»Von Licht bis Licht und noch âne Schicht.« So geht ein Sprichwort unter uns Arbeitern. Das ist unser Alltag. Zu mĂŒde, um uns zu erheben. Keine Kraft mehr fĂŒr den Aufstand.
Der Chef reibt sich die HÀnde: Er hat uns die Arbeitsleistung von Zweien zu den Lohnnebenkosten von einem Arbeitsplatz abgepresst. Im Grunde aber bewegt er sich nur innerhalb des Spielraums, den andere geschaffen haben. Neben dem Arbeitgeber profitiert am meisten die Regierung von diesen perfiden ZustÀnden.
Ein bis zur Schmerzgrenze beschÀftigter Arbeiter, ist ein guter Untertan. Er funktioniert nur noch, erwirtschaftet brav das allheilige Wachstum, trÀgt zur Steigerung des Bruttoinlandproduktes bei, hÀlt den Laden mit Steuerzahlungen am Laufen. Die Regierung scheint keinerlei Interesse an der Regulierung der MÀrkte zu haben. Von den Parteien erwarte ich keine Hilfe, nicht einmal mehr von der Linken. Die soziale Marktwirtschaft ist tot!
Ich raffe mich auf, nehme meine Kraft zusammen und gehe auf die StraĂe. Jeden Samstag, sofern es mein Einsatzplan zulĂ€sst. Verschwörungstheorien brauche ich nicht, mir reicht die RealitĂ€t.
Ich will mir keinen andern Job suchen. Ich bin Gleisbauer! Ich möchte verteidigen, was ich mir aufgebaut habe. Aber ich will endlich unter menschenwĂŒrdigen Bedingungen arbeiten können, möchte Mensch sein dĂŒrfen.
Dies zu erreichen scheint mir nur möglich, wenn man dem BĂŒrger endlich zugesteht, sich einzubringen und aktiv mitzugestalten. Das bedeutet weit mehr, als alle vier Jahre bei einer beliebigen Farbe sein Kreuzchen zu setzen. Ich fordere eine direkte Demokratie. Ich fordere den Systemwechsel. Jetzt!