das Gericht die Frist bis zum 31. März 2026. (…)

Die Gesellschaft für Freiheitsrechte, die gegen das alte BKA-Gesetz geklagt hatte, kündigte bereits Anfang Juni an, die neuen Gesetze zu prüfen und „gegebenenfalls erneut Verfassungsbeschwerde erheben“ zu wollen.

06.06.2025 - 21:33 [ servat.unibe.ch ]

BVerfGE 30, 1 – Abhörurteil

Abweichende Meinung der Richter Geller, Dr. v.Schlabrendorff und Dr. Rupp zu dem Urteil des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 15. Dezember 1970

— 2 BvF 1/69, 2 BvR 629/68 und 308/69 —
Wir können dem Urteil vom 15. Dezember 1970 nicht zustimmen. Art. 10 Abs. 2 Satz 2 GG in der Fassung des Siebzehnten Ergänzungsgesetzes ist mit Art. 79 Abs. 3 GG nicht vereinbar und daher nichtig.

(…)

Die Rechtsweggarantie des Art. 19 Abs. 4 GG dient dem individuellen Rechtsschutz. Sie gewährleistet, daß jeder durch die öffentliche Gewalt in seinen Rechten Verletzte ein Gericht anrufen kann. Das Wesentliche an dieser verfassungsrechtlichen Regelung liegt darin, daß der Rechtsschutz durch ein sachlich und persönlich unabhängiges, von Exekutive und Legislative getrenntes, also neutrales Organ gewährt wird, das bestimmten Kautelen (z.B. ordnungsmäßige Besetzung) unterliegt und selbstverständlich nur nach Anhörung des Betroffenen entscheiden kann. Wenn nun auf Grund der verfassungsändernden Bestimmung „an die Stelle des Rechtsweges die Nachprüfung durch von der Volksvertretung bestellte Organe und Hilfsorgane“ tritt, so wird das eigentliche Rechtsschutzsystem ersetzt. Wenn die Bestimmung überhaupt einen Sinn haben soll, so muß sich dieses Ersatz-System von dem normalen „Rechtsweg“ unterscheiden. Dies kann nur bedeuten, daß es nicht die Garantien der Unabhängigkeit und Neutralität zu haben und nicht unter dem Zwang eines bestimmten Verfahrens zu stehen braucht. Dieser Unterschied wird BVerfGE 30, 1 (34)BVerfGE 30, 1 (35)noch dadurch ins rechte Licht gerückt, daß Art. 10 Abs. 2 Satz 2 GG auch die Geheimhaltung der Überwachungsmaßnahme ermöglicht.

Im übrigen ist der verfassungsändernden Vorschrift auch keine greifbare Einschränkung des Kreises derjenigen, die überwacht werden dürfen, zu entnehmen.

(…)

Nun muß man sich bei der Beantwortung der Frage, was „Menschenwürde“ bedeute, hüten, das pathetische Wort ausschließlich in seinem höchsten Sinn zu verstehen, etwa indem man davon ausgeht, daß die Menschenwürde nur dann verletzt ist, wenn „die Behandlung des Menschen durch die öffentliche Hand, die das Gesetz vollzieht“, „Ausdruck der Verachtung des Wertes, der dem Menschen kraft seines Personseins zukommt, also in diesem Sinne eine ‚verächtliche Behandlung'“ ist. Tut man dies dennoch, so reduziert man Art. 79 Abs. 3 GG auf ein Verbot der Wiedereinführung z.B. der Folter, des Schandpfahls und der Methoden des Dritten Reichs. Eine solche Einschränkung wird indessen der Konzeption und dem Geist des Grundgesetzes nicht gerecht.

(…)

Es sollte nicht mehr besonders betont werden müssen, daß ein Geheimverfahren, wie es in Art. 10 Abs. 2 Satz 2 GG zugelassen ist, also ein Verfahren, in dem der Betroffene nicht BVerfGE 30, 1 (43)BVerfGE 30, 1 (44)gehört wird und sich nicht verteidigen kann, keinen Rechtsschutz bietet.

