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15:48 [ Portal amerika21.de ]

Kolumbien: Studie bringt staatliche Verbrechen unter der Regierung Uribe ans Licht

An den staatlichen Verbrechen, den sogenannten außergerichtlichen Hinrichtungen, waren alle bewaffneten Kräfte beteiligt: Die Armee, die Polizei, die Marine und die Luftwaffe. Laut dem Buch errichteten sowohl die Polizei als auch die Armee Straßensperren, hielten Busse an, gingen hinein, kontrollierten die Papiere und forderten junge Leute zum Aussteigen auf, die später als Leichen auftauchten. Rojas erklärt, dass „90 Prozent der Verbrechen vom Militär verübt wurden, aber wir zeigen auch Operationen auf, bei denen alle bewaffneten Kräfte zusammengewirkt haben, so beim Transport der Opfer in Helikoptern der Luftwaffe. Auch das Nationale Institut für Haftanstalten hat falsos positivos auf dem Gewissen, denn sie lieferten Gefangene ab, um sie hinrichten zu lassen“.

16.07.2018 - 00:24 [ Junge Welt ]

Hunderte Morde

Paramilitarismus ist ein politisches Problem, hinter dem Macht- und Wirtschaftsinteressen stehen. Nötig wäre deshalb das Aufdecken der Querverbindungen zwischen dem Staat, ökonomischen und politischen Akteuren, den Streitkräften und Todesschwadronen. Dies blieb unter Santos aus, die Behörden verharmlosten die Verbrechen regelmäßig als unpolitische Kriminalität.

04.06.2018 - 09:11 [ Portal amerika21.de ]

Kolumbien tritt OECD und Nato bei, Santos spricht vor Europaparlament

Dagegen wird die aktuelle politische und soziale Lage in Kolumbien von anderen Stellen sehr kritisch bewertet. Die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte etwa forderte Ende März die Regierung auf, „dringende Maßnahmen“ zum Schutz von Mitgliedern sozialer Bewegungen und Menschenrechtsorganisationen zu ergreifen. Hintergrund ist die anhaltende Gewalt gegen soziale Aktivisten und Mitglieder der ehemaligen Farc-Guerilla sowie der zunehmende Einfluss rechtsextremer Paramilitärs.

27.05.2018 - 12:51 [ Amerika21.de ]

Betrug bei heutigen Präsidentschaftswahlen in Kolumbien befürchtet

Zum einen hat das Einwohnermeldeamt (RNEC), dass auch die Registrierung der Wahlberechtigten vornimmt, die Wahl-Software von keiner unabhängigen Expertenorganisation überprüfen lassen und die Untersuchung des Softwareprogramms durch Colombia Humana verweigert, obwohl alle Parteien per Gesetz das Recht dazu haben. Zum anderen soll es mindestens 4.000 Personen geben, die unter dubiosen Umständen als Wahlhelfer eingesetzt worden sind.

27.05.2018 - 12:42 [ derStandard.at ]

Kolumbien: Linker Kandidat mit Chancen auf Präsidentschaft

Der aussichtsreichste Gegenkandidat Gustavo Petro (58), in den 1980er Jahren Mitglied der linken M19-Guerilla und später Bürgermeister der Hauptstadt Bogotá, will hingegen Steuerschlupflöcher schließen, Abgaben für Vermögende erhöhen und mit Staatsgeldern Ländereien ankaufen, um diese an arme Bauern zu verteilen. – derstandard.at/2000080430423/Linker-Kandidat-mit-Chancen-auf-Praesidentschaft-in-Kolumbien

20.05.2018 - 11:38 [ Portal amerika21.de ]

Kolumbien: Wegen Massengrab soll Flutung von Stausee verschoben werden

Die Behörden von Antioquia kritisieren nun, der Brief sei nicht vom EU-Parlament sondern nur von einzelnen Abgeordneten unterzeichnet. Medellíns Bürgermeister Gutiérrez sagte sogar abfällig, das Schreiben sei nur von Abgedordneten unterzeichnet, die mit Linksparteien in Europa verbunden sind.

15.05.2018 - 09:13 [ ORF.at ]

Staatengruppe: Venezuela soll Wahl absagen

Zu ihr gehören zwölf amerikanische Staaten, darunter Kanada, Brasilien, Mexiko und Kolumbien. „Das ist ein letzter Aufruf, die Wahl abzusagen“, hieß es in der gemeinsamen Erklärung.

13.05.2018 - 17:45 [ Amerika21.de ]

Die Opposition in Venezuela könnte die Wahlen gewinnen. Warum der Boykott?

Angesichts der Untätigkeit der Opposition scheint eine militärische Intervention der USA und speziell ihrer südamerikanischen Alliierten möglich. Als Tillerson Anfang Februar auf seiner erwähnten Tour war, verlegten Brasilien und Kolumbien Truppen in Richtung venezolanischer Grenze mit dem Argument, die massive venezolanische Migration habe zu einer „humanitären Krise“ mit Auswirkung auf ihre Territorien geführt.

13.05.2018 - 17:43 [ Amerika21.de ]

Fake News gegen aussichtsreichen linken Präsidentschaftskandidaten in Kolumbien

Laut aktueller Prognosen wird Petro gegen Iván Duque, den Kandidaten der von Ex-Präsident Álvaro Uribe gegründeten ultrarechten Partei Centro Democrático (CD), in der Stichwahl antreten.

Die falschen Meldungen basieren auf angebliche Aussagen von Petro in Pressekonferenzen oder Interviews mit leitenden Medien. Doch diese haben tatsächlich nie stattgefunden. Gemeinsam ist den falschen Aussagen, die Petro in den Mund gelegt werden, die Ankündigung von Einschränkungen der Freiheit der Bürger.

04.05.2018 - 22:39 [ Portal amerika21.de ]

Verfassungsgericht verurteilt Betreiber von Nickel-Miene in Kolumbien

Das kolumbianische Verfassungsgericht hat die Betreiber der Nickelmine Cerro Matoso, die sich im Besitz des australischen Unternehmens South32 befindet, dazu verurteilt, mindestens 3.000 Indigene und Afrokolumbianer für entstandene Umwelt- und Gesundheitsschäden durch den Nickelabbau zu entschädigen. Cerro Matoso ist die viertgrößte Nickelmine weltweit.

16.04.2018 - 04:28 [ Portal amerika21.de ]

Deutscher Waffenhersteller wegen Lieferung nach Kolumbien angeklagt

Die Kampagne „Aktion Aufschrei“, die damit erneut erfolgreich Anzeige gestellt hat, führt ebenso ein Verfahren gegen das Rüstungsunternehmen Heckler & Koch in Oberndorf wegen illegaler G36-Gewehrexporte in Unruheprovinzen in Mexiko. Dieser Strafprozess findet ab dem 15. Mai vor dem Landgericht Stuttgart statt.