Archiv: Landraub


30.09.2020 - 18:18 [ ORF ]

Drastischer Anstieg bei Gewalt gegen Brasiliens Indigene

Bestürzung löste etwa der Mord an Paulo Paulino Guajajara aus, dem Anführer der Guardioes da Floresta (Hüter des Waldes), die sich selbst organisiert haben, um ihr Gebiet vor Eindringlingen wie illegalen Holzfällern zu schützen. Die Gewalttaten gegen Indigene sind wie in seinem Fall häufig mit Landkonflikten verbunden.

02.08.2020 - 09:28 [ Portal amerika21.de ]

Hungerstreik in Chile: Mapuche-Gefangene fordern ihre Rechte ein

Der Konflikt zwischen den Mapuche und dem chilenischen Staat bewegt das Land seit langem. Die Mapuche-Aktivisten fordern mehr Autonomie, kritisieren die Ausbreitung von Forstunternehmen in der Region und die zunehmende Militarisierung, während der Staat wachsende Gewalt beklagt.

19.06.2020 - 18:36 [ Portal amerika21.de ]

Gericht in Brasilien stärkt Rechte von Indigenen

Die jüngste Entscheidung des Gerichts in Mato Grosso hat zunächst nur Auswirkungen auf das Gebiet des Bundesstaats. Auch in weiteren besonders betroffenen Bundesstaaten wie Amazonas und Pará könnte es in den nächsten Wochen zu ähnlichen Urteilen kommen.

27.05.2020 - 01:45 [ German Foreign Policy ]

Philanthropie als Geschäft

Dabei werden der Einsatz gefährlicher Pestizide und die Nutzung genmanipulierter Pflanzen in Ländern des globalen Südens gefördert oder die wenig profitable Entwicklung von Impfstoffen mit hohen Summen unterstützt. Kritiker monieren seit Jahren, von der Gates Foundation unterstützte Projekte zielten vor allem darauf ab, quantitativ messbare Erfolge zu erzielen – ohne Rücksicht auf ökologische Erwägungen. Zudem werden zentrale Felder der Politik demokratischer Kontrolle entzogen.

23.04.2020 - 05:13 [ Portal amerika21.de ]

Chile: NGOs warnen vor neuer Lachsfarm-Offensive

„Bisher hat sich die Industrie immer nur weiter ausgedehnt, ohne dass auf den Schutz der Ökosysteme geachtet wurde – mit dramatischen Folgen: Infektionen, extremer Sauerstoffmangel und massives Fischsterben. Zuzulassen, dass dieser Industriezweig sich weiter ausdehnt, ist unverantwortlich“, mahnt Florencia Ortúzar von AIDA.

15.01.2020 - 17:29 [ junge Welt ]

Fluch des Goldes

Aus einigen der einst kleinen Firmen, die in der Gegend Gold förderten, sind mittlerweile weltweit agierende Unternehmen geworden. Zwei Namen kennt jeder. In Perth prangen sie unübersehbar an den beiden größten Skyscrapern der Stadt: Rio Tinto und BHP.

11.01.2020 - 23:26 [ junge Welt ]

Kolumbien: Es wird weiter gemordet

Laut der vor Ort anwesenden Organisation »Comisión de Justicia y Paz« wollen die Paramilitärs die Kontrolle über die Gebiete übernehmen. Sie bedrohen Gemeindevorsteher und Aktivisten, um sich, in Komplizenschaft mit dem Militär, weite Flächen des Grund und Bodens anzueignen.

08.01.2020 - 23:46 [ Portal amerika21.de ]

Hunderte Paramilitärs marschieren im Nordwesten von Kolumbien auf

Der Einmarsch von rund 300 bewaffneten Männern der sogenannten Gaitán-Selbstverteidigungsgruppen (Autodefensas Gaitanistas de Colombia, AGC) in mehreren Gemeinden des Landkreises Bojayá im kolumbianischen Departamento Chocó hat die Einwohner der Region in Angst und Schrecken versetzt. Die paramilitärische Truppe ist am 31. Dezember ohne jegliche Behinderung durch die Streitkräfte in die Zone eingerückt.

