Europäische Union lässt ungeniert sämtliche Schranken und Masken fallen: private Sicherheitsfirmen salonfähig in Dienst bei Kriegsaufgaben stellen
Daily Archives: 19. März 2011
Angriffskrieg gegen Libyen beginnt: Ticker
Die Militärs der Vereinigten Staaten von Amerika, des Vereinigten Königreiches, Kanada, Italien und Frankreich haben auf Befehl ihrer Regierungen schwere Luftangriffe gegen Libyen unternommen. Dabei schossen allein die Militärs der USA und Großbritanniens nach Angaben eines ranghohen US-Militärs einhundertzehn Tomahawk-Marschflugkörper auf lybisches Territorium. Offizielles Ziel soll der Schutz der Zivilbevölkerung vor Übergriffen der Streitkräfte des libyschen Diktators Muammar el Gaddafi sein.
Geretteter war nicht acht Tage verschüttet
Tatsächlich war der Mann aber wohl in einer Notunterkunft untergekommen und von dort am Freitag nach Hause zurückgekehrt, „um dort sauberzumachen“. Das teilte seine Familie laut Kyodo mit. Der Mann heiße Katsuharu Moriya und sei zwischen 20 und 30 Jahre alt. Über seine vermeintlich wundersame Rettung hatten Medien auf der ganzen Welt berichtet.
Tokio vollendet Bau des weltgrößten Fernsehturms
Als hätte es das Mega-Erdbeben nicht gegeben: In Tokio haben japanische Bauarbeiter den Bau des weltweit höchsten Fernsehturms „Tokyo Sky Tree“ vollendet. Eröffnung ist allerdings erst 2012.
Grünes Licht für Rotlichtbezirk im Cyberspace
Zu bekannten Internet-Kürzeln wie „.com“ oder „.org“ kommt bald auch die Endung „.xxx“ hinzu – als Kennung für Pornoseiten. Die für die Adressverwaltung im Netz zuständige Organisation ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) billigte nach jahrelangen Streitereien am Freitag die Einrichtung eines virtuellen Rotlichtbezirks.
Kräftige Abschläge bei Uranpreisen
Der wohl volatilste Markt seit dem Erdbeben in Japan ist nicht etwa der DAX oder die Aktien an der Wall Street. Es ist Uran, ein Rohstoff, der bis Freitag von den meisten Anlegern wenig beachtet wurde. Das ist auch wenig erstaunlich: Der Handel von Uran findet in streng regulierten vertraglichen Transaktionen zwischen Produzenten und Abnehmern – also fernab jeder Börse – statt. Trotzdem gibt es – vorwiegend zur Orientierung – an der NYMEX in New York einen Kassamarkt auf Uran.
Schäuble sieht keine Steuersenkungen
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht angesichts der Haushaltsbelastungen durch den geplanten neuen Euro-Schutzschirm (ESM) kaum Chancen für umfassende Steuersenkungen in Deutschland.
Buffett kassiert Milliarden von Goldman Sachs
Warren Buffett beweist einmal mehr, warum er zu den reichsten Männern der Welt gehört. In der Finanzkrise lieh der Investor Goldman Sachs fünf Milliarden Dollar. Nun bekommt er das Geld zurück – plus üppiger Zinsen.
700 Mrd Dollar für neue Waffen
Bei einer Rede vor hochrangigen russischen Militärangehörigen erklärte Präsident Dmitri Medwedew am Freitag, mit der Maßnahme würden die Streitkräfte neu ausgerüstet, die zuletzt überwiegend auf Waffen aus der Zeit der Sowjetunion hätten zurückgreifen müssen.
Polizisten verhinderten Demonstration
Bereitschaftspolizisten haben am Samstag in der algerischen Hauptstadt Algier zwei Demonstrationen für demokratische Reformen verhindert. Die Sicherheitskräfte unterbanden jegliche Menschenansammlung im Stadtzentrum.
Sind die Brennstäbe nun geschmolzen oder nicht?
Im AKW Fukushima sinkt nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde die Wahrscheinlichkeit eines Super-GAUs. Unklar ist aber offenbar, ob die Brennstäbe bereits schmelzen. Schließlich liegen sie seit Tagen wenigstens teilweise trocken. Werner Eckert erläutert, was womöglich gerade in Fukushima I passiert. [blog]
Jemens Opposition bittet um internationale Hilfe
Oppositionssprecher Mohammed al Sabri sprach von einem Massaker: „Das ist Teil eines verbrecherischen Plans, Demonstranten zu töten, und der Präsident und seine Verwandten sind verantwortlich für dieses Blutvergießen.“ Fluchtwege seien von der Polizei mit brennenden Reifen und Feuerwänden aus brennendem Benzin verstellt worden.
