In Russland wird der Einstieg in das Kanalprojekt aus wirtschaftlicher und geostrategischer Perspektive diskutiert. So erklärt Emil Dabagyan vom Lateinamerikainstitut der Russischen Akademie der Wissenschaft, dass die USA durch den Bau des Nicaragua-Kanals signifikant an Einfluss über die westliche Hemisphäre verlieren würden. Der Leiter des Nationalen Energieinstituts Sergeij Prawosudow spricht von einem Schlag gegen das Prestige der USA als Kontrollinstanz der wichtigsten Handelsrouten. In Russland gibt es aber Stimmen, die das Projekt für höchst riskant halten und darauf hinweisen, dass sein Bau für Russland weniger wirtschaftlich wichtig sei als für China, da Russland dank seiner eigenen Arktisroute über eine Alternative verfüge.