(16. Juli 2013) Irgendwie wird schon alles weitergehn wie bisher, sagt man. Doch hinter den Kulissen des einzig wahren Berliner Staatstheaters hastet das Ensenmble der Staatsschauspieler hektisch hin und her, flüstert sich zischend Vorwürfe zu, bemalt sich zur Gefahrenabwehr vor dem immer dümmer dreinblickenden Publikum um und schmeisst sich in neuen Fummel.
Einer der Hauptdarsteller Hans-Peter Friedrich (Rolle: Bundesinnenminister) hat heute Pause und muss lediglich kurz “backstage”, wie Künstler zu sagen pflegen: ins “Parlamentarische Kontrollgremium” der Geheimdienste des Deutschen Bundestages. Darsteller Hans-Peter Friedrich trifft dort seine Kollegen Thomas Oppermann, Hans-Peter Uhl, Clemens Binninger, Michael Grosse-Brömer, Manfred Grund, Michael Hartmann, Fritz Rudolf Körper, Gisela Piltz, Hartfrid Wolff, Steffen Bockhahn und Hans-Christian Ströbele. Zum gemeinsamen Auftitt des präventiv bis zur Bundestagswahl am 22. September (“alle vier Jahre dasselbe Theater”) angesetzten Stücks “Warum wir nichts wussten, weil wir nichts wussten, dass wir nichts wussten, außer was Du Schwachkopf vor sieben Jahren mal in einer Email geschrieben hast” geht es dann hinterher.