Anzuordnen ist zum einen, dass Maßnahmen gemäß § 20g Abs. 2 Nr. 1, 2 b, 4 und 5 BKAG nur durch das Gericht angeordnet werden dürfen; bei Gefahr im Verzug gilt § 20g Abs. 3 Satz 2 bis 4 BKAG entsprechend. Zum anderen dürfen Maßnahmen gemäß § 20g Abs. 1 Nr. 2, § 20l Abs. 1 Nr. 2 und § 20m Abs. 1 Nr. 2 BKAG nur angeordnet werden, wenn die Voraussetzungen des § 20k Abs. 1 Satz 2 BKAG in der in den Urteilsgründen dargelegten verfassungskonformen Auslegung vorliegen. Schließlich ist eine weitere Verwendung von Daten gemäß § 20v Abs. 4 Satz 2 BKAG oder eine Übermittlung von Daten gemäß § 20v Abs. 5 und § 14 Abs. 1 BKAG betreffend Daten aus Wohnraumüberwachungen (§ 20h BKAG) nur bei Vorliegen einer dringenden Gefahr und betreffend Daten aus Online-Durchsuchungen (§ 20k BKAG) nur bei Vorliegen einer im Einzelfall drohenden Gefahr für die jeweils maßgeblichen Rechtsgüter zulässig.
Daily Archives: 20. April 2016
„Wie gelähmt“: Was die (parlamentarische) Opposition tun kann, aber nicht tut
(21.6.2015) Seit zwei Jahren ist unsere Republik außer Funktion. „Die Linke“ und „Bündnis 90/Grünen“ verfügen über die verfassungsmäßigen Mittel sie wieder in Gang zu setzen. Aber sie nutzen diese nicht. Eine unvollständige Aufzählung.
1. In zwei Jahren keine einzige zuende gebrachte Klage, weder vor dem Bundesverfassungsgericht, noch vor dem Bundesgerichtshof, zur Durchsetzung von Recht auf Akteneinsicht und Zeugenvernahme vor Ort
2. Entsprechend Hilflosigkeit bei der Einsicht in die Listen von Spionage-Zielen des B.N.D. („Selektoren“) durch „Sonderermittler“, statt des Parlaments und seiner Gremien
3. Keine „abstrakte Normenkontrolle“ der Aktivitäten von Bundesregierung und Geheimdiensten und deren Auslegung des Grundgesetzes vor dem Bundesverfassungsgericht
4. Keine Verfassungsklage zur Herstellung von Öffentlichkeit in öffentlichen Sitzungen des Untersuchungsausschüssen
5. Verschweigen der tatsächlich beweisbaren Infrastruktur der Totalüberwachung, durch die bei allen Providern und Telekommunikationsfirmen eingebauten staatlichen Überwachungs- und Kopier-Anlagen
Stasi-Spionin Ruth Kampa wird Justiziarin bei den Linken
(28.11.2013) Anfang Oktober ist die Geschäftsführerin der Linksfraktion im Bundestag als ehemalige Spionin im Auftrag des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit enttarnt worden – Gregor Gysi war damals überrascht. Am Donnerstagabend entschied der Fraktionsvorstand, sie zur Justiziarin zu machen.
Nazis bei der Stasi und rechtsterroristische Doppelagenten
(20.06.2013) Natürlich reihten sich Anschläge von Rechtsterroristen im kapitalistischen Westen auch in die propagandistische Kriegsführung ein. Drückten sie doch aus, wie marode das System sein müsse, in dem rechtsterroristische Anschläge stattfanden. Die Zunahme rechter Anschläge wurde als Indiz für das Anwachsen des Faschismus in der BRD dargestellt.
Franz Josef Strauß, Rechtsaußen der bayerischen CSU und geheimdienstlich immer erstaunlich gut unterrichtet, sprach schon 1980 über den – sich in den Akten bestätigenden – Stasi-Hintergrund manch eines Rechtsterroristen. Auch wusste er, dass viele Mitglieder der Wehrsportgruppe Hoffmann aus der DDR stammten.
Old and busted: westliche Geheimdienste finanzieren Rechtsterroristen. New hotness: Stasi finanzierte Rechtsterroristen.
(…)
Verschlüsselung: Blackberrys globaler Verschlüsselungskey ist bei der Polizei
Die kanadischen Behörden haben offenbar seit 2010 Zugriff auf alle Nachrichten, die private Blackberry-Nutzer mit dem integrierten Messenger untereinander austauschen. Das Unternehmen hat den kanadischen Ermittlungsbehörden dazu offenbar eine Kopie des privaten Verschlüsselungskeys gegeben, wie Vice News und Motherboard in einer gemeinsamen Untersuchung herausgefunden haben.
