Mit dem neu eingerichteten Büro in Den Haag soll die gemeinsame Arbeit der europäischen Spezialeinheiten weiter ausgebaut werden. Der europäische ATLAS-Verbund wurde nach den Anschlägen des 11. September 2001 gegründet und gehört seit dem Jahr 2008 offiziell zu den Sicherheitstrukturen der Europäischen Union Ziel der Übung sei es gewesen, „realitätsnah in Anlehnung an vergangene Anschlagszenarien“ die Bewältigung von „Terrorlagen“ zu bewältigen, so das Innenministerium Baden-Württemberg in einer Pressemitteilung. Die Übung erstreckte sich über sieben Szenarien in sieben unterschiedlichen Ländern, welche parallel stattfanden. Dazu gehörten laut einer Pressemitteilung von Europol Entführungs- und Geiselnahmen von vollbesetzten Booten, U-Bahn-Stationen, Bussen, Flugzeugen, grenzüberschreitende Verfolgungsjagden auf dem Meer sowie der Einsatz einer sogenannten „schmutzigen Bombe“ (also eine Bombe, die mit atomaren, biologischen oder chemischen Kampfstoffen bestückt ist). Geleitet und koordiniert wurde die Übung von einem neu eingerichteten Unterstützungsbüro des ATLAS-Verbunds beim Anti-Terrorzentrum von Europol.