(18. November 2012)
1965 begannen die U.S.A. wĂ€hrend des Krieges gegen Nordvietnam ein ebenso mörderisches, wie geheimes Bombardement gegen das neutrale Kambodscha, was bis 1954 Kolonie Frankreichs gewesen war. 2,7 Millionen Tonnen Bomben zwischen 1965 bis 1973 beförderten Kambodscha âzurĂŒck in die Steinzeitâ und töteten 200.000 Menschen. Den U.S.-Bomberpiloten wurde vom Pentagon sogar verboten, die eigenen Vorgesetzten zu informieren. Die angeblichen MilitĂ€rstĂŒtzpunkte Nordvietnams in Kambodscha, wegen denen die Bombardements vermeintlich durchgefĂŒhrt wurden, existierten nicht.
Was die Tat von Wahnsinnigen war, wurde nachher als âWahnsinnigen-Theorieâ (âMadman-Theoryâ) verkauft: die U.S.-Regierung unter PrĂ€sident Richard Nixon und AuĂenminister Henry Kissinger (der spĂ€ter den Friedensnobelpreis bekam) behauptete, sie habe sich wahnsinnig benommen, um der Sowjetunion Angst vor einem Atomkrieg zu machen, damit diese Druck auf Nordvietnam ausĂŒbe, damit das den Krieg gegen die U.S.A. beende, den die U.S.A. selbst begonnen hatten.
1970 stĂŒrzten die U.S.A. die Monarchie unter âPrinzâ Sihanouk, installierten ein Proxy-Regime und marschierten in Kambodscha ein. Sihanouk, einst 1941 im Alter von achtzehn Jahren vom französischen Vichy-Regime unter deutscher Besatzung zum neuen König der damaligen französischen Kolonie Kambodscha ernannt, floh ins China Mao Tse Tungs und formierte dort eine kambodschanische âFreiheitsbewegungâ. Deren Teil: die Roten Khmer.
1972 besuchte Richard Nixon als erster U.S.-PrĂ€sident China und Mao Tse Tung, im Versuch gegen das mit der Sowjetunion verbĂŒndete Nordvietnam einen VerbĂŒndeten zu finden und die RivalitĂ€ten sowohl zwischen China und Vietnam, als auch zwischen China und der Sowjetunion zu schĂŒren.
Als 1975 in Vietnam die Truppen des Vietkong und Nordvietnams in Saigon einmarschierten und den Krieg gegen die U.S.A. gewannen, marschierten in Kambodscha die Truppen der Roten Khmer â von China unterstĂŒtzt und traditionell verfeindet mit den vietnamesischen Kommunisten â plötzlich in der Haupstadt Phnom Penh ein. Und setzten Prinz Sihanouk als offizielles Staatsoberhaupt ein.
Von der Schreckensherrschaft Pol Pots, auf dessen Killing Fields Millionen Leichen lagen und dessen VerbĂŒndeter Prinz Sihanouk nach wie vor im Land lebte, befreite Kambodscha 1979 nicht etwa die ânegative Freiheitâ der U.S.A., von Frankreich, oder der U.N.O., sondern die einrĂŒckenden Truppen des kommunistischen Vietnams.
Die Mörder der Roten Khmer, die gerade einen Genozid begangen hatten, flohen in Dschungel und begannen dort einen neuen Guerillakrieg â mit UnterstĂŒtzung der U.S.A. und anderer ehrenwerter westlicher LĂ€nder. 1982 formierten die Massenmörder unter FĂŒhrung Sihanouks eine Exilregierung, die von den U.S.A., der U.N.O und unwichtigen LĂ€ndereien Westeuropas anerkannt wurde.
VizeprĂ€sident dieser kambodschanischen Exilregierung: das âStaatsoberhauptâ des Pol Pot Regimes von 1976-1979, Khieu Samphan. Er lebt heute noch. Er sagt, er hĂ€tte nichts gewusst.
Pol Pot wurde nie verfolgt. DafĂŒr sorgten die U.S.A..
Neues altes Staatsoberhaupt Kambodschas wurde 1991 Sihanouk, nach dem Abzug der vietnamesischen Truppen. Er starb erst vor wenigen Tagen, am 15. Oktober 2012, in Peking.