Archiv: 06-09-2026 state legislative election in Sachsen-Anhalt (Germany)


07.09.2026 - 20:22 [ Legal Tribune Online ]

So geht es nach dem AfD-Sieg weiter

Abgeordneten sind rechtlich nicht an Vorgaben ihrer Fraktionen gebunden. Nach Art. 41 Abs. 2 der Landesverfassung Sachsen-Anhalt (LSAVerf) sind sie nur ihrem Gewissen unterworfen. Da die Wahl des Ministerpräsidenten zudem geheim stattfindet, sind Abweichlerstimmen weder ausgeschlossen noch später zuzuordnen.

Das BSW hat angekündigt, sich bei einer Kandidatur Siegmunds in einem möglichen dritten Wahlgang zu enthalten. Die fünf Enthaltungen würden dem AfD-Kandidaten helfen, ihn aber noch nicht automatisch ins Amt bringen: Stimmen die übrigen 39 Abgeordneten geschlossen gegen Siegmund oder für einen Gegenkandidaten, käme es bei 39 AfD-Stimmen zu einem Patt. Siegmund bräuchte also mindestens eine weitere Stimme oder wenigstens einen Abgeordneten aus einer der übrigen Fraktionen, der sich enthält oder der Abstimmung fernbleibt.

07.09.2026 - 20:16 [ Landtag.Sachsen-Anhalt.de ]

VERFASSUNG DES LANDES SACHSEN-ANHALT

Artikel 65
Bildung der Landesregierung

(1) Der Ministerpräsident wird vom Landtag ohne Aussprache in geheimer Abstimmung gewählt,

2) Zum Ministerpräsidenten ist gewählt, wer im ersten Wahlgang, der innerhalb von
vierzehn Tagen nach dem Zusammentritt des Landtages stattfinden muß, die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder des Landtages auf sich vereinigt. Erhält in diesem Wahlgang niemand diese Mehrheit, so findet innerhalb weiterer sieben Tage ein neuer Wahlgang statt. Kommt auch in diesem Wahlgang die Wahl nicht mit der Mehrheit der Mitglieder zustande, so beschließt der Landtag innerhalb von weiteren vierzehn Tagen über die vorzeitige Beendigung der Wahlperiode. Wird die vorzeitige Beendigung der Wahlperiode nicht mit der Mehrheit der Mitglieder des Landtages beschlossen, findet unverzüglich ein weiterer Wahlgang statt. Gewählt ist, wer
die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhält.

(3) Der Ministerpräsident ernennt und entläßt die Minister und bestimmt seinen Stell-
vertreter.

07.09.2026 - 19:45 [ Tagesschau.de ]

Merz zu Wahl in Sachsen-Anhalt „Aufgeben ist für mich keine Option“

Es sei „die schwerste Wahlniederlage, die die CDU seit Jahren, seit Jahrzehnten eingefahren hat“, so Merz. „Das Ganze wird natürlich Konsequenzen haben müssen.“ Es sei klar, dass die CDU nicht zur Tagesordnung übergehen könne. Das Wahlergebnis löse große Erschütterungen aus, im Land und in der CDU. Er werde versuchen, dem Ernst der Lage Rechnung zu tragen.

Das Wahlergebnis mache auch etwas mit ihm persönlich, sagte Merz. Es habe zudem Auswirkungen auch auf die internationale Lage und finde international Beachtung.

07.09.2026 - 03:56 [ ZDFHeute.de ]

Sachsen-Anhalt: Schwierige Regierungsbildung nach AfD-Erfolg

Rein rechnerisch wäre eine Koalition aus CDU, SPD, Grünen, Linken und BSW möglich, die zusammen 44 Sitze hätten.

06.09.2026 - 18:47 [ Tagesschau.de ]

Landtagswahl Sachsen-Anhalt: Diese Themen entschieden die Wahl

Welche Themen gaben am häufigsten den Ausschlag für die Entscheidung der Wahlberechtigten? Welche Themen waren Wählern der einzelnen Parteien besonders wichtig? Was bereitet den Menschen in Sachsen-Anhalt große Sorgen?

06.09.2026 - 18:34 [ ZDFHeute.de ]

Hochrechnung für Sachsen-Anhalt

(06.09.2026, 18:27 Uhr)

So fällt laut Forschungsgruppe Wahlen die Hochrechnung für Sachsen-Anhalt aus:

CDU: 18,5 Prozent
AfD: 44,1 Prozent
Die Linke: 9,2 Prozent
SPD: 8,8 Prozent
FDP: 2,4 Prozent
Grüne: 8,7 Prozent
BSW: 4,8 Prozent

06.09.2026 - 18:06 [ Tagesschau.de ]

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: AfD mit Rekordergebnis – CDU stürzt ab

Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt klar gewonnen. Laut ARD-Prognose von infratest dimap kommt sie auf 44,5 Prozent – bei der Wahl 2021 hatte sie 20,8 Prozent geholt. Die AfD erreicht damit ihr bisher bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl überhaupt und wird stärkste Kraft im Landtag.

Mit großem Abstand dahinter folgt die CDU. Die Partei von Ministerpräsident Sven Schulze liegt bei historisch niedrigen 18,5 Prozent – ein erheblicher Verlust im Vergleich zur Landtagswahl 2021, die die Partei unter dem langjährigen Ministerpräsidenten Reiner Haseloff mit 37,1 Prozent deutlich gewonnen hatte.