29.03.2018 - 17:18 [ Junge Welt ]

„Krieg droht nicht, er wird geführt“

Ich freue mich über jeden Opa, der wie ich seine Knochen noch irgendwie zusammenkriegt, und ich freue mich über jeden jungen Menschen, der aktiv ist. Man soll nur nicht glauben, dass man mit Erinnerungen an die Vergangenheit heute noch Leute mobilisiert. Junge Leute werden ihre eigene Form des Protestes finden. Die Friedensbewegung muss immer die Bereitschaft zu einer gewissen Militanz haben. Ich bin aber auch völlig begeistert über die Aktionen von Schülerinnen und Schülern in den USA gegen den freien Waffenverkauf. Die Forderungen sind nicht militant, aber dass plötzlich Hunderttausende junge Leute auf die Straße gehen, das ist doch ein Beispiel dafür, dass solche Bewegungen häufiger aus der Situation heraus entstehen und nicht am grünen Tisch geplant werden können. Daher rate ich der Friedensbewegung: Einheit in der Vielfalt. Man muss immer danach suchen, was gemeinsam möglich ist.