Die USA haben ein Problem. Es ist schlimmer als das Fehlen von Raketen und Bomben, das sich beim Angriffskrieg gegen Iran so bitter bemerkbar machte. Es lautet: Mit der Softpower ist es vorbei, mit dem guten GefĂŒhl, das einst etwa Hollywood-Filme in aller Welt vermittelten. Den besten Beweis dafĂŒr lieferte die Eröffnung des neuen US-Konsulats mitten im Herzen der grönlĂ€ndischen Hauptstadt Nuuk am Donnerstag. Nicht nur, dass lokale Offizielle dem Event demonstrativ fernblieben. Obendrein zogen auch noch erstaunlich viele GrönlĂ€nder vor das von ihnen »Trump Towers« getaufte GebĂ€ude, um die Festlichkeiten mit »Ami go home!«- und »Nein heiĂt nein!«-Rufen zu stören.
Archiv: Nuuk (city)
âGo Homeâ: Greenlanders Protest New US Consulate as Trump Envoy Makes Clear Takeover Threat Remains
Protesters were armed with Greenlandâs red and white flag and signs that read âUSA ASU,â which translates to âStop USA,â as well as messages in English, including âMake America go away!â and âWe are not for sale!â Their chants included âGreenland belongs to Greenlanders,â âGo home,â and âNo means no.â
Alle Optionen bleiben denkbar – 3 strategische Ziele: So agiert DĂ€nemark gegen Trumps Grönland-Drohungen
Obwohl ein direkter militĂ€rischer Konflikt zwischen Nato-Partnern bisher als undenkbar galt, hat die dĂ€nische MinisterprĂ€sidentin Mette Frederiksen klargestellt, dass man nach Trumps Weigerung, militĂ€rische Gewalt auszuschlieĂen, keine Option mehr ignorieren könne. Die Stationierung von Soldaten erhöht daher die âpolitischen Kostenâ fĂŒr die USA massiv.
Ein Angriff auf Grönland wĂŒrde nun bedeuten, dass US-Truppen direkt gegen Soldaten anderer Nato-LĂ€nder kĂ€mpfen mĂŒssten.
Ein solches Szenario wĂŒrde in den USA vermutlich auf massiven innenpolitischen und womöglich militĂ€rischen Widerstand stoĂen.
Die Hoffnung Kopenhagens ist, dass diese politische HĂŒrde schwerer wiegt als die abstrakte Sorge vor einem Zusammenbruch der Nato.
Demos in mehreren StÀdten: Tausende DÀnen protestieren gegen Trumps Grönland-PlÀne
Tausende DĂ€nen haben in Kopenhagen gegen die von US-PrĂ€sident Donald Trump erhobenen BesitzansprĂŒche auf Grönland protestiert. Sie versammelten sich vor dem Rathaus der dĂ€nischen Hauptstadt, schwenkten dĂ€nische und grönlĂ€ndische Fahnen und riefen „Kalaallit Nunaat!“ – den Namen Grönlands in der Muttersprache.
Auch in anderen dÀnischen StÀdten sowie in der grönlÀndischen Hauptstadt Nuuk finden Proteste statt.
Protesters rally in Denmark and Greenland against Trump annexation threat
In Greenland‘s capital Nuuk, thousands led by Prime Minister Jens-Frederik Nielsen carried flags and similar banners as they headed for the U.S. consulate chanting „Kalaallit Nunaat“ – the island‘s name in Greenlandic.
âIâve come here today because I think itâs important to show that Greenland is not for sale. It is not a toy. This is our home,â said Naja Holm, a civil servant.