Was ist also mit jenen, die schon frĂŒh das Richtige gesagt haben? Was ist mit jenen, die das Grauen in Gaza nicht schweigend hingenommen und dafĂŒr einen hohen Preis bezahlt haben? Die Liste der Betroffenen ist lang und im Archive of Silence und dem Index of Repression ausfĂŒhrlich dokumentiert. Besonders drastische Beispiele lieferten die Technische UniversitĂ€t MĂŒnchen, wo Studierende, die an einer palĂ€stinasolidarischen Veranstaltung teilnehmen wollten, von der Polizei in einem Raum eingesperrt und anschlieĂend wegen »Hausfriedensbruch« angezeigt wurden, obwohl sie von der UniversitĂ€t selbst dort hineingelockt worden waren.
Weitere eindrĂŒckliche Beispiele sind die Entlassung Melanie Schweizers aus dem Arbeitsministerium, die Absagen gleich mehrerer Veranstaltungen mit der UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese, die KĂŒndigung von Helen Fares durch den SWR, die rechtswidrige Auflösung des PalĂ€stina-Kongresses in Berlin, die Absage der »Talking about (the Silencing of) Palestine«-Konferenz in Frankfurt oder die Einstufung der JĂŒdischen Stimme fĂŒr gerechten Frieden und PalĂ€stina Spricht als extremistische Organisationen durch den Verfassungsschutz. Die Liste lieĂe sich endlos fortfĂŒhren â und sie bleibt notwendig unvollstĂ€ndig.