01.02.2026 - 00:14 [ Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) Technische Universität München ]

Genehmigung der Bestrahlungsanlage zur Produktion von Molybdän-99

(August 18, 2022)

Weltweit werden jährlich mehr als 30 Millionen medizinische Untersuchungen mit der radioaktiven Substanz Technetium-99m zur Diagnose von Tumoren durchgeführt. Einen großen Anteil – etwa drei Millionen Untersuchungen – daran hat Deutschland. Zur Herstellung von Technetium-99m wird zunächst Molybdän-99 benötigt. Dieses kann international in nur wenigen Forschungsreaktoren (vier in Europa sowie jeweils einer in Afrika und Australien) hergestellt werden, es kommt deshalb seit Jahren immer wieder zu Engpässen. Fällt eine dieser Quellen aus, müssen die unter Umständen lebenswichtigen Untersuchungen verschoben werden. Aufgrund der kurzen Halbwertszeiten von nur 66 Stunden kann Molybdän-99 nicht auf Vorrat produziert werden, sondern nur unmittelbar vor der Untersuchung.