18.12.2019 - 20:12 [ Portal amerika21.de ]

Deutsche Pensionskasse für Ärzte an Rodungen in Brasilien beteiligt

Die deutsche Ärzteversorgung Westfalen-Lippe (ÄVWL) ist mit 100 Millionen US-Dollar an einem Land-Fonds beteiligt, der im Norden Brasiliens zur Vertreibung von Kleinbauern und zur großflächigen Entstehung von Monokulturen beigetragen hat.

08.10.2019 - 16:01 [ junge Welt ]

„Am Ende verlieren die Betroffenen häufig ihr Land“

Bisher wurde das Thema eher unter der Decke gehalten, indem etwa vorhandene Studien – beispielsweise auch 2017 durch die deutschen Geldgeber BMZ und KfW (Entwicklungsministerium und Kreditanstalt für Wiederaufbau, jW) – nicht publiziert wurden.

24.09.2019 - 02:16 [ junge Welt ]

Ukraine: Auftakt zum Ausverkauf

Der Regierung kommt es offenkundig darauf an, möglichst schnell möglichst viel Geld in die Kasse zu bekommen. Den Segen der Weltbank hat sie; das Programm ist mit ihr abgestimmt.

15.06.2019 - 21:58 [ Portal amerika21.de ]

Kommuniqué der Indigenen Gemeinde aus Guerrero, Mexiko

… Angesichts des narcoparamilitärischen Terrors und der fehlenden Reaktion des Staates erklärt sich das Gemeinschaftsterritorium Montaña Baja als ‚Gemeinschaften des CNI-CIG im Widerstand‘, um ein Massaker seitens der paramilitärischen Gruppen zu verhindern. Das bedeutet, dass unser Territorium auch für VertreterInnen aller politischen Partei sowie aller Regierungsbeamten geschlossen ist, denn diese sind bisher nur gekommen, um uns zu verlachen. Jedwede Kommunikation hat ab jetzt direkt mit unseren permanenten Versammlungen stattzufinden, die von den zivilen und agrarischen Autoritäten des Concejo Indígena y Popular de Guerrero – Emiliano Zapata geleitet werden.

Wir wiederholen, dass unser Kampf zivilgesellschaftlich und pazifistisch ist, dass wir uns jedoch nicht nur mit unserem Willen gegen die narcoparamilitärischen Banden widersetzen können; deshalb werden wir ab heute alle notwendigen Barrikaden errichten, von denen aus Männer und Frauen all unserer Gemeinschaften unser Territorium verteidigen werden, denn heute nehmen wir das Schicksal unseres kollektiven Lebens in unsere Hand…

15.06.2019 - 21:20 [ Portal amerika21.de ]

Bauern in Argentinien stellen Alternativen zum industriellen Agrarmodell vor

Das Programm sieht eine Abkehr vom aktuellen industriellen Agrarmodell vor, bei dem das Land in Händen weniger – oft ausländischer – Kapitaleigner konzentriert ist und die kleinbäuerliche Landbevölkerung vertrieben wird.

14.06.2019 - 20:16 [ Portal amerika21.de ]

Chile: Gesetzreform zu indigenen Landrechten begünstigt Agrarindustrie

Die neoliberale Regierung von Präsident Sebastián Piñera versucht derzeit, die Gesetzgebung der indigenen Völker Chiles (ley indígena) zu ändern. Die geplante Reform beinhaltet vor allem die Flexibilisierung der Landrechte. Experten warnen vor den Auswirkungen und befürchten eine Begünstigung der Agrarunternehmen.

29.04.2019 - 22:15 [ Portal amerika.de ]

Tausende Indigene protestieren in Brasilien gegen Landraub

Rund 4.000 Indigene aus allen Regionen Brasiliens und aus Nachbarländern haben vom 24. bis 26. April am brasilianischen Regierungssitz campiert, um gegen zunehmende Menschenrechtsverletzungen und den Verlust von Landrechten unter der neuen Regierung von Präsident Jair Bolsonaro zu protestieren.

