(16. Februar 2008)
August 2006:
Der seit 1990 durch einen Putsch mit Hilfe Frankreichs an die Macht gekommene Diktator Idriss Deby verlangt eine Erhöhung der Anteile am Ălprofit auf 60% (bis zum damaligen Zeitpunkt 20%). Er spricht von „KrĂŒmeln“, die der Tschad (sprich: er) bis dahin von den Energiemonolen bekommen habe.
Daraufhin geschieht Folgendes: das ehrenwerte US-Magazin âForbesâ zeigt sich plötzlich so erschĂŒttert, dass es den Tschad als âkorruptestes Land der Weltâ bezeichnet und die höchst ehrenwerte Weltbank sperrt dem Tschad (also Deby) die Konten. (10)
Oktober 2006:
Die âUnion of Forces for Democracy and Developmentâ (UFDD) wird gegrĂŒndet.
Ziel der „Tschad-Rebellen“: Sturz von Deby (12).
AnfĂŒhrer: der ehemalige Botschafter in Saudi-Arabien, General Mahamat Nouri, bis 2004 Minister von Deby und 1990 ebenfalls mit französischer Hilfe an die Macht gekommen (13).
Hauptquartier: Libreville, Gabun, ebenfalls ex-Kolonie von Frankreich. (5)
UngefĂ€hr im gleichen Zeitraum grĂŒndet sich in Sudan, Provinz Darfur, die Guerillatruppe „Armee der VolkskrĂ€fte“ – „mit tschadischer UnterstĂŒtzung“, wie es heisst. (14)
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