Ein Politiker hat Sex. Ist das berichtenswert? Für manches Drecksblatt schon. Es gibt Momente, in denen ich mir ernsthaft die Frage nach dem Sinn meines Berufs stelle.
Da wird viel diskutiert über die „Zukunft des Journalismus“, dessen Finanzierbarkeit, Leser-Blatt-Bindung und Glaubwürdigkeit. Manchmal, aber eher selten, geht es sogar um Inhalte…. Solche Schreiberlinge, ihre Vorgesetzten und Herausgeber zerstören jedwede Glaubwürdigkeit. Sie machen den Ethos, den sie sich dann ab und an – wenn es gefällig klingt – zur Farce. Sie führen den Begriff der Pressefreiheit ad absurdum. Sie sind – kurz gesagt – Totengräber des Journalismus. Sie kotzen mich an!
Andererseits: Zum Glück gibt es noch ein paar andere. Und dann weiß man wieder, warum man das tut, was man tut: Um es anders zu machen.