27.01.2011 - 11:36 [ Frankfurter Rundschau ]

Bundestag: Behörden forderten Einsatz von britischem Spitzel an

Der Brite Mark Kennedy, der unter dem Decknamen Mark Stone jahrelang die linke Szene in Deutschland und anderen europäischen Ländern unterwanderte, sei in drei Bundesländern aktiv gewesen, erklärte der Ziercke laut Teilnehmern der Sitzung. So habe vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 Mecklenburg-Vorpommern um den Einsatz eines britischen Undercover-Agenten gebeten. Die Landesbehörden hätten dabei auf ein standardisiertes Verfahren zurückgegriffen.

Auf Vermittlung des Bundeskriminalamts sei der Einsatz des Briten vertraglich geregelt worden. Kennedy habe danach auf deutschem Boden als „Vertrauensperson“ agiert. Einen ähnlichen Vertrag habe auch Baden-Württemberg geschlossen. In Berlin sei Kennedy ebenfalls aktiv gewesen..