López ist am 11. September dieses Jahres wegen Aufhetzung zur Gewalt, Beschädigung von Privateigentum, Brandstiftung und Bildung einer kriminellen Vereinigung zu 13 Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Er wurde schuldig befunden, für die gewalttätigen Proteste am 12. Februar des vergangenen Jahres verantwortlich zu sein, bei denen drei Menschen getötet wurden. Die venezolanische Justiz sah in López einen Hauptverantwortlichen der Gewalt. Gemeinsam mit weiteren Oppositionspolitikern, unter anderem Antonio Ledezma, hatte López zuvor die Kampagne „La Salida“ (Der Ausweg) initiiert, die auf den Sturz der Regierung Maduro zielte. Daraufhin kam es zu teils extrem gewalttätigen Protesten. Die Generalstaatsanwaltschaft bilanzierte 43 Tote, zahlreiche Verwundete sowie Sachschäden in Millionenhöhe.