10.01.2017 - 09:25 [ Radio Utopie ]

BBC-Filmreihe “The Trap” (III): Die Freiheit von Berlin oder Der „Kampf der Zivilisationen“

(18.11.2012) Einer der Ideologen hinter ´Project Democracy´: Samuel P. Huntington. Nach dem Fall der Mauer in Deutschland und dem „gewonnenen“ Kalten Krieg gegen die Sowjetunion war er es, der 1992 in einem Referat für das „American Enterprise Institute“ die bis heute quer durch die Nomenklatura immer wieder benutzte Ideologie des „Clash of Civilizations“ erfand (in Deutschland häufig als „Kampf der Kulturen“ zitiert). Er präzisierte seine extremistische Ideologie im Buch „The Clash of Civilizations and the Remaking of World Order“ („Der Zusammenstoß der Zivilisationen und die Neuauflage der Weltordnung“).

Samuel P. Huntington beschwor das Verschwinden von Staaten auf der Erde und deren Ersatz durch Blöcke von „Zivilisationen“, bzw „Kulturen“ (s.o.).

Huntington erfand 2004 bezeichnenderweise den „Davos-Menschen“, in Anspielung auf die ehrenwerte Gesellschaft des „Entscheider“-Ensembles im „Weltwirtschaftsforum“, deren Privilegierte

„wenig Zeit haben für national(staatlich)e Loyalität, national(staatlich)e Grenzen als Hindernis betrachten die dankenswerterweise verschwinden und die national(staatlich)en Regierungen als Restbestände der Vergangenheit ansehen, deren einzige nützliche Funktion es ist die globalen Operationen der Elite zu ermöglichen.“

Wie gesagt: das war in 2004. Als einer der Ideologen hinter dem „Project Democracy“ der Reagan-Administration in den 80er Jahren äußerte er, es ginge um die die Beförderung von „bescheidenen“ („modest“) Demokratien, wo die Menschen wählen könnten, sich aber sonst nichts ändere.