(11. April 2017)
Am Abend des 6. April streut die U.S.-Regierung höchstselbst GerĂŒchte ĂŒber mögliche Luftangriffe gegen die syrische Regierung und ihr MilitĂ€r.
Offensichtlich fĂŒr diese ein Grund von den nun kommenden Ereignissen total ĂŒberrascht zu werden, genauso wie die Russische Föderation.
Noch in der Nacht zum 7. April starten U.S.-Luftangriffe von Kriegsschiffen im Mittelmeer aus gegen den syrischen LuftwaffenstĂŒtzpunkt Al-Shayrat. (Luftangriff: U.S.-Imperium nimmt Einladung Russlands und Syriens dankend an)
Von den vom Pentagon vermeldeten 59 Marschflugkörpern treffen bemerkenswerterweise angeblich nur 23 das Ziel und haben bei ihrem Einschlag nach Angaben vom russischen Verteidigungsministerium eine âextrem niedrigeâ EffektivitĂ€t, was Landebahnen, Zubringer und StellplĂ€tze des syrischen LuftwaffenstĂŒtzpunktes in Takt lassen.
Vor dem Angriff informierte das Pentagon den russischen Generalstab. Nach Angaben des syrischen Generalstabes, der nichts darĂŒber sagt ob auch er vom Angriff vorab informiert wurde, sterben bei dem U.S.-Angriff sechs syrische Soldaten.
AnschlieĂend sondern die Propagandaschleudern âSputnikâ und âRTâ allerlei ErklĂ€rungen fĂŒr ihre offensichtlich irritierte Kundschaft ab, was es denn mit der Vorabinformation vom âmassivenâ Angriff der vermeintlichen Gegner im U.S.-MilitĂ€r so auf sich hatte, warum keine russischen Soldaten getötet wurden, warum auf dem syrischen LuftwaffenstĂŒtzpunkt nichts von Bedeutung zerstört wurde, warum von 59 Marschflukörpern nur 23 ihr Ziel getroffen haben sollen, etc, etc.
Nach viel Gewimmer und Gebrumm rĂŒckt die russische Staatspresse endlich damit heraus:
Es gibt schlicht keine Vereinbarungen ĂŒber eine Verteidigung syrischer âMilitĂ€robjekteâ durch die russischen StreitkrĂ€fte â also weder so etwas wie einen Verteidigungs-, noch einen BĂŒndnispakt zwischen Syrien und Russland.
Und noch viel âbesserâ:
Russland weigert sich auch zukĂŒnftig einen syrischen StĂŒtzpunkt oder gar Syrien insgesamt zu verteidigen, ausdrĂŒcklich auch im Falle von neuen U.S.-Luftangriffen. Das bestĂ€tigte gestern der Vize vom AuswĂ€rtigen Ausschuss des Föderationsrates.
Nur die eigenen StĂŒtzpunkte in Syrien, die werde man natĂŒrlich verteidigen.