Unterdessen geht das Töten an den Ausgabestellen der unter US- und israelischer Kontrolle stehenden »Stiftung« Gaza Humanitarian Foundation (GHF) unvermindert weiter. Aus Gaza hieß es am Sonntag, dass die Zahl der dort seit Ende Mai – dem Startzeitpunkt des Verteilmechanismus über GHF – getöteten Menschen auf 995 angestiegen ist, mehr als 6.000 Hungernde wurden in diesem Zeitraum verletzt, 45 Personen würden vermisst. Allein am Sonntag wurden mindestens 73 Palästinenser beim Versuch getötet, an Nahrung oder etwas Mehl zu kommen. Während sich die drei GHF-Freiluftzwinger zur Ausgabe von Lebensmitteln im Süden und Zentrum des Gazastreifens befinden, sind am Sonntag auch im nahezu komplett zerbombten Norden 67 Hilfesuchende getötet worden.