10.01.2019 - 05:19 [ WSWS ]

Eugène Delacroix – Romantischer Maler im Metropolitan Museum in New York

Er war zu allen Zeiten ein kompromissloser Kritiker von Pomp, Oberflächlichem und Anmaßungen, ob in der Politik oder im Kulturleben, und unermüdlich der Kunst verpflichtet. Obwohl er Romantiker war, verfolgte er ein Konzept künstlerischer Wahrheit, das in der Aufklärung wurzelte und einem philosophisch materialistischen gleich kam: „Im Grunde genommen ist Kunst nicht das, was man gemeinhin darin sieht, also eine vage Inspiration aus dem Nichts, die sich ziellos entfaltet und bloß das Pittoreske, Äußere der Dinge abbildet. [Kunst] ist reiner Verstand, verschönert durch das Genie, folgt aber einem klaren Konzept und ist an höhere Gesetze gebunden“. (Tagebuch, 7. April 1849)