(13.11.2014) Der Hass auf Jüdinnen und Juden, nur weil sie Jüdinnen und Juden sind, bleibt eine spezielle Herausforderung. Deshalb ist es gut und wichtig, dass sich die OSZE erneut international damit befasst.
In Deutschland beobachte ich 2014 drei Entwicklungen.
Erstens: Das historische Tabu gegen antisemitische Ausfälle bröckelt.
Zweitens: Die Zahl registrierter antisemitischer Straftaten nimmt zu.
Drittens: Es scheint überhaupt einen politischen Rechtsruck zu geben.
Das alles ist nicht typisch Deutsch, sondern EU-weit zu beobachten.
Das macht es nicht besser, sondern lässt meine Alarmglocken läuten.
Sie schrillen bereits in vielen europäischen Jüdischen Gemeinden.
Antisemitismus braucht keinen Anlass, findet aber immer einen. 2014 war es nachweisbar der aktuelle Gaza-Krieg.