(2010) Erich Fromm war strikt gegen die These, dass die mörderische destruktive Killer-Aggression des Menschen angeboren ist und tritt mit seinen Erläuterungen somit all jenen entgegen, die aus politischen Gründen meinen, Kriege sind naturgegeben und unabwendbar, weil diese Gewalt gegen Artgenossen eben von der Evolution der Säugetiere so vorgeben wäre.
„Der Mensch ist von Natur aus böse, gewalttätig, hinterhältig, egoistisch, triebhaft“ – dieses Bild zu zeichnen, ist sich die tägliche Presse redlich bemüht. Keine Zeitung ohne diese ständigen Hiobsbotschaften. Positive Verhaltensweisen und Beispiele werden gemieden wie die Pest, um zu verhindern, dass humane Regungen dazu führen, den eigentlichen Sinn des Daseins zu hinterfragen und eine andere natürliche Lebensweise zu beginnen, die nicht in diese egoistische Ellenbogengesellschaft passt, die nur funktioniert, weil von oben nach unten kräftig auf den Nächsten durchgetreten und herumgetrampelt wird.