(Letzte Revision:5.August) In ihrem Roman „Tobys Zimmer“ erzählt Pat Barker von den Folgen des Ersten Weltkriegs, die hinter der Front spürbar wurden
Aus Sicht der Kunststudentin Elinor Brooke klingt jede Begründung für den Krieg falsch. Die Verheerungen erahnend, glaubt sie sich ganz heraushalten zu können, zusammen mit ihren Freunden aus dem Bloomsbury-Kreis. Der Krieg ist böse: „Vollkommene Zerstörung. Von allem. Nicht nur Leben.“ Sie will nichts damit zu tun haben und sich stattdessen ganz der Malerei widmen, die vor allem „Huldigung“ und „Lobpreisung“ des Lebens sein soll. Eine vornehme Haltung, doch wenn Kriege einmal entfesselt sind und Opfer fordern, gibt es kein Abseitsstehen mehr. So betrauert auch Elinor Brooke im dritten Kriegsjahr den geliebten Bruder Toby.