Archiv: Johanna Arendt


08.05.2022 - 16:20 [ New York Times ]

The Banality of Systemic Evil

(September 15, 2013)

In “Eichmann in Jerusalem,” one of the most poignant and important works of 20th-century philosophy, Hannah Arendt made an observation about what she called “the banality of evil.” One interpretation of this holds that it was not an observation about what a regular guy Adolf Eichmann seemed to be, but rather a statement about what happens when people play their “proper” roles within a system, following prescribed conduct with respect to that system, while remaining blind to the moral consequences of what the system was doing — or at least compartmentalizing and ignoring those consequences.

27.12.2021 - 04:59 [ Rubikon ]

Die zerriebene Menschlichkeit: Hannah Arendts Forschung zeigt, dass sich Totalitarismus stets in fünf Schritten entfaltet — Corona ist da keine Ausnahme.

All diesen Ereignissen ging die allmähliche Verbreitung einer Massenideologie voraus sowie anschließende ideologische Kampagnen und Maßnahmen von Seiten des Staates zur Förderung von scheinbar „zu rechtfertigenden“ und „wissenschaftlich bewiesenen“ Kontrollmaßnahmen und Aktionen, die auf eine permanente Überwachung und schließlich einen schrittweisen Ausschluss einiger Personen aus (Teilen) der Gesellschaft zielten, weil sie „ein Risiko“ für andere darstellten oder außerhalb des Rahmens dessen zu denken wagten, was als akzeptable Gedanken betrachtet wurde.

04.12.2021 - 17:38 [ gellhardt.de ]

Hannah Arendt – Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft

Genau gesprochen sind alle die Redensarten, welche dazu dienen, Henker und Opfer gleich gut auf das Funktionieren eines totalen Herrschaftsapparates vorzubereiten – wie „Wo gehobelt wird, da fallen Späne“, und „Wer A gesagt hat, muß auch B sagen“ –, volkstümliche Sprüche, welche von der Verlassenheit des Menschen Kunde geben. Nur jemand, der seine Freunde und wen er liebt, bereits verlassen hat und darum verlassen ist, wird es mit dem „Wo gehobelt wird, da fallen Späne“ wirklich ernst sein; und nur wer darüber hinaus auch von sich selbst bereits verlassen ist, so daß nur noch das rein formale Sich-nicht-Widersprechen ihm eine Garantie dafür bieten kann, daß es ihn auch wirklich gegeben hat, wird die Konsequenz ziehen, ein „B“ zu sagen und zu vollziehen, das ihn zwingt, nicht nur sein Leben, sondern seine Person, seine Ehre und das Andenken an sich zu opfern.