(26.Juli) Postkolonialismus beschreibt, wie Herrschaftsdiskurse durch »Rasse«- und »Kultur«-Diskurse legitimiert werden, und bezieht neben dem spezifischen Erleben der Welt nach dem Kolonialismus auch Widerstandsformen und Neoko-lonialismus mit ein. Eine grundlegende These meiner Forschung ist: Populäre Musik ist postkoloniale Musik, denn die Stränge Kolonialismus, Dekolonisationsbewegungen und Neokolonialismus sind stets hörbar. Ich höre sie vor allem aus der immer wieder auftauchenden Verklammerung zwischen Sound und Rhythmus mit politischen Weltkarten und der Repräsentation kultureller Identitäten. Was soll Afro- oder Latin-Jazz eigentlich genau heißen? Wie klingt K-Pop und welche Vorstellungen von Asiaten verbinden wir damit?