Dies hatte zur Folge, dass die koreanische Sprache und Kultur abermals verboten wurde und die Bürger Koreas mussten nun sogar japanische Namen annehmen. Japan griff noch mehr auf die Rohstoffe Koreas zu. Im Norden, im heutigen Nordkorea, wurde der Abbau von Rohstoffen daher forciert. Diese Investitionen dienten aber praktisch nur um den Bedarf Japans abzudecken, insbesondere für dessen Rüstungsindustrie im Krieg gegen China. Für die Weitreichenden Ziele Japans wurden arbeitsfähige Koreaner zur Zwangsarbeit eingezogen. Ab 1942 wurden koreanische Männer auch zum Wehrdienst herangezogen. Junge koreanische Frauen wurden als so genannte „Trostfrauen“ im Dienst der japanischen Soldaten verschleppt. 1944 folgte die allgemeine Wehrpflicht. Nach heutigen Schätzungen dienten damals fast 230‘000 Koreaner für die japanische Armee, weitere 150‘000 wurden als Zwangsarbeiter in Frontnähe und noch einmal 700‘000 in Japan selbst eingesetzt. Unzählige sind dabei für Japan gefallen.