03.02.2015 - 02:28 [ Theorie & Praxis ]

Sieg über den Faschismus ist eine Tat der Befreiung/Prof. Dr. Anton Latzo

(27.1.) Die Geschichte der Außenpolitik des deutschen Imperialismus liefert für diese Erkenntnisse ausreichend Beweise. Eine der zentralen Thesen, in denen das Bestreben des deutschen Monopolkapitals zum Ausdruck kommt, ist die Forderung nach der „Neuordnung Europas“, die stets sowohl wiederkehrender Vorwand als auch konstante Zielsetzung deutscher Expansionspolitik war und es geblieben ist!(…)
Das Interesse des deutschen Monopolkapitals und seiner Regierungen an einer „Zerlegung“ von Staaten in Ost- und Südosteuropa, die die deutsche Vorherrschaft garantieren sollte und soll, hat also eine lange Tradition und wird in Vorbereitung des zweiten Weltkrieges und auch nach 1990 erneut in die Praxis umgesetzt (Russland, Sowjetunion, Jugoslawien, Russland, Ukraine …).(…)
Um möglichst viele skeptische Deutsche in das Expansionsprogramm zu integrieren, wurde die „Neuordnung Europas“ als besondere deutsche Verpflichtung dargestellt. Ziel sei die Befreiung der in Europa unterdrückten Völker sowie die Verbreitung wirtschaftlichen und politischen Fortschritts. Die „Neuordnung Europas“ diene nur und ausschließlich dem Frieden, hieß die immer wieder aufgelegte Melodie.(…)
Diese Einrichtungen haben damals schon, genau so wie die Bildungsinstitutionen usw. das Ziel verfolgt, das Denk- und Urteilsvermögen von Millionen Menschen systematisch in die Bahnen politischer Vorstellungen der reaktionärsten Kräfte des Monopolkapitals zu lenken und einzuzwängen, Menschen zu formen, die die Pseudoideale (Werte) des wirtschaftlichen und politischen Systems des imperialistischen Systems als die ihrigen ansehen und sich für die imperialistische Politik missbrauchen lassen. Dabei soll sowohl die geistige Manipulierung als auch die daraus erwachsende Handlungsweise des Einzelnen als frei getroffene Entscheidung erscheinen – bis hin zur Bereitschaft, das eigene Leben im Krieg für die Ziele des reaktionären Monopolkapitals einzusetzen. Dieses Vorgehen ist nicht an bestimmte Phasen der Entwicklung und Politik des Imperialismus gebunden, es erweist sich als ein charakteristisches Merkmal des Systems! Zu diesem Zweck wurden die Medien und die Bildungs- und anderen Einrichtungen zur Massenbeeinflussung systematisch zu Dienstleistungsunternehmen der Monopolbourgeoisie entwickelt und als solche gefördert. Charakteristisch dabei: sie wurden nicht nur zur Abwehr der Gefahren für das kapitalistische System und für den Faschismus, sondern zunehmend zur offensiven Errichtung und Sicherung der Diktatur des Finanzkapitals und seiner Politik unterhalten.