06.06.2025 - 21:24 [ Daniel Neun / Radio Utopie ]

„Selbst Forderung der Drei Westmächte könnte die verfassungswidrige Grundgesetzänderung nicht rechtfertigen“

(February 19, 2017)

Wie zuvor von uns dokumentiert, hob im Sommer 1968 das „siebzehnte Gesetz zur Ergänzung des Grundgesetzes“ („Notstandsgesetze“) die Gewaltenteilung bezüglich des Brief- Post- und Fernmeldegeheimnisses auf und schrieb zudem in das Grundgesetz ein Recht des Staates, den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern die Verletzung ihres Brief- Post- und Fernmeldegeheimnisses durch den Staat nicht einmal mitzuteilen.

Über nachfolgend eingereichte Verfassungsklagen gegen dieses „siebzehnte Gesetz zur Ergänzung des Grundgesetzes“ vom 24. Juni 1968, sowie gegen das anschließend von „S.P.D.“, „C.D.U.“ und „C.S.U.“ ebenfalls beschlossene ausführende erste Artikel 10-Gesetz vom 13. August 1968, entschied das westdeutsche Verfassungsgericht in Karlsruhe am 12. Dezember 1970 im Verfahren 2 BvF 1/69; 2 BvR 629/68; 2 BvR 308/69, auch „Abhörurteil“ genannt und heute zumeist zitiert als BVerfGE 30, 1. (Quelle 1, Quelle 2)

Mit 5 zu 3 Stimmen beurteilte der zweite Senat die „Notstandsgesetze“ als verfassungsgemäß. Aufgehoben wurde lediglich ein kleiner Abschnitt im ausführenden Artikel 10-Gesetz.

Für die „Notstandsgesetze“ der „großen Koalition“ stimmten die Richter Seuffert, Dr. Leibholz, Dr. Geiger, Dr. Kutscher und Dr. Rinck.

Dagegen stimmten die Richter Geller, Dr. v.Schlabrendorff und Dr. Rupp. Hier Auszüge ihrer abweichenden Meinung zum Urteil vom 15. Dezember 1970 (der Link zu den „Großer Lauschangriff“ genannten Verfassungsänderungen der „großen Koalition“ dreißig Jahre später in 1998, wiederum Grundlage für das B.K.A.-Gesetz der „großen Koalition“ in 2008, wurde hinzugefügt):

29.03.2025 - 18:21 [ Korean Broadcasting System - KBS.co.kr ]

Zwei Verfassungsrichter stehen vor Ruhestand – Urteil zu Präsident Yoon offenbar spätestens in drei Wochen

In Justizkreisen hieß es am Freitag, dass am 18. April die sechsjährigen Amtszeiten des kommissarischen Präsidenten des Verfassungsgerichts Moon Hyung-bae sowie von Richterin Lee Mi-seon enden.

Da der kommissarische Präsident Han Deok-soo den Kandidaten Ma Eun-hyuk bislang nicht ernannt hat, gäbe es nach dem Ausscheiden der beiden erneut nur sechs Verfassungsrichter.

29.03.2025 - 15:30 [ Communist of Israel ]

Knesset Passes Law Boosting Far-Right Control Over Appointment of Judges

Throughout the evening, lawmakers quashed an unprecedented 71,023 objections filed by the opposition before finally voting 67-1 in favor of the legislation in the third and final reading, passing it into law.

In a fascist speech, Prime Minister Benjamin Netanyahu pushed back against his critics, insisting that the real danger, he claimed, is an unelected “deep state” working against the elected government.