USA und Großbritannien greifen in Libyen ein
Die Streitkräfte der USA haben Raketen auf Stellungen der libyschen Flugabwehr abgeschossen. US-Präsident Barack Obama bestätigte den Angriff von einem Aufenthalt in Brasilien aus. Die USA hätten mit „begrenzten militärischen“ Aktionen begonnen, sagte Obama. Er sei sich der Risiken für die Streitkräfte seines Landes schmerzlich bewusst.
Venezuela und Bolivien kritisieren Angriff auf Libyen
Caracas. Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat den Angriff auf Libyen erneut verurteilt. Die „Intervention der Warlords USA, Frankreich und Großbritannien sowie ihrer Alliierten“ sei unverantwortlich, sagte der Staatschef nach Angaben des lateinamerikanischen Nachrichtensenders Telesur.
Bundesweite Demonstrationen: Tausende fordern den sofortigen Atomausstieg
Mehrere Tausend Menschen haben in Deutschland für den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft demonstriert. In Köln gingen nach Polizeiangaben 1500 Menschen auf die Straße, in Hamburg protestierten 1200 Kernkraftgegner vor dem Kundenzentrum des Energieversorgers Vattenfall. Auf Transparenten war zu lesen: „AKW sind sicher, und die Erde ist eine Scheibe“.
Weitere Proteste trotz Notstands im Jemen
Trotz eines am Vortag verhängten Ausnahmezustands sind die Proteste gegen die Herrschaft von Präsident Ali Abdullah Salih im Jemen weitergegangen. Zehntausende Menschen versammelten sich im Zentrum von Sanaa, um den Rücktritt des Staatschefs zu fordern.
Am Vortag hatten Scharfschützen in Zivil von Dächern aus auf die Massen geschossen. 44 Menschen waren nach offiziellen Angaben getötet worden, 240 weitere erlitten Verletzungen.
Hunderte demonstrieren für Atomausstieg
Rund 500 Menschen haben am Samstag in Rostock den Opfern der Naturkatastrophe in Japan gedacht und für einen Ausstieg aus der Atomkraft demonstriert.
Zunächst hatte Pastor Tilmann Jeremias in einer Andacht in der Marienkirche darauf hingewiesen, dass das Unglück in Japan beweise, dass die Risiken der Atomkraft für den Menschen nicht beherrschbar sei. «Ungezählte Opfer hat es schon gegeben durch die militärische und zivile Nutzung der Atomenergie.»
CDU Bürgermeister hetzt gegen Hartz-IV Bezieher
Nach Informationen der „Ostsee-Zeitung“ äußerte sich der CDU-Bürgermeister von Ribnitz-Damgarten, Jürgen Borbe, bei einem sogenannten Unternehmerfrühstück im Rathaus Damgarten wiederholt abfällig über Hartz-IV-Empfänger. Nach seinen Aussage würden Hartz-IV-Empfänger „zuhause sitzen und Bier trinken“, „Hartz-IV-Muttis“ würden nur „fernsehen, rauchen und trinken“ und ihre Partner häufig wechseln. Außerdem beschwerte er sich darüber: „Die Guten vermehren sich nicht genug, die, die zu Hause sitzen, schon.“
Störfall AKW Brokdorf – ratlose Altherren-Expertenriege
sk8erBLN hat am 16.März 2011 das folgende Video und den Begleitkommentar auf Youtube hochgeladen:
“Per Zufall gelingt es einem Kamerateam einen echten AKW-Störfall beim Energiegiganten E.ON “live” mitzuschneiden als für ein anderes Thema im Kontrollraum des AKW Brokdorf gedreht wurde.
Stuttgart-21-Gegner im Endspurt vor der Wahl
Eine Woche vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben erneut Tausende gegen das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 demonstriert. Nach Angaben der Polizei nahmen rund 18.000 Menschen an der Kundgebung auf dem Stuttgarter Schlossplatz und dem anschließenden Protestzug teil.
6000 Atomkraftgegner bei Anti-Atom-Demo in Hannover
Knapp 6000 Menschen haben am Sonnabend in Hannover gegen Atomkraft demonstriert. Sie fordern angesichts der Katastrophe in Japan alle Meiler in Deutschland abzuschalten.
Kuhhandel um Libyen auf Kosten der arabischen Demokratiebewegung ?
Am 17.03.2011 berichtete Alles Schall und Rauch in dem Artikel „die von den USA gewollte Niederschlagung in Bahrain“ darüber, dass ein Treffen des auch für den US-Flottenstützpunkt in Bahrain zuständigen US-Vizeadmirals mit dem militärischen Oberkommandierenden Bahrains genau an dem 14.03.2011 statt fand, als saudische Truppen in Bahrain auf Anforderung der dortigen Regierung einmarschierten zur Unterdrückung der Demokratiebewegung. Laut taz sind auch Truppen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten anwesend.
