07.06.2015 - 05:39 [ Radio Utopie ]

Nicht um Griechenland geht es, sondern um endlosen Bankentribut bis zum Staatsstreich

(23.April 2010) Die Athener Regierung hat heute den IWF und EU um Finanzhilfen gebeten und deren gemeinsamen Plan angenommen. Das ist das Zwischenergebnis der strategischen Kampagne zur systematischen Zerstörung eines ganzen Staates und Gemeinwesens. Betreiber dieser Kampagne ist die eigene politische Monarchie (nicht nur, aber auch in Griechenland), getragen von zwei erzkorrupten “Volksparteien”; die Brüsseler Räteregierung, welche diesen souveränen Staat exemplarisch hinrichten will, um ihn dann kontrollieren zu können; die Banken, denen das derzeitige Geldsystem jede Möglichkeit gibt, einen Staat in die Schuldenfalle zu treiben und von dessen Ausverkauf zu profitieren. Der Apparat der sogenannten “Europäischen Union” fungiert hierbei nicht etwa als Repräsentanz der Interessen der Völker Europas, sondern schlicht als ausführendes Instrumentarium ideologischer, fast religiöser Anbetung von (Finanz)Macht, der zügellose Willkür über die Menschen ermöglichen soll.

Strategisches Ziel der seit Ende letzten Jahres laufenden Kampagne ist nicht nur die Zerschlagung Griechenlands als selbstständig handelnder, demokratischer Staat. Griechenland dient als Fallbeispiel für die finanzielle und haushaltspolitische Machtübernahme der Brüsseler Räteregierung über die einzelnen Mitgliedsstaaten, was dem Beginn einer vollständigen Zerschlagung der staatlichen Souveränität gleichkommt. Genau dies haben die Brüsseler Räte und Kommissare bereits mehrfach selbst genauso so gefordert. Der Plan ist, dass die Banken dann nicht nur Anteile an dem zugrunde gerichteten Sklavenstaat erhalten, sondern dessen Parlament und Regierung ausschalten und direkt die Kontrolle übernehmen.