29.03.2025 - 15:26 [ Jerusalem Post ]

Knesset approves dramatic judicial selection committee bill

(March 26, 2025)

The Judicial Selection Committee’s makeup since 1953 has included nine members – three High Court judges, two ministers, two members of Knesset (traditionally one coalition and one opposition), and two representatives of the Israel Bar Association (IBA). According to the new proposal, which will apply beginning with the next Knesset, the two IBA members will be replaced by two “public representatives”, one appointed by the coalition and the other by the opposition.

24.03.2025 - 13:24 [ Times of Israel ]

High Court sets April 8 date to hear petitions against Shin Bet chief’s dismissal

The petitions will be heard by a panel consisting of Supreme Court President Isaac Amit, incoming Deputy Supreme Court President Noam Sohlberg and Justice Daphne Barak-Erez.

The three are the most senior justices on the bench. Both Amit and Barak-Erez are liberals, while Sohlberg is a staunch conservative.

20.03.2025 - 20:32 [ Ynetnews.com ]

Ex-chief justice Aharon Barak warns: Israel is heading to civil war

Barak, who previously served as attorney general, has recently explored the possibility of a plea deal in Netanyahu’s corruption cases. “I believe an agreement can be reached,” he said. Once close to Netanyahu, Barak had often praised his commitment to the rule of law.

23.02.2025 - 19:54 [ Times of Israel ]

High Court gives government another delay for answer on establishing Oct. 7 state commission of inquiry

The High Court of Justice agrees to a request by the government to grant it another 90 days before updating the court as to its position on establishing a state commission of inquiry into the failures leading up to, during and after the October 7, 2023, Hamas invasion and atrocities.

The government must now provide the court with a new update by May 11.

11.01.2025 - 14:20 [ Korean Joong Ang Daily ]

Who’s the traitor here?

(January 8, 2025)

Eighteen People Power Party (PPP) lawmakers who broke through police barricades to vote in favor of repealing martial law have since been labeled traitors. So too have the 12 alleged lawmakers who supported President Yoon‘s impeachment. Recently, acting President Choi Sang-mok faced similar accusations after appointing two Constitutional Court justices. But this raises a critical question: Who is betraying whom?

Without the actions of those 18 lawmakers, the PPP would remain tarnished by its complicity in shielding martial law. Without Choi’s decision, the impeachment trial could have descended into a legal quagmire, leaving the nation paralyzed.

03.01.2025 - 11:44 [ Jurist.org ]

South Korea acting president to move quickly to fill Constitutional Court vacancies amid political turmoil

(January 1, 2024)

The Yonhap News Agency evaluates that, despite one vacant seat in the Constitutional Court, the main obstacle to President Yoon Seok-yeol’s impeachment trial has been resolved, as the same eight judges who presided over the dismissal of former President Park Geun-hye in 2016 have been appointed.

According to Article 22 of the Korean Constitutional Court Act, the Constitutional Court requires the consent of six judges to cite the impeachment petition, and seven people to hear the case.

27.12.2024 - 13:52 [ Korean Broadcasting System ]

Parlament stimmt für Amtsenthebungsverfahren gegen Interimspräsident Han

Der Parlamentschef Woo Won-shik erklärte vor der Abstimmung, dass der Amtsenthebungsantrag gegen Premierminister Han Duck-soo gemäß Artikel 65 Absatz 2 der Verfassung eine einfache Mehrheit der Abgeordneten erfordere.

26.12.2024 - 17:56 [ Korean Broadcasting System ]

Amtsenthebungsantrag gegen Han vor Plenum der Nationalversammlung vorgelegt

Die Demokratische Partei (DP) hat auf der Plenarsitzung der Nationalversammlung am Donnerstag über einen Amtsenthebungsantrag gegen den kommissarischen Präsidenten Han Duck-soo berichtet.

Dies erfolgte unmittelbar, nachdem Han öffentlich angekündigt hatte, die Ernennung neuer Richter am Verfassungsgericht zu verschieben, bis Regierungspartei und Opposition eine Einigung gefunden haben.

