16.01.2016 - 17:26 [ Portal 21amerika.de ]

Regierung von Bolivien wirft USA Kampagne zur Destabilisierung vor

Präsident Morales hatte einige Tage zuvor im Fernsehen Verbindungen zwischen der bolivianischen Rechten und dem US-amerikanischen „National Democratic Institute for International Affairs“ (NDI) beklagt. Führende Oppositionspolitiker wie Samuel Doria Medina, Jorge Quiroga und Rubén Costas würden Gelder aus den USA erhalten. Ehemalige Spitzenpolitiker reisten regelmäßig unter dem Vorwand touristischer Aufenthalte in die USA, um ihre Strategien mit dem US-Außenministerium zu koordinieren. Das NDI wurde 1983 gegründet und erhält seine Finanzierung zum Teil direkt von der US-Regierung, zum Teil indirekt durch das National Endowment for Democracy (NED), das seine Gelder wiederum vom US-Kongress bekommt. Nach eigenen Angaben versteht sich das NDI als „gemeinnützige, überparteiliche Nichtregierungsorganisation zur Demokratieförderung in Entwicklungsländern“.