03.03.2014 - 01:33 [ German Foreign Policy ]

Der Krim-Konflikt

Der Westen rückt vor

In der Tat dringt der Westen seit den 1990er Jahren mit Macht ins Schwarze Meer vor – auf Kosten Russlands. Bildete rings um das Schwarze Meer in der Zeit der Systenkonfrontation nur die Türkei ein Gegengewicht zur Sowjetunion, so ist durch deren Zerfall und die NATO-Osterweiterung das westliche Kriegsbündnis in der Region erheblich gestärkt worden. Im Jahr 2004 – Bulgarien und Rumänien waren der NATO soeben beigetreten – publizierte der „German Marshall Fund of the United States“ ein Strategiepapier, in dem das Schwarzmeergebiet für den Westen in Anspruch genommen wurde: „Die größere Schwarzmeerregion ist das große östliche Grenzgebiet der euroatlantischen Gemeinschaft zum größeren Mittleren Osten.