Daily Archives: 21. Juni 2012


21.06.2012 - 21:47 [ SpOn ]

Mutationen des Schreckens

Fouchier und seine Kollegen stellten fest, dass lediglich fünf Mutationen ausreichten, damit H5N1-Viren per Tröpfcheninfektion von einem Frettchen in einem Käfig zu einem Tier in einem anderen wandern konnten. Die so angesteckten Frettchen starben nicht an der Grippe – dennoch zeigt das Experiment das Gefahrenpotential von H5N1. Denn fünf einzelne Erbgutveränderungen sind für ein schnell mutierendes Virus nicht viel.

21.06.2012 - 21:45 [ Zeit ]

Die Natur ist gefährlicher als der Terror

Denn eines ging in der Debatte unter: Wenn es um Grippeerreger geht, ist die eigentliche Gefahr nicht der Missbrauch durch den Menschen, sondern die Macht der Natur. Fouchiers Frettchenversuch hat gezeigt: Nur fünf natürliche Genmutationen reichen aus, damit aus dem untersuchten A/H5N1-Vogelgrippe-Stamm ein fliegender Killer wurde.

21.06.2012 - 20:13 [ New Statesman ]

Angela Merkel’s mania for austerity is destroying Europe

Cartoons in the newspapers of Germany’s neighbours have depicted the chancellor with a Hitler moustache or wearing a spiked, Bismarck-era military helmet. Commenting on the phenomenon, the columnist Jakob Augstein observed: “Her abrasive pro-austerity policies threaten everything that previous German governments had accomplished since World War II.” Merkel, Augstein rightly noted, is “a radical politician, not a conservative one”.

21.06.2012 - 20:10 [ South Africa News ]

Merkel compared to Hitler over austerity

In his ensuing article, journalist and broadcaster Mehdi Hasan provocatively asks who poses a bigger threat to global order and prosperity that Iranian President Mahmoud Ahmadinejad, Israel‘s Prime Minister Benjamin Netanyahu and North Korea‘s Kim Jong Un.

“The answer is a mild-mannered opera fan and former chemist who has been in office for seven years. Yes, step forward, Chancellor Angela Merkel of Germany, whose solution to Europe‘s financial crisis – or lack thereof -has brought the continent, and perhaps the world, to the edge of a second Great Depression.”

21.06.2012 - 20:07 [ Frankfurter Allgemeine Zeitung ]

Gesetz zum Euro-Rettungsschirm ESM: Gauck unterzeichnet Fiskalpakt vorerst nicht

Beim Bundesverfassungsgericht zeigte man sich entsetzt, dass offenbar Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) versucht habe, Gauck dazu zu bewegen, die Gesetze sogleich auszufertigen und dadurch Rechtsschutz zu verhindern. Hätte sich Gauck nicht umstimmen lassen, so wäre das aus Sicht der Karlsruher Richter einer „Verfassungskrise“ gleichgekommen.

21.06.2012 - 18:39 [ Google ]

John Maynard Keynes, Economic Possibilities for our Grandchildren (1930)

We are suffering just now from a bad attack of economic pessimism. It is common to hear people say that the epoch of enormous economic progress which characterised the nineteenth century is over; that the rapid improvement in the standard of life is now going to slow down –at any rate in Great Britain; that a decline in prosperity is more likely than an improvement in the decade which lies ahead of us.

I believe that this is a wildly mistaken interpretation of what is happening to us. We are suffering, not from the rheumatics of old age, but from the growing-pains of over-rapid changes, from the painfulness of readjustment between one economic period and another. The increase of technical efficiency has been taking place faster than we can deal with the problem of labour absorption; the improvement in the standard of life has been a little too quick; the banking and monetary system of the world has been preventing the rate of interest from falling as fast as equilibrium requires.

