(11.April 2017)
am 30. MĂ€rz gibt die U.S.-Regierung von Donald Trump, wegen interner MachtkĂ€mpfe in Washinton im Zuge einer Spionage-AffĂ€re und Ermittlungen des F.B.I. gegen den amtierenden PrĂ€sidenten wegen vermeintlicher Beeinflussung der PrĂ€sidenschaftswahl durch Russland schwer unter Druck, nach sechs Jahren Krieg und Hunderttausenden von Toten den Umsturzversuch in Syrien auf. Entsprechende ErklĂ€rungen erfolgen durch U.S.-AuĂenminister Rex Tillerson und die U.S.-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley.
Dann, am 4. April, nur einen Tag nach einem Attentat in St. Petersburg (nach welchem der russische Geheimdienst F.S.B. den zuvor beobachteten Kopf eines zentralasiatischen EinzelgĂ€ngers aus der Tasche des „Selbstmordattentats“ zieht) und zeitgleich zum Beginn einer von „EuropĂ€ischer Union“ und „Vereinte Nationen“ in BrĂŒssel organisierten Syrien-Konferenz der InvasionsmĂ€chte mit rechtschaffenden Vertretern von insg. 70 Staaten, auf der die Bundesregierung nach 2,3 Milliarden Euro weitere 1,169 Milliarden Euro zur VerfĂŒgung stellt – „fĂŒr die Opfer des syrischen BĂŒrgerkriegs“ – tut jemand, wieder einmal, den Invasoren den denkbar gröĂten Gefallen zu derem denkbar gĂŒnstigsten Zeitpunkt.
Aus der syrischen Stadt Khan Sheikhoun (ážȘÄn Ć ayឫƫn, Chan Schaichun) vermelden Propaganda-Stellen der Invasoren einen Angriff mit Giftgas bzw Chemiewaffen. 24 Stunden lang schweigen Regierung und MilitĂ€r der Russischen Föderation und sondern dann unglaubwĂŒrdige, ausweichende ErklĂ€rungen und fĂŒr die Propaganda der Invasoren leicht zu wiederlegende LĂŒgen ab.
Belege fĂŒr den tatsĂ€chlichen Ablauf der Geschehnisse mĂŒssen die Invasoren nicht vorlegen, da die russische Seite keine Gegenbeweise zu den entsprechenden VorwĂŒrfen vorlegt, trotz aller vorhandenen KapazitĂ€ten der MilitĂ€raufklĂ€rung. Stattdessen spielen MilitĂ€r und Regierung der Föderation „dummer Russki, böser Russki!“, stellen sich als Sandsack zur VerfĂŒgung und spielen so den Kriegstreibern und einer weiteren Eskalation der Geschehnisse direkt in die HĂ€nde.
Einen Tag nach dem vermeintlichen oder tatsĂ€chlichen Massaker in Khan Sheikhoun stellt sich am 5. April der aus Russland mit so viel Hoffnung erwartete neue PrĂ€sident der Vereinigten Staaten, ex-Showmaster und MilliardĂ€r Donald Trump, zusammen mit dem König von Jordanien vor die Presse und dreht sich um 180 Grad wieder auf Kriegskurs – nicht nur gegen Syrien, sondern auch gegen den Iran, den er gleich mehrfach erwĂ€hnt. Gleichzeitig wird der Nationale Sicherheitsrat entsprechend umgebaut, der Machtkampf zwischen widerstrebenden KrĂ€ften in der U.S.-Administration zugunsten des geheimdienstlich-militĂ€rischen Komplexes entschieden und die Spionage-AffĂ€re faktisch niedergeschlagen.
Es ergibt sich der Eindruck: Trump ist schlicht erpresst worden und hat einen Deal mit den ihm gegenĂŒberstehenden Interessengruppen gemacht: namentlich die C.I.A., das F.B.I und das Pentagon.
Am Abend des 6. April streut die U.S.-Regierung höchstselbst GerĂŒchte ĂŒber mögliche Luftangriffe gegen die syrische Regierung und ihr MilitĂ€r.
Offensichtlich fĂŒr diese ein Grund von den nun kommenden Ereignissen total ĂŒberrascht zu werden, genauso wie die Russische Föderation.
Noch in der Nacht zum 7. April starten U.S.-Luftangriffe von Kriegsschiffen im Mittelmeer aus gegen den syrischen LuftwaffenstĂŒtzpunkt Al-Shayrat. (Luftangriff: U.S.-Imperium nimmt Einladung Russlands und Syriens dankend an)
Von den vom Pentagon vermeldeten 59 Marschflugkörpern treffen bemerkenswerterweise angeblich nur 23 das Ziel und haben bei ihrem Einschlag nach Angaben vom russischen Verteidigungsministerium eine „extrem niedrige“ EffektivitĂ€t, was Landebahnen, Zubringer und StellplĂ€tze des syrischen LuftwaffenstĂŒtzpunktes in Takt lassen.
Vor dem Angriff informierte das Pentagon den russischen Generalstab. Nach Angaben des syrischen Generalstabes, der nichts darĂŒber sagt ob auch er vom Angriff vorab informiert wurde, sterben bei dem U.S.-Angriff sechs syrische Soldaten.
AnschlieĂend sondern die Propagandaschleudern „Sputnik“ und „RT“ allerlei ErklĂ€rungen fĂŒr ihre offensichtlich irritierte Kundschaft ab, was es denn mit der Vorabinformation vom „massiven“ Angriff der vermeintlichen Gegner im U.S.-MilitĂ€r so auf sich hatte, warum keine russischen Soldaten getötet wurden, warum auf dem syrischen LuftwaffenstĂŒtzpunkt nichts von Bedeutung zerstört wurde, warum von 59 Marschflukörpern nur 23 ihr Ziel getroffen haben sollen, etc, etc.
Nach viel Gewimmer und Gebrumm rĂŒckt die russische Staatspresse endlich damit heraus:
Es gibt schlicht keine Vereinbarungen ĂŒber eine Verteidigung syrischer „MilitĂ€robjekte“ durch die russischen StreitkrĂ€fte – also weder so etwas wie einen Verteidigungs-, noch einen BĂŒndnispakt zwischen Syrien und Russland.
Und noch viel „besser“:
Russland weigert sich auch zukĂŒnftig einen syrischen StĂŒtzpunkt oder gar Syrien insgesamt zu verteidigen, ausdrĂŒcklich auch im Falle von neuen U.S.-Luftangriffen. Das bestĂ€tigte gestern der Vize vom AuswĂ€rtigen Ausschuss des Föderationsrates.
Nur die eigenen StĂŒtzpunkte in Syrien, die werde man natĂŒrlich verteidigen.