âDer Mensch wird zum Leben in LĂŒge gezwungen, kann aber nur deshalb dazu gezwungen werden, weil er imstande ist, so zu leben. Nicht nur, dass das System den Menschen entfremdet â der entfremdete Mensch stĂŒtzt dieses System zugleich als eine unwillkĂŒrliche Projektion seines Ichs. Als erniedrigtes Bild seiner eigenen Erniedrigung. Als Dokument seines Versagens.â
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âDas âDiktat des Ritualsâ fĂŒhrt freilich dazu, dass sich die Macht deutlich anonymisiert. Der Mensch löst sich fast im Ritual auf, lĂ€sst sich von ihm tragen, und manchmal scheint es, als ob es das Ritual selbst wĂ€re, das die Menschen aus den dunklen Winkeln in das Licht der Macht hinauftrĂ€gt. Oder â ist es denn nicht fĂŒr das posttotalitĂ€re System charakteristisch, dass auf allen Ebenen seiner Machthierarchie Persönlichkeiten immer mehr durch Menschen ohne Gesicht, durch Marionetten, uniformierte Diener des Rituals und der Machtroutine verdrĂ€ngt werden?â