21.06.2012 - 17:59 [ Guardian ]

Drone strikes threaten 50 years of international law, says UN rapporteur

Christof Heyns, the UN special rapporteur on extrajudicial killings, summary or arbitrary executions, told a conference in Geneva that President Obama‘s attacks in Pakistan, Yemen and elsewhere, carried out by the CIA, would encourage other states to flout long-established human rights standards.

In his strongest critique so far of drone strikes, Heyns suggested some may even constitute „war crimes“.

21.06.2012 - 17:58 [ Huffington Post ]

U.N. Drone Investigation: U.S. Dodging Questions On Drone Attacks

Christof Heyns, the U.N.‘s independent investigator on extrajudicial killings, had asked the United States to lay out the legal basis and accountability procedures for the use of armed drones. He also wanted the U.S. to publish figures on the number of civilians killed in drone strikes against suspected terror leaders in Afghanistan, Pakistan, Yemen and elsewhere.

After a two-day „interactive dialogue“ with U.S. officials at the United Nations in Geneva, Heyns said he was still waiting for a satisfactory reply.

21.06.2012 - 15:56 [ Bundespräsident ]

Der Sprecher des Bundespräsidenten teilt mit:

„Das Bundesverfassungsgericht hat heute den Bundespräsidenten vorsorglich gebeten, von einer Ausfertigung der Gesetze zum ESM und zum Fiskalvertrag zunächst abzusehen, um dem Gericht ausreichend Zeit zur Prüfung angekündigter bzw. bereits vorliegender Eilanträge zu geben.

Der Bundespräsident beabsichtigt, dieser Bitte in Übereinstimmung mit der ständigen Staatspraxis zwischen den Verfassungsorganen und aus Respekt gegenüber dem Bundesverfassungsgericht stattzugeben, sobald Bundestag und Bundesrat die entsprechenden Vertragsgesetze beschlossen haben.“

21.06.2012 - 15:13 [ Süddeutsche ]

Nach Drängen des Bundesverfassungsgerichts: Gauck verzögert Gesetz über ESM und Fiskalpakt

Offenbar wollte der Bundespräsident auf Drängen der Kanzlerin die einschlägigen Gesetze und Ratifikationserkilärungen noch am Abend des 29. Juni, unmittelbar nach der Abstimmung im Bundestag und Bundesrat unterzeichnen. Dagegen wehrte sich das Bundesverfassungsgericht – das dann keine Möglichkeiten mehr gehabt hätte, die Gesetze im Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes zu prüfen. Das höchste Gericht wäre ausmanövriert gewesen – ein Affront, wie es ihn bisher noch nicht gegeben hat.

21.06.2012 - 15:11 [ Der Bund.ch ]

Die Schweiz, Dänemark und Wilhelm Tell

Das dänische Volk sprach sich am 2. Juni 1992 mit einer knappen Mehrheit von 50,7 Prozent der Stimmen gegen den Vertrag von Maastricht bzw. die Einführung des Euro aus. Im Mai 1993 kam es zu einer zweiten Abstimmung. Diesmal nahm die Mehrheit des dänischen Volks mit 56,7 Prozent der Stimmen den Vertrag von Maastricht an, aber nur weil die Dänen die Krone behalten durften. Schliesslich kam es im Jahr im September 2000 zu einer dritten Abstimmung. Nun sprachen sich 53,2 Prozent der Stimmen gegen die Einführung des Euro aus.

21.06.2012 - 11:51 [ Tiroler Tageszeitung ]

Schweizer Minister: „Nur Verrückte wollen noch in die EU“

„Wir sind die beste Volkswirtschaft der Welt, die Leute bewundern unsere Demokratie, wir sind ein Land mit vielen Tugenden, wir sind eigentlich das Zukunftsmodell“. Die „aggressive Rhetorik“ gegenüber der Schweiz habe aber deutlich zugenommen, auch der wirtschaftliche Druck auf sein Land. „Die Unabhängigkeit ist das höchste Gut, das wir haben. Man muss es überall, wo man kann, verteidigen.“