23.12.2024 - 20:12 [ Legal Tribune Online ]

Änderung des Grundgesetzes: So wollen Ampel und Union das BVerfG stärker schützen

(September 23, 2024)

Dazu ist auch bereits ein entsprechender Entwurf für ein solches Bundesgesetz vorbereitet worden, der die Details regelt. In § 7a BVerfGG soll ein neuer Abs. 5 eingefügt werden:

„Hat das zuständige Wahlorgan innerhalb von drei Monaten, nachdem ihm das Bundesverfassungsgericht einen Wahlvorschlag gemacht hat, keinen Nachfolger gewählt, kann sein Wahlrecht auch vom anderen Wahlorgan ausgeübt werden.“ Das bedeutet: Wäre der Bundestag von einer Partei mit mehr als einem Drittel der Stimmen blockiert, so könnte der Bundesrat einspringen.

08.04.2024 - 19:15 [ Times of Israel ]

Netanyahu’s judicial ‘reform’ threatens to bulldoze the Declaration of Independence

(21 February 2023)

Our Declaration of Independence promises that the State of Israel “will ensure complete equality of social and political rights to all its inhabitants irrespective of religion, race or sex; it will guarantee freedom of religion, conscience, language, education and culture…”

As of today, those foundational commitments and guarantees are under direct and tangible threat, from the very government charged with upholding them.

01.01.2024 - 18:28 [ i24news.tv ]

Israel: High Court strikes down law repealing the ‚reasonableness standard,‘ a key plank of the govt‘s judicial reform

The reasonableness law, an amendment to Basic Law: The Judiciary, prohibits courts, including the High Court, from reviewing government and ministerial decisions using the „reasonableness“ standard. This standard permits the court to annul decisions based on substantive issues with the considerations behind them.

It was passed last year amid furious protests that saw hundreds of thousands Israelis take to rallies in Tel Aviv, Jerusalem and elsewhere across Israel.

01.01.2024 - 18:11 [ Axios.com ]

Israeli Supreme Court strikes down Bibi‘s controversial judicial overhaul law

– Twelve out of 15 Supreme Court judges ruled that the court has the authority to conduct judicial oversight on basic laws and intervene in extreme cases when the Knesset oversteps its legislative authority.

– The law was the first piece of legislation of Netanyahu‘s judicial overhaul — a plan that destabilized Israel‘s economy, military and foreign relations.

The Supreme Court struck down the law in an 8-7 vote.

01.01.2024 - 18:04 [ Times of Israel ]

In historic 1st, High Court strikes down Basic Law amendment, voiding reasonableness law

Twelve of the 15 justices agree the court does have the authority to strike down Basic Laws.

01.01.2024 - 17:33 [ Noga Tarnopolsky נגה טרנופולסקי نوغا ترنوبولسكي / Twitter ]

Strap in, everybody: Israel‘s Supreme Court announces it will issue its ruling on Netanyahu‘s cancellation of the Reasonableness Law at 18:45, in less than an hour.

(38 min ago)

01.01.2024 - 17:15 [ Times of Israel ]

High Court to strike down reasonableness law in ruling tonight, reports say

Hebrew media outlets report that the High Court of Justice will publish its ruling on the government’s “reasonableness law” this evening and that it will strike down the controversial legislation, which is an amendment to Basic Law: The Judiciary.

This would be the first time the court strikes down any aspect of one of Israel’s Basic Laws, which have quasi-constitutional status.

01.01.2024 - 17:07 [ Times of Israel ]

Shas set to push law allowing High Court to delay reasonableness ruling

Lawmakers from the Shas coalition party are reportedly seeking to advance a bill that would temporarily extend the time in which High Court justices can publish rulings on petitions, allowing the bench to postpone a decision that is widely expected to strike down a piece of the government’s judicial overhaul.

