Stellen Sie sich vor, wir säßen hier in den 1990er Jahren und diskutierten den Fall des südafrikanischen Apartheidsystems. Hätten Sie selektive Sanktionen gegen Südafrika für sein Verhalten in einzelnen Bantustans vorgeschlagen? Oder hätten Sie das kriminelle System des Staates als Ganzes anerkannt? Und hier ist das, was Israel tut, noch schlimmer. Dieser Vergleich ist eine rechtliche und faktische Bewertung, die durch internationale Gerichtsverfahren gestützt wird, an denen viele in diesem Saal beteiligt sind.
Das ist es, was konkrete Maßnahmen bedeuten. Mit Israel darüber zu verhandeln, wie das, was von Gaza und dem Westjordanland noch übrig ist, verwaltet werden soll, ob in Brüssel oder anderswo, ist eine absolute Schande für das Völkerrecht.
Und den Palästinenserinnen und Palästinensern und den Menschen aus allen Teilen der Welt, die ihnen – oft unter großen Kosten und Opfern – beistehen, sage ich: Was auch immer geschieht, Palästina wird dieses turbulente Kapitel geschrieben haben – nicht als Fußnote in den Chroniken von Möchtegern-Eroberern, sondern als neueste Strophe in einer jahrhundertelangen Saga von Völkern, die sich gegen Ungerechtigkeit, Kolonialismus und heute mehr denn je gegen neoliberale Tyrannei erhoben haben.