Noch Anfang der 1950er-Jahre wurde Iran wirtschaftlich von GroĂbritannien ausgebeutet. Nur ein kleiner Teil der enormen Ăleinnahmen verblieb im Land. Teherans Opposition, die in weiten Teilen eine Verstaatlichung der Erdölindustrie forderte, gewann an Zulauf. Die Nationale Front aus verschiedenen linken, islamistischen, aber auch liberalen Gruppen einte damals die Ablehnung des Schahs und auslĂ€ndischer Einflussnahme. Nach der Ermordung des vom Schah installierten Premierministers Ali Razmara durch Islamisten leitete eine Parlamentskommission im MĂ€rz 1951 die Verstaatlichung der iranischen Ălindustrie ein. Ende April 1951 ernannte der Schah den FĂŒhrer der Nationalen Front, Mohammed Mossadegh (1882-1967), zum Premierminister.
Unter Mossadegh schritt die Verstaatlichung der Ălindustrie schnell voran. Nachdem die Briten fast 50 Jahre lang quasi ein Monopol auf iranisches Erdöl innehatten, mussten sie es nun aus der Hand geben. London setzte daraufhin einen Boykott Irans durch fast alle internationalen Ălgesellschaften durch. Die Folge war eine schwere Wirtschafts- und Finanzkrise. Dies Ă€nderte zunĂ€chst nichts an der UnterstĂŒtzung Mossadeghs innerhalb der Bevölkerung. Mossadegh erhielt Sondervollmachten durch das Parlament. Nach einem gescheiterten Versuch Rezas, Mossadegh seines Amtes zu entheben, und den darauf folgenden KĂ€mpfen zwischen den beiden Lagern floh der Schah ins Ausland.
Im August 1953 wurde Mossadegh von Teilen der iranischen Armee mit Hilfe des US-amerikanischen Geheimdienstes CIA gestĂŒrzt. Der Schah kehrte aus dem Exil zurĂŒck. Fortan war Iran ein treuer VerbĂŒndeter der Vereinigten Staaten. Der Monarch unterdrĂŒckte jede Opposition mit HĂ€rte. Ab 1954 teilte sich ein Konsortium westlicher Ălkonzerne die Gewinne aus dem ErdölgeschĂ€ft mit der National Iranian Oil Company. Von den Ăleinnahmen profitierte jedoch nur ein kleiner Teil der Bevölkerung.
Washington unterstĂŒtzte den Schah in den 1950er-Jahren bei der Modernisierung seiner StreitkrĂ€fte und ab 1957 beim Aufbau des gefĂŒrchteten Geheimdiensts SAVAK.