Fluggastdatenspeicherung: Wer wo welche Daten über Passagiere sammelt und wie
Ein Internet, bevor es das Internet gab: Schon in den 60ern vernetzten sich Fluggesellschaften per Cloud Computing. Seither hat sich die Technik kaum verändert – ein Problem für die Passagiere.
Burkhard Hirsch: BKA-Gesetz schafft die Freiheit der Bürger ab
„Wenn Sie eine sogenannte Kontakt- und Begleitperson sind, also Sie sind der Nachbar eines Menschen, der unter Verdacht steht oder ein Arbeitskollege oder ein Vereinskollege. Dann sind Sie eine Kontakt- und Begleitperson, auch wenn Sie gar nicht wissen, dass gegen den Menschen ermittelt wird. Trotzdem kann dann die Polizei den gesamten Telefonverkehr einer Kontakt- und Begleitperson abhören und verwerten. Ohne dass Sie das hinterher mit Sicherheit erfahren. Wollen Sie das? Das geht doch nicht. Wenn wir das zulassen, dann sind wir in einem Polizeistaat. Dann dienen wir nicht der Sicherheit der Bürger, sondern wir schaffen ihre Freiheit ab. „
8 decades on, Saudi-US ties growing stronger
Notably, the Kingdom shares a friendly relation with the US since 1933, when full diplomatic relations were established. Like many other key partners, the two friendly countries too have seen ups and downs in recent years on certain policies on issues concerning the Middle East.
However, the all-weather friendship between the Kingdom and the US stood the test of time and moved ahead, which is why it can be described as “Special Relationship.”
Obama’s Rendezvous in Riyadh
President Obama arrives in Riyadh Wednesday to meet leaders of the Gulf Cooperation Council, and if he senses a chill it won’t be the air conditioning.
Carter: US, Saudi Arabia should deepen defense cooperation
The US defense secretary met with Saudi Crown Prince Mohammed bin Salman in Riyadh ahead of a Gulf Cooperation Council (GCC) summit in the Saudi capital this week.
Zarif, Kerry meet in New York
The meeting between Zarif and Kerry took place behind the closed doors.
A new SYRIZA Referendum, while ND urges for early elections??
Does SYRIZA play with the idea of holding a referendum? Government party MP Sakis Papadopoulos told Greek media on Tuesday morning that in case the review talks end in deadlock, the government could turn again to the people.
EU-Canada Trade Deal Still Struggling, As Romania And Belgium Say They Won‘t/Can‘t Ratify Treaty
Alongside the better-known trade deals that aren‘t really trade deals, TPP and TAFTA/TTIP, the smaller one between the European Union and Canada, CETA, is still trapped in a strange kind of political limbo. It was „celebrated“ way back in October 2014, and has been officially in the „legal scrubbing“ phase where the text is tidied up and translated into all the relevant languages (lots of them for the EU). Cleverly, the EU has used this period to sneak in the „lipstick on a pig“ version of corporate sovereignty in an attempt to head off revolts among EU nations worried about growing public resistance to the idea. But just when the European Commission thought it had everything nicely sewn up, this happens:
Techdirt Reading List: Cryptonomicon
In previous Techdirt Reading List posts, we‘ve covered a bunch of different books about encryption and the crypto wars of the 1990s, arguing that it might be useful for more people to understand the past to avoid having to repeat the same old fight all over again (though, if we must, hopefully the eventual outcome is the same). However, a friend recently suggested another book on cryptography that is a bit different: Cryptonomicon by Neal Stephenson. Unlike all of the other books on crypto that we covered, this one is fictional. However, it may also be the most entertaining and readable.
Künstler will Ölkonzern kaufen: „Drei, zwei, eins, und BP wird meins“
Unermüdlich sammelt Ruppe Koselleck Teerreste an den Weltstränden ein – derstandard.at/2000035187969/Kuenstler-will-Oelkonzern-kaufen-Drei-zwei-eins-und-BP-wird
Aktien, die man eigentlich nicht mal geschenkt bekommen möchte. Grüße von #RWE-HV!
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Umweltschützer haben die #RWE-Hauptversammlung gekapert.
Bei der Rede von Terium stürmten Demonstranten die Bühne:
Bei der Hauptversammlung der Aktionäre von #RWE hat sich ein Mann aus Protest angekettet.
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Hätte die Polizei nicht lieber den #RWE Vorstand und Aufsichtsrat bei der #HV verhaften sollen? #Umweltverbrechen
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Verfassungsbeschwerden gegen die Ermittlungsbefugnisse des BKA zur Terrorismusbekämpfung teilweise erfolgreich
Mit heute verkündetem Urteil hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts entschieden, dass die Ermächtigung des Bundeskriminalamts zum Einsatz von heimlichen Überwachungsmaßnahmen zur Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus zwar im Grundsatz mit den Grundrechten vereinbar ist, die derzeitige Ausgestaltung von Befugnissen aber in verschiedener Hinsicht dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz nicht genügt. Das führt dazu, dass verschiedene Regelungen aus dem Gesamtkomplex zu beanstanden waren. Die Entscheidung betrifft, eine lange Rechtsprechung zusammenführend, sowohl die Voraussetzungen für die Durchführung solcher Maßnahmen als auch die Frage der Übermittlung der Daten zu anderen Zwecken an dritte Behörden sowie schließlich erstmals auch die Anforderungen an eine Weiterleitung von Daten an ausländische Behörden.