03.04.2019 - 20:55 [ Granma ]

Jetzt ist SIP an der Reihe

Es soll niemand glauben, dass die Interamerikanische Pressegesellschaft (SIP) ein Synomym für Journalismus ist und noch viel weniger, dass sie die Presse vertritt. Sie hat vielmehr den Auftrag, die Interessen der Eigentümer der großen Medienmonopole zu verteidigen

22.03.2019 - 16:32 [ Lebenshaus Schwäbische Alb ]

Indien: So weit die Füße tragen

Wenn in diesem Jahr die indische Landrechtbewegung Ekta Parishad ihren zehntausend Kilometer langen und zwölf Monate dauernden Fußmarsch von Delhi nach Genf zum Sitz der UNO beginnt, dann werden die Menschen in Europa wahrscheinlich wegen dieser außergewöhnlichen Protestform aufhorchen.

23.02.2019 - 10:31 [ Amerika21.de ]

200 Paramilitärs dringen in Humanitäre Zonen im Nordwesten Kolumbiens ein

Bajo Atrato, Kolumbien. Die Alarmglocken läuten in Gemeinden der Region Bajo Atrato im nordwestlichen Urabá wegen des massiven Einmarsches von Paramilitärs der „Gaitán-Selbstverteidigungsgruppen“ (AGC) seit Ende vergangener Woche. Am Montag sollen sogar 200 Männer mit Langwaffen, Militäruniformen und Armbändern der AGC durch mehrere Gemeinden von Jiguamiandó gezogen sein, informiert die Ökumenische Kommission für Gerechtigkeit und Frieden (CIJP).

05.01.2019 - 13:54 [ Portal amerika21.de ]

Mapuche in Chile protestieren gegen Militarisierung und Landraub

Von Seiten der Regierung wird derweil die Gangart weiter verschärft. Nach Druck aus den eigenen Reihen droht sie angesichts der anhaltenden Proteste damit, das „Gesetz zur Sicherheit des Staates“ in der Region Araucanía anzuwenden. Damit kann sonst nicht strafbares Handeln kriminalisiert werden, beispielsweise der Aufruf zur Störung der öffentlichen Ordnung oder Streiks. Außerdem ermöglicht es dem Präsidenten, den Ausnahmezustand auszurufen.

29.12.2018 - 15:26 [ Amerika21.de ]

Erste Festnahmen im Mordfall Marielle Franco in Brasilien

(22.12.2018) Der inhaftierte Milizenchef Oliveira selbst hatte die Mordkommission als Teil der Ermittlungspolizei (Policia Civil) beschuldigt, kein Interesse an der Aufklärung der Morde an Franco und Gomes zu haben. Sie werde von einer Gruppe von Auftragskillern bestochen, wird Oliveira in O Globo zitiert. Am Mittwoch wurde bekannt, dass aus den Händen der Mordkommission Teile der Überwachungsvideos verschwunden sind, die Aufschluss über den Tathergang und Tatfahrzeuge geben. Dies führte dazu, dass die ermittelnde Staatsanwaltschaft von Rio die Zusammenarbeit mit der Polizei einstellte und beantragte, die Ermittlungen von Bundesbehörden weiterführen zu lassen.

Im Zuge der Aktion vom Freitag stellte sich einzig der rechtsgerichtete Abgeordnete im Rathaus von Rio de Janeiro, Marcello Siciliano, im Beisein von sechs Anwälten der Polizei zum Verhör. Er steht seit April im Verdacht am Mord an der früheren Kollegin beteiligt zu sein.

17.04.2018 - 20:41 [ landraub.com ]

Landraub – Der Film

LANDRAUB erzählt in großen Bildern von den Folgen. Die Böden werden für GPS-gesteuerte Maschinen im großen Stil eingeebnet, der Verbrauch an Wasser, Chemie und Energie ist in der Agrarindustrie enorm. Für jede eingesetzte Energieeinheit können bei der industriellen Landwirtschaft nur drei Energieeinheiten geerntet werden, bei der kleinbäuerlichen dagegen sieben mal mehr – 23 Energieeinheiten.