04.04.2014 - 17:17 [ Jenapolis ]

OFB und ECE sind komplex vernetzt

(18.11.2013) Nach der Studie The network of global corporate control (Stefania Vitali, James B. Glattfelder, and Stefano Battiston, D-MTEC, ETH Zürich) beherrschen 737 transnationale Konzerne vier Fünftel der Weltwirtschaft. Sie sind die Märkte. Angesichts dieser konzentrierten ökonomischen Macht wirken die demokratischen Gemeinwesen, die Staaten, wie Folklore, von Stadträten ganz zu schweigen. Die 737 Konzerne sind laut Studie untereinander komplex vernetzt, der Wettbewerb untereinander entsprechend relativ. Unter ihnen befinden sich die Landesbank Hessen-Thüringen Helaba (Rang 536) und Otto (Rang 727). Eine ihrer Tochter- bzw. Schwestergesellschaften, OFB (Helaba) bzw. ECE (Otto), will bekanntlich die Stadtmitte Jenas kaufen. Neben dem Gewinn aus dem Weiterverkauf an einen Immobilienfonds geht es in Jena konkret um die Aneignung von jährlich 30,6 bis 34,5 Millionen Euro des bestehenden gesamtstädtischen Handelsumsatzes und 15,5 bis 18,5 Millionen Euro des bestehenden innerstädtischen Handelsumsatzes. Diese Zahlen prognostiziert eine Potenzial- und Verträglichkeitsanalyse der GMA/Wüstenrot, die seit März 2013 der Stadtverwaltung vorliegt. Diese Analyse wurde erst nach (!) der Abwägung von der Stadtverwaltung angefordert und befand sich bis zum 5. Juni 2013 unter Verschluss (zu den Details siehe das von KIJ veröffentlichte Rechtsgutachten aus dem Mai 2013).