Hinsichtlich der Voraussetzungen für die Durchführung sind die im Jahr 2009 eingeführten Vorschriften teilweise zu unbestimmt und zu weit; auch fehlt es zum Teil an flankierenden rechtsstaatlichen Absicherungen, insbesondere zum Schutz des Kernbereichs privater Lebensgestaltung oder zur Gewährleistung von Transparenz, individuellem Rechtsschutz und aufsichtlicher Kontrolle. Die Vorschriften zur Übermittlung von Daten sind ‑ sowohl hinsichtlich inländischer als auch hinsichtlich ausländischer Behörden ‑ an etlichen Stellen nicht hinreichend begrenzt. Da die Gründe für die Verfassungswidrigkeit nicht den Kern der eingeräumten Befugnisse betreffen, gelten die beanstandeten Vorschriften jedoch mit Einschränkungen überwiegend bis zum Ablauf des 30. Juni 2018 fort.
Fazit:BKA-Gesetz durchgewunken,bis auf umstrittene Verhältnismäßigkeitsprüfung, bei der die Geheimpolizei wenigst. IRGENDWAS vorlegen muss.
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Völlig ohne Grund: Verfassungsrichter sagen: ist zwar verfassungswidrig, geht aber „mit Einschränkungen“ alles weiter bis 2018.
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Auf @phoenix_de macht man sich Sorgen wegen der nun verbotenen Weitergabe der Daten durch das BKA an in- und ausländische Geheimdienste.
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Auf allen Sendern keine Live-Übertragung des Urteils. Aber plötzlich datenbleichblasse ModeratorInnen mit Kommentaren aus dem Flur.
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Bundesverfassungsgericht über 7 Jahre später: Huch, das ist ja verfassungswidrig… #BKA-Gesetz
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Darf das BKA spitzeln und schnüffeln wie ein Geheimdienst?
An diesem Mittwoch verkündet das Bundesverfassungsgericht sein Urteil zum BKA-Gesetz – endlich, muss man sagen. Seit bald sieben Jahren liegen die Verfassungsbeschwerden nun in Karlsruhe.
Bundesverfassungsgericht verkündet Urteil zu BKA-Gesetz – Darf und sollte das #BKA Inlandsgeheimdienst sein?
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Sogar S.P.D.-Ministerpräsidentinnen wittern zweite Operation Asyl der Regierung nach 1992-93
(23.08.2015) Die S.P.D.-Kader Steinmeier und Gabriel wollen die Flüchtlings-Situation u.a. in Deutschland für einen E.U.-Plan „zur Stabilisierung zerfallender Staaten“ benutzen. Eine Analyse und eine Erinnerung an die 1992 zeitgleich mit der Schaffung der „Europäischen Union“ vonstatten gegangenen faschistischen Pogrome in Deutschland.
Nach dem Türkei-Deal: Libyen als nächster Türsteher Europas?
(19.4.2016) Wie einst mit Gaddafi: In Europa wird auf verstärkte Kooperation mit Libyen gedrängt, um Fluchtbewegungen zu unterbinden – obwohl dort kaum staatliche Strukturen existieren und Flüchtlinge in dem von Bürgerkrieg zerrütteten Land schutzlos sind. Indessen ist es im Mittelmeer zu einem erneuten Bootsunglück gekommen, über 500 Tote werden befürchtet.
Vorbild Türkei-Abkommen: Renzi schlägt Flüchtlingsdeal mit Afrika vor
– ein „Management von Migrationsströmen“ mit einer „sorgfältigen Unterscheidung zwischen Flüchtlingen und Wirtschaftsmigranten“ und neuen Asylsystemen in afrikanischen Ländern,
– die Einrichtung von EU-finanzierten Auffanglagern und „sicheren Zonen“ schon in Afrika.
Flüchtlingspakt mit der Türkei: EU zahlt weitere 110 Millionen Euro aus
Insgesamt habe Brüssel in dem Zusammenhang bislang 187 Millionen ausgezahlt, hiess es. Die EU hatte im Rahmen des Flüchtlingspaktes mit der Türkei insgesamt sechs Milliarden Euro in Aussicht gestellt.
Flüchtlinge: Türkei will mehr Geld von der EU
(30.3.2016) Türkei: „Sechs Milliarden Euro werden wohl nicht reichen“.