Archiv: Preis für Wirtschaftswissenschaften


08.10.2018 - 19:59 [ Radio Utopie ]

BBC-Filmreihe “The Trap” (II): Der einsame Roboter – der genetisch programmierte Homo Oeconomicus

(29.10.2012) Wie vernünftig es ist, das Wohl der Gesellschaft nicht etwa parlamentarischer Demokratie, sondern dem freien Willen freier Märkte für freie Bürger zu überlassen, wurde den vom renitenten (Wahl-)Pöbel geplagten Leistungsträgern schon 1951 als „Unmöglichkeitstheorem“ (im Film als „impossibility theorem“ erwähnt) auf den Schreibtisch gelegt. Dieses bewies – bis zum Beweis des Gegenteils, natürlich – dass parlamentarische Entscheidungen nie das optimale Ergebnis für das Gemeinwohl zur Folge haben könnten, sondern im Gegenteil ein allgemeiner Wohlfahrtsstaat nur durch eine Diktatur zustande kommen könne (viel Spaß bei der Berechnung, sie sind jetzt A, B, C, vier oder fünf).

Der Ökonom Kenneth Arrow, der das Unmöglichkeitsheorem möglich gemacht hatte, bekam dafür später 1972 den gleichen hochdotierten Preis, wie die in den 50er Jahre für das Pentagon und die R.A.N.D. Corporation arbeitenden Mathematiker John Nash („game theory“, „Nash Equilibrium“) und Herman Kahn (der einen gewinnbaren Atomkrieg errechnet hatte, bis zum Beweis des Gegenteils): den „in Erinnerung an Alfred Nobel gestifteten Preis für Wirtschaftswissenschaften“ der schwedischen Zentralbank (einen „Wirtschaftsnobelpreis“ gibt es nicht.)