(21.3.2011) Putin bezeichnete die UNO-Resolution, die zu sofortigen Raketenangriffen auf Libyen fĂĽhrte, als das, was jeder militärische tödliche Akt ist: ein RĂĽckfall ins finstere Mittelalter und ein Aufruf zum Kreuzzug. Nach Jugoslawien, Afghanistan und Irak sei fĂĽr die USA nun Libyen an der Reihe, so der russische Ministerpräsident und zeigte sich besorgt darĂĽber, mit welcher „Leichtigkeit“ die Entscheidung zum Einsatz von Gewalt gefallen sei. (…)
Dmitri Medwedew, der Präsident von Russland fühlte sich selbstverständlich sofort persönlich angegriffen und sagte auf seinem Amtssitz in Gorki ausserhalb Moskaus in einer kurzen Frage-Antwort-Pressesitzung zu Libyen, die nur ganze acht Minuten dauerte, vor Kreml-Journalisten, ohne dabei Putins Namen zu nennen, dass die Verwendung des Begriffs „mittelalterlicher Kreuzzug“ für die UNO-Resolution völlig unakzeptabel wäre und steht so offen in Konfrontation mit seinem Ministerpräsidenten zu der Politik gegenüber dem nordafrikanischen Staat.