In an unprecedented leak, a draft ruling published last week previewed the court’s intention to strike down, by an 8-7 vote, a law limiting the court’s ability to reverse government and ministerial decisions based on the doctrine of reasonableness.

29.12.2023 - 04:12 [ DailyBeast.com ]

Israeli Court Decries ‘Leaks’ of Ruling on Netanyahu’s Legal Overhaul

“The judiciary views very severely the leak of parts of draft rulings that have not been completed,” acting Supreme Court President Uzi Vogelman said of the leak. “The attempt to influence pending proceedings and to harm public trust in the judiciary and its dedicated judges and employees will not succeed.” The final ruling is expected to arrive midway through January.

28.12.2023 - 16:52 [ Times of Israel ]

Bombshell leaked draft ruling shows High Court set to nix key judicial overhaul law

The report drew immediate, heated reactions, with coalition members chastising the expected decision and casting it as undermining the national unity being displayed during the ongoing war against Hamas. The group that petitioned for the law to be nullified claimed the leak was an attempt to intimidate the justices and push them to change their ruling and not void the legislation.

28.12.2023 - 16:41 [ i24news.tv ]

Israeli High Court poised to strike down judicial ‚reasonableness‘ clause

The leaked draft revealed an apparent 8-7 split among the 15-justice panel, indicating eight justices in favor of annulling the law and seven against

28.12.2023 - 16:29 [ Haaretz ]

Report: Israeli High Court Justices Poised to Nullify Key Judicial Coup Law Passed Last Summer

The justices who reportedly support the nullification are: former president Esther Hayut, current care-taker president Uzi Vogelman, Isaac Amit, Anat Baron, Ofer Grosskopf, Chaled Kabub, Daphne Barak-Erez and Ruth Ronnen.

The opponents are reported to be Noam Sohlberg, Yechiel Meir Kasher, Yosef Elron, Alex Stein, Yael Willner, David Mintz and Gila Canfy Steinitz.

28.12.2023 - 16:00 [ JNS.org ]

Israeli High Court prepares to strike down Basic Law

Each judge will now read the opinions of the other justices before a final decision is reached. There is a chance, though slim, that the result will be different if a justice changes his or her mind after reading the other verdicts, Channel 12 reported.

15.11.2023 - 08:36 [ Haaretz ]

Israeli Panel Seeks to Force Justice Minister‘s Hand Over Appointment of Next Chief Justice

(14.11.2023)

Members of the Judicial Appointments Committee are looking into the option of initiating a motion to elect Justice Isaac Amit as the president of the Supreme Court, despite the opposition of Justice Minister Yariv Levin.

15.11.2023 - 08:30 [ Yonatan Touval / Twitter ]

So even as Israel is at war, #Netanyahu‘s justice minister, Yariv Levin, continues advancing the judicial coup, reportedly plotting to appoint two of his allies who actively participated in the attempted coup to the Supreme Court (per Channel 12 News).

(November 12, 2023)

15.11.2023 - 08:20 [ Reuters ]

Israeli government yields on key judicial overhaul, citing war

(November 5, 2023)

In a letter from his lawyer to the Supreme Court, Justice Minister Yariv Levin pledged to convene the Judicial Appointments Committee within 15 days. The court had been scheduled to hear challenges to his hold-ups, which have resulted in backlogs in filling vacated bench positions.

„The justice minister believes there is no justification for being preoccupied with disputes during a war,“ the letter said.

06.09.2023 - 21:21 [ Times of Israel ]

Report: Netanyahu demanded exclusion of recusal law from potential overhaul freeze

The compromise, as reported, aimed to freeze all further judicial overhaul legislation in return for granting the coalition more power on the Judicial Selection Committee in the form of veto power on the selection of the Supreme Court president and lower court judges.

But today’s report says Netanyahu was adamant that any freeze still allow a potential “override clause” to be legislated with a regular majority, in the event that the High Court of Justice nullifies the government’s law shielding the premier from being ordered by courts or the attorney general to step down.