Die Schlussfolgerung von Alles Schall und Rauch, dass die USA der Niederschlagung der bahrainischen Demokratiebewegung grünes Licht gegeben haben aus Angst, bei einer Demokratisierung des mehrheitlich schiitischen Bahrain Rechte für ihren Flottenstützpunkt zu verlieren, scheint einleuchtend. Aber warum sollten die USA im Gegenzug bei einer derart starken Verhandlungsposition nicht mehr verlangt und bekommen haben?
Kriegsrat in Paris: Rebellen brechen Flugverbot, Kampfflugzeug abgestürzt
Informationindustrie und Staatspresse der Nato-Länder waren sich heute morgen wieder einmal schnell einig – zweifellos habe Diktator Gaddafi in die Steckdose gefasst, während USA, Nato und EU über einen Militärschlag gegen Libyen und seine Truppen beraten. Durch die entsprechenden Presseorgane wurde ein Bruch des Flugverbots durch die Streitkräfte Gaddafis nahegelegt, wenn man sich auch nicht festlegte.
Libya denies reported downing of warplane by rebels
A Libyan spokesman on Saturday denied media reports that rebels shot down a government warplane and that the military was bombarding a key rebel-held city. Al-Jazeera TV and The Associated Press reported that the fighter plane was downed over the outskirts of Benghazi on Saturday.
Wie billig wird libysches Öl?
Als in den vergangenen Wochen die Welle sozialer Unruhen in den arabischen Staaten die Libysch-Arabische Volks-Dschamahirija erreichte, gab der Westen seine beim Sturz der Regimes in Tunesien und Ägypten geübte Zurückhaltung schnell auf. Was nicht verwundert: Der libysche Diktator hatte jahrzehntelang als Bestandteil des »Reichs des Bösen« gegolten. Daß die libysche Führung ihrem einstigen Antiimperialismus längst abgeschworen und sich den westlichen Industrienationen angenähert hat, will plötzlich niemand mehr wahrhaben. Die meisten Medien unterlassen es auch, die komplizierte und widersprüchliche Geschichte des Landes zu thematisieren.
A Dirty Word
ON THURSDAY EVENING I could not think of anything except Libya.
First I heard the blood-curdling speech by Muammar Qaddafi, in which he promised to occupy Benghazi within hours and drown the rebels in a bloodbath.
Massenproteste für Atomausstieg geplant
Mahnwachen bundesweit am Montag | Großdemonstrationen in Hamburg, Berlin, Köln und München am 26.3. | Aufruf zum Boykott der Stromkonzerne
Libyan rebels say their war plane downed in Benghazi
Libyan rebels acknowledged that a warplane which crashed in flames in their Benghazi stronghold early today belonged to them and that it was shot down by Muammar Gaddafi‘s forces.
„Yes, it was one of the insurgents‘ planes. It was downed by Gaddafi‘s forces,“ a senior rebel official told AFP, reached by telephone.
Rebel warplane crashes after being shot down in Benghazi
a rebel official reached by telephone acknowledged the plane was one of their Mirage fighter jets and that it had been downed by loyalists.
„Yes, it was one of the insurgents‘ planes. It was downed by Gaddafi‘s forces,“ the official said.
UN has ‚no right‘ to take action in Libya
Libyan government spokesman, Mussa Ibrahim, reads a letter from Colonel Gaddafi addressed to David Cameron.
Obama Takes Hard Line With Libya After Shift by Clinton
that night, with Col. Muammar el-Qaddafi’s forces turning back the rebellion that threatened his rule, Mrs. Clinton changed course, forming an unlikely alliance with a handful of top administration aides who had been arguing for intervention.
Within hours, Mrs. Clinton and the aides had convinced Mr. Obama that the United States had to act, and the president ordered up military plans, which Adm. Mike Mullen, chairman of the Joint Chiefs of Staff, hand-delivered to the White House the next day.
Harper arrives for Libya summit in Paris
French President Nicolas Sarkozy, left, welcomes Canadian Prime Minister Stephen Harper before a crisis summit on Libya at the Elysee palace in Paris, Saturday, March, 19, 2011…
Harper was accompanied by Foreign Affairs Minister Lawrence Cannon and Gen. Walt Natynczyk, the chief of the defence staff, for the one-day meeting.
Strong earthquake hits northeastern Japan
An earthquake with a preliminary magnitude of 6.1 jolted northeastern Japan on Saturday, the Japan Meteorological Agency said.