(15.04.12) Von John Goetz und Hans Leyendecker
(..) Die vielen Akten „Bosporus“ und auch die Ordner der Nachrichtendienste, die mit vielen „Geheim“-Stempeln versehen sind, aber kein einziges Geheimnis aufklären, lassen das frühe Fazit zu, dass dieser Fall am Ende als ganz neue Dimension des Versagens von Sicherheitsbehörden, als das große Staatsversagen schlechthin, in die Geschichtsbücher eingehen wird. Aber die früh vermutete Verflechtung zwischen Sicherheitsbehörden und den Mördern der Zwickauer Neonazi-Szene, die Kumpanei von Staatsdienern mit den rechten Mördern, den „tiefen Staat“ also, hat es nicht gegeben.